Bekhorot 108

Kapitel 108

א יתעשרו מזה על זה א"ל אמר קרא (ויקרא כז, לב) העשירי תן עשירי לזה ותן עשירי לזה אי הכי כבשים ועזים נמי וצאן משמע כל צאן אחד
1 sollte doch von einer Art für die andre entrichtet werden!? Dieser erwiderte: Die Schrift sagt:<i>das Zehnte</i>; beziehe das ‘Zehnte’ auf dieses und beziehe das ‘Zehnte’ auf jenes. – Demnach sollte dies auch von Schaf und Ziege gelten!? – <i>Und Kleinvieh</i>, dies heißt, alles Kleinvieh ist eins. –
ב הכא נמי לימא משמע כל דגן אחד אמר אביי (במדבר יח, יב) ראשיתם וכן אמר ר' אילעא ראשיתם
2 Sollte man auch hierbei sagen, alle Getreidearten seien eins!? Abajje erwiderte:<i>Ihr Erstes</i>. Ebenso erklärte R. Ilea͑: <i>Ihr Erstes</i>.
ג רבא אמר בלא ראשיתם נמי משמע כל דגן אחד לא מצית אמרת בשלמא התם אמרינן וצאן משמע כל צאן אחד דאי סלקא דעתך כבשים ועזים נמי לכתוב וכל מעשר בהמה
3 Raba erwiderte: Auch abgesehen [vom Worte] <i>ihr Erstes</i> kannst du nicht sagen, daß alle Getreidearten eins seien. Allerdings sagen wir da: <i>und Kleinvieh</i>, dies heißt, alles Kleinvieh sei eins, denn wenn man sagen wollte, Schafe und Ziegen, so sollte es doch heißen: jeder Zehnt vom Vieh.
ד וכי תימא אי כתיב כל מעשר בהמה הוי אמינא אפילו חיה תחת תחת מקדשים גמר
4 Wollte man aber einwenden, hieße es: jeder Zehnt vom Vieh, so könnte man glauben, dies gelte auch von einem Wilde, so ist durch [das Wort] <i>unter</i>vom Heiligenzu folgern.
ה ואתי בק"ו מחדש וישן בקר וצאן למה לי בקר וצאן הוא דאין מתעשרין מזה על זה אבל כבשים ועזים מתעשרין
5 Da es nun [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere vom diesjährigen und vorjährigen zu folgernist und es dennoch heißt: <i>Rind und Kleinvieh</i>, so bedeutet dies: nur Rind und Kleinvieh sind nicht für einander zu verzehnten, wohl aber sind Schafe und Ziegen für einander zu verzehnten.
ו אבל הכא מי סגיא דלא כתיב דגן למעוטי שאר מינין
6 Aber kann denn hierbei [das Wort] <i>Getreide</i>, zur Ausschließung andrer Arten, fortgelassen werden!?
ז מתקיף לה רב הונא בריה דרב נחמן אימא לערבו לבקר בצאן אמר ליה מר זוטרא בריה דרב נחמן לרבא אית ליה נמי העשירי
7 R. Hona, Sohn des R. Naḥman, wandte ein: Vielleicht deutet dies auf die Mischung von Rind und Kleinvieh!? Mar Zuṭra, Sohn des R. Naḥman, erwiderte ihm: Auch Raba deutet [das Wort] <i>das Zehnte</i>.
ח איכא דאמרי אמר רבא בלא עשירי נמי לא מצית אמרת בקר וצאן מתעשרין מזה על זה דאיתקש מעשר בהמה למעשר דגן מה מעשר דגן ממין על שאינו מינו לא אף מעשר בהמה ממין על שאינו מינו לא
8 Manche lesen: Raba sagte: Auch abgesehen [vom Worte] <i>das Zehnte</i> kannst du nicht sagen, daß Rind und Kleinvieh für einander zu verzehnten sind, denn der Viehzehnt wird mit dem Getreidezehnten verglichen, wie den Getreidezehnten nicht von einer Art für eine andre Art, ebenso den Viehzehnten nicht von einer Art für eine andre Art. –
ט והא רבא הוא דאמר שנה לשנה הקשתיו ולא לדבר אחר הדר ביה רבא מההיא ואיבעית אימא חדא מיניה רב פפא אמרה:
9 Raba aber ist es ja, welcher deutet: <i>Jahr für Jahr</i>, ich habe sie nur hinsichtlich des Jahres verglichen, nicht aber hinsichtlich einer andren Sache!? – Raba ist davon abgekommen. Wenn du aber willst, sage ich, eines davon sagte R. Papa.
י <big><strong>מתני׳</strong></big> מעשר בהמה מצטרף כמלא רגל בהמה רועה וכמה היא רגל בהמה רועה ט"ז מיל היו בין אלו לאלו ל"ב מיל אין מצטרפין היו לו באמצע מביא ומעשרן באמצע ר"מ אומר הירדן מפסיק למעשר בהמה:
10 <b>B</b><small>EIM</small> V<small>IEHZEHNTEN ERFOLGT EINE</small> V<small>EREINIGUNG</small>[<small>AUF EINER</small> A<small>USDEHNUNG</small>] <small>SOWEIT EIN WEIDENDES</small> V<small>IEH SICH ENTFERNT</small>. W<small>IEVIEL BETRÄGT</small> [<small>EINE</small> A<small>USDEHNUNG</small>] <small>SOWEIT EIN WEIDENDES</small> V<small>IEH SICH ENTFERNT</small>? S<small>ECHZEHN</small> M<small>IL</small>. S<small>IND ZWISCHEN DIESEN UND JENEN ZWEIUNDDREISSIG</small> M<small>IL</small>, <small>SO WERDEN SIE NICHT VEREINIGT</small>; <small>BEFINDEN SICH WELCHE IN DER</small> M<small>ITTE</small>, <small>SO HOLE ER JENE UND VERZEHNTE SIE</small><small>IN DER</small> M<small>ITTE</small>. R. M<small>EÍR SAGT</small>, <small>DER</small> J<small>ARDEN GILT BEIM</small> V<small>IEHZEHNTEN ALS</small> T<small>RENNUNG</small>.
יא <big><strong>גמ׳</strong></big> מנא הני מילי
11 GEMARA. Woher dies?
יב אמר רבה בר שילא דאמר קרא (ירמיהו לג, יג) עוד תעבורנה הצאן ע"י מונה וקים להו לרבנן דשיתסר מיל קא שלטא ביה עינא דרועה:
12 Rabba b. Šila erwiderte: Die Schrift sagt: <i>noch sollen die Schafe unter des Zählenden Händen hindurchgehen</i>, und es war den Rabbanan bekannt, daß das Auge des Hirten sechzehn Ellen beherrscht.
יג היו בין אלו לאלו שלשים ושנים מיל אין מצטרפין וכו': שלשים ושנים הוא דאין מצטרפין הא בציר מהכי מצטרפין והא קתני ט"ז מיל טפי לא משום דקא בעי למיתנא סיפא היו לו באמצע מביא ומעשרן באמצע
13 S<small>IND ZWISCHEN DEN EINEN UND DEN ANDREN ZWEIUNDDREISSIG</small> M<small>IL</small>, <small>SO WERDEN SIE NICHT VEREINIGT</small> &amp;<small>C</small>. Nur zweiunddreißig werden nicht vereinigt, weniger aber werden wohl vereinigt: er lehrt ja aber sechzehn Mil, mehr aber nicht!? – Weil er im Schlußsatze lehren will: befinden sich welche in der Mitte, so hole er jene und verzehnte sie in der Mitte. –
יד וכמה אמר רב חמש מכאן וחמש מכאן וחמש מאמצע דהני חמש חזיא להכא וחזיא להכא
14 Wieviel? Rabh erwiderte: Fünf da, fünf dort und fünf in der Mitte, denn diese fünf können zu diesen und können zu jenen gezählt werden.
טו ושמואל אמר אפי' חמש מכאן וה' מכאן ואחד באמצע חזינן לרועה כמאן דקאי הכא וקרינן ביה מונה
15 Šemuél aber sagt, selbst wenn fünf sich da befinden, fünf dort und eines in der Mitte, denn wir betrachten den Hirten als dabefindlich, und er kann sie zählen.