Bekhorot 117

Kapitel 117

א אף תרומת מעשר נטלת באומד ובמחשבה ומעשר קרייה רחמנא תרומה דכתיב (במדבר יח, כד) כי את מעשר בני ישראל אשר ירימו לה' תרומה נתתי ללוים לנחלה ואיתקש מעשר בהמה למעשר דגן מה מעשר דגן ניטל באומד ובמחשבה אף מעשר בהמה ניטל באומד ובמחשבה
1 ebenso kann die Zehnthebe nach Vermutungund durch Bestimmungentrichtet werden. Den Zehnten nennt der Allbarmherzige ‘Hebe’, denn es heißt:<i>denn den Zehnten, den die Kinder Jisraél dem Herrn abheben, gebe ich den Leviten zum Erbbesitze</i>, und man vergleiche den Viehzehnten mit dem Getreidezehnten; wie der Getreidezehnt nach Vermutung und durch Bestimmung entrichtet werden kann, ebenso kann der Viehzehnt nach Vermutung und durch Bestimmung entrichtet werden.
ב אמר רבא עשירי מאליו הוא קדוש מנא ליה לרבא הא אילימא מהא דתניא אין לי אלא שקרא שמו עשירי לא קרא שמו עשירי מנין ת"ל עשירי יהיה קדש מ"מ
2 Raba sagte: Das Zehnte ist von selbstheilig. Woher entnimmt dies Raba? Wollte man sagen aus folgender Lehre: Ich weiß dies nur von dem Falle, wenn man es als zehntes bezeichnet hat, woher dies, wenn man es nicht als zehntes bezeichnet hat? Es heißt: <i>das zehnte soll heilig sein</i>, in jedem Falle.
ג ודלמא עשירי הוא דלא קרייה קדש קרייה אלא מהא דתניא קרא לתשיעי עשירי ויצא העשירי ולא דבר התשיעי נאכל במומו והעשירי מעשר
3 Aber vielleicht nur in dem Falle, wenn man es nicht als zehntes, wohl aber als heilig bezeichnethat!? – Vielmehr, aus folgender Lehre: Wenn man das neunte als zehntes bezeichnet und beim zehnten, wenn es herauskam, nichts gesagt hat, so darf das neunte fehlerbehaftet gegessen werden, und das zehnte ist Zehnt. –
ד ודלמא שאני התם דאיברר ליה עשירי אי נמי דאחוי עילויה
4 Aber vielleicht ist es da anders, da das zehnte ausgesondertist. Oder auch, wenn man auf dieses gezeigt hat. –
ה אלא מהא דתניא קרא לתשיעי עשירי ומת עשירי בדיר תשיעי נאכל במומו וכולם פטורין מ"ט כולם פטורים לאו משום דקדש ליה עשירי
5 Vielmehr aus folgender Lehre: Wenn man das neunte als zehntes bezeichnet hat und das zehnte in der Hürde verendet ist, so darf das neunte fehlerbehaftet gegessen werden und die andren sind frei. Die andren sind wohl deshalb frei, weil das zehnte heilig ist. –
ו ודלמא דאיפטרו במנין הראוי דהאמר רבא מנין הראוי פוטר
6 Vielleicht aber sind sie durch die zur Zählung geeignetenfrei, denn Raba sagte, die zur Zählung geeigneten machen die andren frei. –
ז אלא מהא דתניא קרא לתשיעי עשירי ונשתייר עשירי בדיר התשיעי נאכל במומו והעשירי מעשר והתניא תשיעי חולין
7 Vielmehr, aus folgender Lehre: Wenn man das neunte als zehntes bezeichnet hat und das zehnte in der Hürde geblieben ist, so darf das neunte fehlerbehaftet gegessen werden und das zehnte ist der Zehnt. – Es wird ja aber gelehrt, das neunte sei profan!? –
ח תני תנא קמיה דרב ששת הא מני ר"ש בן יהודה היא דתניא ר"ש בן יהודה אומר משום ר"ש
8 Ein Jünger lehrte vor R. Šešeth, hier sei die Ansicht des R. Šimo͑n b. Jehuda vertreten, denn es wird gelehrt: R. Šimo͑n b. Jehuda sagte im Namen R. Šimo͑ns,