Beitzah 36

Kapitel 36

א בשרב ורוחץ אפילו במי משרה
1 erhitzt heimkommt und sogar in Einweichwasser badet. –
ב תינח בימות החמה בימות הגשמים מאי איכא למימר אמר רב נחמן בר יצחק פעמים שאדם בא מן השדה מלוכלך בטיט ובצואה ורוחץ אפילו בימות הגשמים
2 Allerdings im Sommer, wie ist es aber hinsichtlich der Regenzeit zu erklären!? R. Naḥman b.Jiçḥaq erwiderte: Es kommt vor, daß man vom Felde mit Lehm und Kot beschmutzt heimkommt und sogar in der Regenzeit badet. –
ג תינח בשבת ביוה"כ מאי איכא למימר
3 Allerdings am Šabbath, wie ist es aber hinsichtlich des Versöhnungstages zu erklären!?
ד אמר רבא מי איכא מידי דבשבת שרי וביוה"כ אסור אלא הואיל ובשבת שרי ביוה"כ נמי שרי
4 Raba erwiderte: Gibt es denn etwas, das am Šabbath erlaubt und am Versöhnungstag verboten wäre!? Da es nun am Šabbath erlaubt ist, ist es auch am Versöhnungstage erlaubt. –
ה ומי אית ליה לרבא הואיל והתנן החושש בשיניו לא יגמע בהן את החומץ אבל מטבל הוא כדרכו ואם נתרפא נתרפא ורמינן עלה לא יגמע ופולט אבל מגמע ובולע
5 Hält denn Raba von [der Folgerung] ‘da’, wir haben ja gelernt: Wer Zahnschmerzen hat, darf keinen Essig durch die Zähne schlürfen, wohl aber darf er wie gewöhnlich [Speisen in Essig] tunken, und wenn er gesund wird, so ist nichts dabei. Wir wiesen auf einen Widerspruch hin: Man darf nicht schlürfen und ausspeien, wohl aber schlürfen und herunterschlucken!?
ו ואמר אביי כי תנן נמי מתני' מגמע ופולט תנן ורבא אמר אפי' תימא מגמע ובולע ולא קשיא כאן קודם טבול כאן לאחר טבול
6 Und Abajje erwiderte, die Mišna spreche eben vom Schlürfen und Ausspeien. Raba aber erwiderte: Du kannst auch sagen, vom Schlürfen und Herunterschlucken, dennoch besteht hier kein Widerspruch; eines vor dem Eintunken und eines nach dem Eintunken.
ז ואם איתא נימא הואיל וקודם טבול שרי לאחר טבול נמי שרי הדר ביה רבא מההיא
7 Wenn dem so wäre, so sollte man doch sagen: ‘da’ es vor dem Eintunken erlaubt ist, sei es auch nach dem Eintunken erlaubt!? – Raba ist von jener Erklärung abgekommen. –
ח וממאי דמההיא הדר ביה דלמא מהא הדר ביה לא סלקא דעתך דתניא כל חייבי טבילות טובלין כדרכן בין בתשעה באב בין ביוה"כ:
8 Woher, daß er von jener abgekommen ist, vielleicht ist er von dieser abgekommen!? – Dies ist nicht anzunehmen, denn es wird gelehrt: Alle, die ein Reinigungsbad nehmen müssen, baden wie gewöhnlich, sowohl am Neunten Ab als auch am Versöhnungstage.
ט ושוין שמשיקין את המים בכלי אבן וכו': מאי אבל לא מטבילין אמר שמואל אין מטבילין את הכלי על גב מימיו לטהרו ביום טוב
9 S<small>IE STIMMEN ÜBEREIN, DASS MAN</small> W<small>ASSER IN EINEM</small> S<small>TEINGEFÄSSE &amp;C. IN</small> B<small>ERÜHRUNG BRINGEN DÜRFE</small>. Was heißt: jedoch nicht untertauchen. Šemuél erwiderte: Man darf am Festtage das Gefäß nicht durch das Wasser untertauchen, um es zu reinigen. –
י מני מתניתין לא רבי ולא רבנן דתניא אין מטבילין את הכלי על גב מימיו לטהרו ואין משיקין את המים בכלי אבן לטהרן דברי רבי וחכמים אומרים מטבילין כלי על גב מימיו לטהרו ומשיקין את המים בכלי אבן לטהרן
10 Wer lehrte unsere Mišna: weder Rabbi noch die Rabbanan!? Es wird nämlich gelehrt: Man darf das Gefäß nicht durch das Wasser untertauchen, um es zu reinigen, auch darf man kein Wasser in einem Steingefäße [mit reinem] in Berührung bringen, um es zu reinigen – so Rabbi. Die Weisen sagen, man dürfe ein Gefäß durch das Wasser untertauchen, um es zu reinigen, auch Wasser in einem Steingefäße [mit reinem] in Berührung bringen, um es zu reinigen.
יא מני אי רבי קשיא השקה אי רבנן קשיא הטבלה
11 Wer nun: wenn Rabbi, so widerspricht dem ja der Fall von der Berührung, und wenn die Rabbanan, so widerspricht dem ja der Fall vom Untertauchen. –
יב איבעית אימא רבי איבעית אימא רבנן אי בעית אימא רבי רישא דברייתא ביום טוב וסיפא בשבת וכולה מתניתין ביו"ט
12 Wenn du willst, sage ich: Rabbi, und wenn du willst, sage ich: die Rabbanan. Wenn du willst, sage ich: Rabbi, denn der Anfangssatz der Barajtha gilt vom Festtage und der Schlußsatz vom Šabbath, während unsere Mišna nur vom Festtage spricht,