Arakhin 41

Kapitel 41

א הקדישו הדר בו מעלה שכר להקדש הקדישו הדר בו היכי מצי מקדיש לה (ויקרא כז, ב) איש כי יקדיש ביתו קדש אמר רחמנא מה ביתו ברשותו אף כל ברשותו הכי קאמר הקדישו משכיר הדר בו מעלה שכר להקדש
1 Hat es geweiht, der darin wohnt, so zahle er die Miete an das Heiligtum. — ‘Hat es geweiht, der darin wohnt’; wieso kann er es weihen, der Allbarmherzige sagt ja: <i>wenn jemand sein Haus weiht</i>, wie sein Haus in seinem Besitze ist, ebenso alles, was in seinem Besitze ist!? — Er meint es wie folgt: hat er es geweiht, der Vermieter, so zahle, der darin wohnt, die Miete an das Heiligtum.
ב הקדישו משכיר היכי דייר ביה במעילה קאי ותו מעלה שכר להקדש כיון דמעל ביה נפיק לי' שכר לחולין
2 Wieso darf er, wenn der Vermieter es geweiht hat, darin wohnen, er begeht ja eine Veruntreuung!? Und wieso zahle er ferner die Miete an das Heiligtum, nachdem er eine Veruntreuung begangen hat, wird ja die Miete profan!? —
ג דאמר לכשיבא שכרו יקדש והא אין אדם מקדיש דבר שלא בא לעולם
3 Wenn er gesagt hat: sobald die Miete eingeht, sei sie heilig. Niemand kann ja aber das heiligen, was noch nicht auf die Welt gekommen ist!?
ד אמר רב יהודה אמר רב הא מני ר"מ היא דאמר אדם מקדיש דבר שלא בא לעולם איכא דאמרי א"ל רב פפא לאביי ואמרי לה רב מרי בר חמא לרב חסדא כמאן כר"מ דאמר אדם מקדיש דבר שלא בא לעולם אמר ליה ואלא כמאן:
4 R. Jehuda erwiderte im Namen Rabhs: Hier ist R. Meír vertreten, welcher sagt, man könne das heiligen, was noch nicht auf die Welt gekommen ist. Manche lesen: R. Papa sprach zu Abajje, und wie manche sagen, R. Mari b. Ḥama zu R. Ḥisda: Also nach R. Meír, welcher sagt, man könne das heiligen, was noch nicht auf die Welt gekommen ist!? Dieser erwiderte: Nach wem denn sonst?
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> חייבי ערכין ממשכנין אותן חייבי חטאות ואשמות אין ממשכנין אותן חייבי עולות ושלמים ממשכנין אותן
5 <b>D</b><small>IE</small> S<small>CHÄTZGELÜBDE SCHULDEN, PFÄNDE MAN; DIE</small> S<small>ÜNDOPFER ODER</small> S<small>CHULDOPFER SCHULDEN, PFÄNDE MAN NICHT; DIE</small> B<small>RANDOPFER ODER</small> H<small>EILSOPFER SCHULDEN, PFÄNDE MAN.</small>
ו אע"פ שאין מתכפר לו עד שיתרצה שנאמר {ויקרא א } לרצונו כופין אותו עד שיאמר רוצה אני וכן אתה אומר בגיטי נשים כופין אותו עד שיאמר רוצה אני:
6 O<small>BGLEICH ER NICHT EHER</small> S<small>ÜHNE ERLANGT, ALS BIS ER ES AUS EIGENEM</small> W<small>ILLEN</small> [<small>DARBRINGT</small>], <small>DENN ES HEISST</small>: <i>nach seinem Wohlgefallen</i>, <small>SO</small> <small>ZWINGE MAN IHN DENNOCH, BIS ER SAGT, ER WOLLE ES.</small> D<small>ASSELBE FINDEST DU BEI</small> E<small>HESCHEIDUNGEN: MAN ZWINGE</small> <small>IHN, BIS ER SAGT, ER WOLLE ES</small>.
ז <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב פפא פעמים שחייבי חטאות ממשכנין אותן חייבי עולות אין ממשכנין אותן
7 GEMARA. R. Papa sagte: Zuweilen kann es vorkommen, daß man Schuldner von Sündopfern pfände und Schuldner von Brandopfern nicht pfände.
ח חייבי חטאות ממשכנין אותן בחטאת נזיר דכיון דאמר מר אם גילח על אחד משלשתן יצא ואם נזרק עליו אחד מן הדמים הותר הנזיר לשתות יין וליטמא למתים פשע בה ולא מייתי
8 Daß man Schuldner von Sündopfern pfände; dies gilt vom Sündopfer eines Nazirs. Der Meister sagte nämlich, daß er, wenn er sich auf Grund eines der drei [Opfer] das Haar schneiden ließ, seiner Pflicht genügt habe, und daß der Nazir, wenn das Blut eines von diesen gesprengt worden ist, Wein trinken und sich an Toten verunreinigen dürfe, somit könnte er fahrlässig handeln und es nicht darbringen.
ט חייבי עולות אין ממשכנין אותן בעולת יולדת
9 Daß man Schuldner von Brandopfern nicht pfände; dies gilt vom Brandopfer einer Wöchnerin. —
י מאי ניהו דאקדמיה קרא והאמר רבא למקראה הקדימה הכתוב
10 Wohl aus dem Grunde, weil die Schrift es zuerst nennt, aber Raba sagte ja, die Schrift ließ es nur bei der Nennung vorangehen!? —
יא אלא בעולת מצורע דתניא רבי ישמעאל בנו של רבי יהודה בן ברוקה אומר כשם שחטאתו ואשמו עיכבתו כך עולתו עיכבתו:
11 Vielmehr, dies gilt vom Brandopfer eines Aussätzigen, denn es wird gelehrt: R. Jišma͑él, Sohn des R. Joḥanan b. Beroqa, sagte: Wie es von seinem Sündopfer und seinem Schuldopfer abhängig ist, ebenso ist es von seinem Brandopfer abhängig.
יב ואף על פי שאין מתכפר לו עד שיתרצה: ת"ר (ויקרא א, ג) יקריב אותו מלמד שכופין אותו יכול בעל כרחו ת"ל לרצונו הא כיצד כופין אותו עד שיאמר רוצה אני
12 O<small>BGLEICH ER NICHT EHER</small> S<small>ÜHNE ERLANGT, ALS BIS ER ES AUS SEINEM EIGENEN</small> W<small>ILLEN</small> [<small>DARBRINGT</small>]. Die Rabbanan lehrten: <i>Soll er es darbringen</i>, dies lehrt, daß man ihn zwinge. Man könnte glauben, auch durch Gewalt, so heißt es: <i>nach seinem Wohlgefallen</i>. Auf welche Weise? Man nötige ihn, bis er sagt, er wolle es.
יג אמר שמואל עולה צריכה דעת שנאמר לרצונו מאי קמ"ל תנינא אף על פי שאין מתכפר לו עד שיתרצה שנאמר לרצונו
13 Šemuél sagte: Das Brandopfer benötigt des Einverständnisses, denn es heißt: <i>nach seinem Wohlgefallen</i>. — Was lehrt er uns da, wir haben ja bereits gelernt: obgleich er nicht eher Sühne erlangt, als bis er es aus seinem eigenen Willen [darbringt], denn es heißt: <i>nach seinem Wohlgefallen</i>!? —
יד לא צריכא דפריש ליה חבריה מהו דתימא כי בעינן דעת מדידיה אבל מדחבריה לא קמ"ל זימנין דלא ניחא ליה דליכפר במידי דלא דידיה
14 Dies ist wegen des Falles nötig, wenn ein andrer [das Opfertier] für ihn abgesondert hat. Man könnte glauben, das Einverständnis sei nur dann erforderlich, wenn es von seinem erfolgt, nicht aber, wenn von dem seines Nächsten, so lehrt er uns. Es kann nämlich vorkommen, daß er keine Sühne erlangen will durch das, was nicht sein ist.
טו מיתיבי חטאתו ואשמו של פלוני עלי
15 Man wandte ein: [Sagt jemand:] ich nehme auf mich das Sündopfer oder das Schuldopfer von jenem,