Arakhin 6

Kapitel 6

א לאתויי עבדים ולמאן דתני עבדים בהדיא לאתויי מאי לאתויי מנוה היפה לנוה הרעה
1 Dies schließt Sklaven ein. — Was schließt dies nach demjenigen ein, der Sklaven ausdrücklich in der Mišna lehrt? — Dies schließt [den Umzug] aus einer schönen Wohnung nach einer schlechten Wohnung ein. —
ב ואין הכל מוציאין לאתויי עבד שברח מח"ל לארץ:
2 «Niemand kann fortzuziehen zwingen.» Dies schließt einen Sklaven ein, der aus dem Auslande nach dem Jisraéllande entflohen ist. —
ג הכל מעלין לירושלים לאתויי מנוה היפה לנוה הרעה ואין הכל מוציאין לאתויי מאי לאתויי מנוה הרעה לנוה היפה:
3 «Jeder kann zwingen, [mit ihm] nach Jerušalem zu ziehen.» Was schließt dies ein? — Dies schließt [den Umzug] aus einer schönen Wohnung nach einer schlechten Wohnung ein. — «Niemand kann fortzuziehen zwingen.» Was schließt dies ein? — Dies schließt [den Umzug] aus einer schlechten Wohnung nach einer schönen Wohnung ein.
ד הכל חייבין בסוכה כהנים לוים וישראלים פשיטא אי הני לא מחייבי מאן מיחייבי
4 «Jeder ist zur Festhütte verpflichtet, Priester, Leviten und Jisraéliten.» Selbstverständlich, wenn diese nicht verpflichtet sein sollten, wer denn sollte verpflichtet sein!? —
ה כהנים איצטריכא ליה סד"א הואיל וכתיב (ויקרא כג, מב) בסוכות תשבו ואמר מר תשבו שבעת ימים כעין תדורו מה דירה איש ואשתו אף סוכה איש ואשתו והני כהנים הואיל ובני עבודה נינהו לא ליחייבו
5 Dies ist wegen der Priester nötig; da es heißt: <i>in Hütten sollt ihr weilen</i>, und der Meister hierzu sagte: das Weilen müsse dem Wohnen gleichen, wie in der Wohnung Mann und Weib zusammen, ebenso in der Hütte Mann und Weib zusammen, so könnte man glauben, Priester seien, da sie den Dienst zu verrichten haben, nicht verpflichtet,
ו קא משמע לן נהי דפטירי בשעת עבודה בלא שעת עבודה חיובי מיחייבי מידי דהוה אהולכי דרכים דאמר מר הולכי דרכים ביום פטורין מן הסוכה ביום וחייבים בלילה:
6 so lehrt er uns, daß sie, wenn sie auch zur Dienstzeit frei sind, außerhalb der Dienstzeit verpflichtet sind. Wie dies auch bei Reisenden der Fall ist, denn der Meister sagte, Tagreisende seien am Tage von der Festhütte frei und nachts dazu verpflichtet.
ז הכל חייבין בציצית כהנים לוים וישראלים פשיטא
7 «Jeder ist zu den Çiçith verpflichtet, Priester, Leviten und Jisraéliten.» Selbstverständlich!? —
ח כהנים איצטריך ליה סד"א הואיל וכתיב (דברים כב, יא) לא תלבש שעטנז גדילים תעשה לך מאן דלא אישתרי כלאים לגביה בלבישה הוא דמחייב במצות ציצית והני כהנים הואיל ואשתרי כלאים לגבייהו לא לחייבו
8 Dies ist wegen der Priester nötig; da es heißt: <i>du sollst nicht Mischgewebe anlegen, mache dir Quastenschnüre</i>, so könnte man glauben, wer Mischgewebe nicht anlegen darf, sei zum Gebote der Çiçith verpflichtet, Priester aber, denen Mischgewebe erlaubt ist, seien dazu nicht verpflichtet,
ט קמ"ל נהי דאישתרי בעידן עבודה בלא עידן עבודה לא אישתרי:
9 so lehrt er uns, daß es ihnen allerdings zur Dienstzeit erlaubt ist, außerhalb der Dienstzeit aber verboten. —
י הכל חייבין בתפילין כהנים לוים וישראלים פשיטא כהנים איצטריך ליה סד"א הואיל וכתיב (דברים ו, ח) וקשרתם לאות על ידך והיו לטוטפות בין עינך כל דאיתיה במצוה דיד איתיה במצוה דראש
10 «Jeder ist zu den Tephillin verpflichtet, Priester, Leviten und Jisraéliten.» Selbstverständlich!? — Dies ist wegen der Priester nötig; da es heißt: <i>du sollst sie zum Zeichen an deine Hand binden, und sie sollen zum Stirnbande zwischen deinen Augen sein</i>, so könnte man glauben, dem die der Hand geboten ist, dem ist auch die des Kopfes geboten,
יא והני כהנים הואיל וליתנהו במצוה דיד דכתיב (ויקרא ו, ג) ילבש על בשרו שלא יהא דבר חוצץ בינו ובין בשרו אימא במצוה דראש נמי לא ליחייבו
11 Priester aber, denen die der Hand nicht geboten ist, denn es heißt: <i>soll er über seinen Leib ziehen</i>, nichts darf zwischen [den Kleidern] und seinem Leibe trennen, seien auch zu der des Kopfes nicht verpflichtet,
יב קמ"ל דלא מעכבי אהדדי כדתנן תפלה של יד אינה מעכבת של ראש ושל ראש אינה מעכבת של יד
12 so lehrt er uns, daß sie voneinander nicht abhängig sind. Wie wir gelernt haben: Die des Kopfes ist nicht von der der Hand abhängig, und die der Hand ist nicht von der des Kopfes abhängig. —
יג ומאי שנא דיד דכתיב ילבש על בשרו ראש נמי כתיב (שמות כט, ו) ושמת המצנפת על ראשו
13 Die der der Hand wohl deshalb, weil es heißt: <i>soll er über seinen Leib ziehen</i>, und auch vom Kopfe heißt es ja: <i>du sollst ihm den Turban aufs Haupt setzen</i>!? —
יד תנא שערו היה נראה בין ציץ למצנפת ששם מניח תפילין
14 Es wird gelehrt: Zwischen dem Stirnblatte und dem Turban war sein Haar zu sehen, wo er die Tephillin anlegte.
טו הכל חייבין בתקיעת שופר כהנים לוים וישראלים פשיטא כהנים איצטריכא ליה סד"א הואיל וכתיב (במדבר כט, א) יום תרועה יהיה לכם מאן דליתיה אלא בתקיעה דחד יומא חייב
15 «Jeder ist zum Posaunenblasen verpflichtet, Priester, Leviten und Jisraéliten.» Selbstverständlich? — Dies ist wegen der Priester nötig; da es heißt: <i>ein Tag des Lärmblasens soll er euch sein</i>, so könnte man glauben, dem das Blasen des einen Tages geboten ist, sei dazu verpflichtet,
טז והני כהנים הואיל ואיתנהו בתקיעה כוליה שתא דכתיב (במדבר י, י) ותקעתם בחצוצרות על עולותיכם אימא לא ליחייבו מי דמי התם חצוצרות הכא שופר
16 Priester aber, denen das Blasen das ganze Jahr geboten ist, wie es heißt: <i>ihr sollt bei euren Brandopfern mit Trompeten blasen</i>, seien dazu nicht verpflichtet. — Ist es denn gleich: da sind es Trompeten, hierbei aber ist es ein Blashorn!? —
יז איצטריך סלקא דעתך אמינא הואיל ותנן שוה היובל לראש השנה לתקיעה ולברכות דאיתיה במצות יובל איתיה במצות ראש השנה דליתיה במצות יובל ליתיה במצות ר"ה והני כהני הואיל וליתנהו במצות דיובל דתנן כהנים ולוים מוכרין לעולם
17 Dies ist nötig; da wir gelernt haben, der Jobeltag gleiche dem Neujahrsfeste hinsichtlich des Lärmblasens und der Segenssprüche, so könnte man glauben, wer dem Gebote des Jobels unterworfen ist, sei zum Gebote des Neujahres verpflichtet, und wer dem Gebote des Jobels nicht unterworfen ist, sei auch dem Gebote des Neujahres nicht unterworfen, somit seien Priester, die dem Gebote des Jobels nicht unterworfen sind, denn wir haben gelernt, Priester und Leviten dürfen immer verkaufen,