Beitzah 41

Kapitel 41

א הורצה על מנת להקטיר אימורין לערב אם זרק דיעבד אין לכתחלה לא בשלמא לרבא ניחא אלא לרבה בר רב הונא קשיא קשיא ואיבעית אימא שאני שבות שבת משבות י"ט:
1 ‘Hat man es gesprengt’, nur wenn es bereits erfolgt ist, von vornherein aber nicht. Richtig ist dies nach Raba, gegen Rabba b.R. Hona ist dies ja aber ein Einwand!? – Dies ist ein Einwand. Wenn du aber willst, sage ich: anders ist die des Feierns wegen am Šabbath [verbotene Arbeit] als die des Feierns wegen am Feste [verbotene Arbeit].
ב בעא מניה רב אויא סבא מרב הונא בהמה חציה של נכרי וחציה של ישראל מהו לשחטה בי"ט אמר ליה מותר אמר ליה וכי מה בין זה לנדרים ונדבות אמר ליה עורבא פרח
2 R. Ivja der Greis fragte R. Hona: Darf man ein zur Hälfte einem Nichtjuden und zur Hälfte einem Jisraéliten gehörendes Vieh am Festtage schlachten? Dieser erwiderte: Es ist erlaubt. Jener sprach: Womit ist ein solches anders als Gelobtes und Gespendetes? Dieser erwiderte: Ein Rabe fliegt.
ג כי נפק אמר ליה רבה בריה לאו היינו רב אויא סבא דמשתבח ליה מר בגויה דגברא רבה הוא אמר ליה ומה אעביד ליה אני היום (שיר השירים ב, ה) סמכוני באשישות רפדוני בתפוחים ובעא מינאי מלתא דבעיא טעמא
3 Als jener hinausging, sprach sein Sohn Rabba zu ihm: War es nicht R. Ivja der Greis, den der Meister als bedeutenden Mann rühmte? Dieser erwiderte: Was sollte ich mit ihm machen!? Ich bin heute [in einer Stimmung von] <i>stärkt mich mit Traubenkuchen, erquickt mich mit Äpfeln</i>, und er fragt mich Dinge, die der Begründung benötigen. –
ד וטעמא מאי בהמה חציה של נכרי וחציה של ישראל מותר לשחטה בי"ט דאי אפשר לכזית בשר בלא שחיטה אבל נדרים ונדבות אסור לשחטן בי"ט דכהנים כי קא זכו משלחן גבוה קא זכו:
4 Was ist wirklich der Grund? – Ein zur Hälfte einem Nichtjuden und zur Hälfte einem Jisraéliten gehörendes Vieh darf man am Festtage schlachten, weil kein olivengroßes Stück Fleisch ohne Schlachten möglich ist, Gelobtes und Gespendetes darf man am Festtage nicht schlachten, weil die Priester [ihren Anteil] vom Tische Gottes erhalten.
ה אמר רב חסדא בהמה חציה של נכרי וחציה של ישראל מותר לשחטה ביום טוב דאי אפשר לכזית בשר בלא שחיטה עיסה חציה של נכרי וחציה של ישראל אסור לאפותה בי"ט דהא אפשר ליה למפלגה בלישה
5 R. Hisda sagte: Ein zur Hälfte einem Nichtjuden und zur Hälfte einem Jisraéliten gehörendes Vieh darf man am Festtage schlachten, weil kein olivengroßes Stück Fleisch ohne Schlachten möglich ist: den zur Hälfte einem Nichtjuden und zur Hälfte einem Jisraéliten gehörenden Teig darf man am Festtage nicht backen, weil man ihn beim Kneten teilen kann.
ו מתיב רב חנא בר חנילאי עיסת כלבים בזמן שהרועין אוכלין ממנה חייבת בחלה ומערבין בה ומשתתפין בה ומברכין עליה ומזמנין עליה ונאפת בי"ט ואדם יוצא בה ידי חובתו בפסח
6 R. Ḥana b. Ḥanilaj wandte ein: Hundeteig ist, wenn die Hirten davon essen, zur Teighebe pflichtig; ferner darf man damit einen E͑rub bereiten und eine Verbindung herstellen, darüber den Segen sprechen und den gemeinsamen Tischsegen, ihn am Festtage backen und man genügt damit seiner Pflicht am Pesaḥfeste. Weshalb denn, man kann ihn ja beim Kneten teilen!? –
ז ואמאי והא אפשר ליה למפלגה בלישה שאני עיסת כלבים הואיל ואפשר לפייסן בנבלה
7 Anders ist es beim Hundeteig, weil man [die Hunde] eventuell mit einem Aase befriedigen kann. –
ח ומי אית ליה לרב חסדא הואיל והא אתמר האופה מי"ט לחול רב חסדא אמר לוקה רבה אמר אינו לוקה
8 Hält denn R. Ḥisda von der Eventualität, es wurde ja gelehrt: Wer am Festtage für den Wochentag backt, erhält, wie R. Ḥisda sagt, Geißelhiebe, und wie Rabba sagt, keine Geißelhiebe.
ט רב חסדא אמר לוקה לא אמרינן הואיל ומקלעי ליה אורחים חזי ליה השתא נמי חזי ליה רבה אמר אינו לוקה אמרי' הואיל
9 R. Ḥisda sagt, er erhalte Geißelhiebe, denn wir sagen nicht, eventuell könnte er [das Gebäck] gebrauchen, wenn nämlich Gäste eintreffen, daher ist es auch jetzt für ihn brauchbar; Rabba sagt, er erhalte keine Geißelhiebe, denn wir berücksichtigen die Eventualität wohl!? –
י אלא לא תימא הואיל ואפשר אלא כגון דאית ליה נבלה דודאי אפשר לפייסן בנבלה:
10 Vielmehr, man sage nicht: eventuell [zu befriedigen] möglich, sondern in dem Falle, wenn die Hirten ein Aas haben, sodaß sie sie bestimmt damit befriedigen.
יא בעו מניה מרב הונא הני בני באגא דרמו עלייהו קמחא דבני חילא מהו לאפותה בי"ט אמר (ליה) חזינא אי יהבי ליה רפתא לינוקא ולא קפדי כל חדא וחדא חזיא לינוקא ושרי ואי לאו אסור
11 Man fragte R. Hona: Dürfen die Dörflinge, denen man Proviant für die Truppen zu liefern auferlegt hat, am Festtage backen? Dieser erwiderte: Wir beobachten: falls sie es dulden, daß man davon einem Kinde ein Stückchen Brot gibt, so ist jedes [Brot] für ein Kind brauchbar, sodann ist es erlaubt, wenn aber nicht, ist es verboten. –
יב והתניא מעשה בשמעון התימני שלא בא אמש לבית המדרש בשחרית מצאו [ר'] יהודה בן בבא אמר לו מפני מה לא באת אמש לבית המדרש אמר לו בלשת באה לעירנו ובקשה לחטוף את כל העיר ושחטנו להם עגל והאכלנום ופטרנום לשלום
12 Es wird ja aber gelehrt: Als einst Šimo͑n der Temanite abends nicht im Lehrhause war und R. Jehuda b.Baba ihn darauf traf, fragte er ihn: Weshalb warst du gestern abend nicht im Lehrhause? Dieser erwiderte: Ein Trupp kam in unsere Stadt und wollte die ganze Stadt plündern; da schlachteten wir für sie ein Kalb, verpflegten sie und ließen sie in Frieden ziehen.
יג אמר לו תמה אני אם לא יצא שכרכם בהפסדכם שהרי אמרה תורה לכם ולא לעובדי כוכבים ואמאי הא חזי למיכל מיניה
13 Da sprach jener: Es würde mich wundern, wenn ihr nicht euren Verdienst durch euren Verlust eingebüßt haben solltet. Die Tora sagte ja <i>für euch</i>, nicht aber für Nichtjuden. Weshalb denn, es war ja zum Essen brauchbar!?
יד אמר רב יוסף עגל טרפה הואי והא חזי לכלבים
14 R.Joseph erwiderte: Es war ein totverletztes Kalb. – Es war ja für Hunde brauchbar!? –
טו תנאי היא דתניא (שמות יב, טז) אך אשר יאכל לכל נפש הוא לבדו יעשה לכם ממשמע שנאמר לכל נפש שומע אני אפילו נפש בהמה במשמע כענין שנאמר (ויקרא כד, יח) ומכה נפש בהמה ישלמנה תלמוד לומר לכם
15 Hierüber [streiten] Tannaím, denn es wird gelehrt: <i>Nur was zur Speise für allerlei Seelen gehört, das allein darf von euch zubereitet werden</i>; aus den Worten <i>für allerlei Seelen</i> könnte man entnehmen, auch die Seele eines Tieres sei einbegriffen, wie es heißt: <i>wer die Seele eines Tieres erschlägt, der soll es bezahlen</i>, so heißt es <i>euch</i>,