Bekhorot 14

Kapitel 14

א הטמא והני נמי מינא דטמא הוא
1 sondern: vomUnreinen, und auch dieser gehört zur Art des Unreinen.
ב ואיכא דאמרי דסוסים וגמלים לא קא מיבעיא להו דלא שתו אינשי כי קמיבעיא להו דחמור דשתו אינשי ומעלו לירקונא מאי
2 Manche sagen: Von dem des Pferdes und des Kamels ist es nicht fraglich, da ihn Menschen nicht trinken, fraglich ist es nur von dem des Esels, den Menschen trinken, weil er gegen Gelbsucht verwendet wird; wie ist es nun?
ג אמר להו רב ששת תניתוה היוצא מן הטמא טמא והיוצא מן הטהור טהור והני נמי מטמא קאתי
3 R. Šešeth erwiderte ihnen: Ihr habt es gelernt: Was vom Unreinen kommt, ist unrein, und was vom Reinen kommt, ist rein, und auch dieser kommt vom Unreinen.
ד מיתיבי מפני מה אמרו דבש דבורים מותר מפני שמכניסות אותו לגופן ואין ממצות אותו מגופן
4 Man wandte ein: Weshalb sagten sie, der Honig der Bienen sei erlaubt? Weil sie ihn in den Körper bringen, jedoch nicht aus dem Körper pressen. –
ה הוא דאמר כר' יעקב דאמר דובשא רחמנא שרייה
5 Er ist der Ansicht R. Ja͑qobs, welcher sagte, den Honig hat der Allbarmherzige erlaubt.
ו דתניא ר' יעקב אומר (ויקרא יא, כא) אך את זה תאכלו מכל שרץ העוף זה אתה אוכל ואי אתה אוכל שרץ עוף טמא
6 Es wird nämlich gelehrt: R. Ja͑qob sagte:<i>Dieses aber dürft ihr von allem beflügelten Kriechgetier e essen;</i> dieses darfst du essen, nicht aber darfst du unreines beflügeltes Kriechgetier essen. –
ז שרץ עוף טמא בהדיא כתיב אלא שרץ עוף טמא אי אתה אוכל אבל אתה אוכל מה שעוף טמא משריץ ואיזה זה זה דבש דבורים
7 Vom beflügelten Kriechgetiere ist dies ja ausdrücklich geschrieben!? – Vielmehr, du darfst unreines, beflügeltes Kriechgetier nicht essen, wohl aber darfst du essen, was das unreine Beflügelte auswirft, nämlich Bienenhonig.
ח יכול אף דבש הגזין והצירעין אמרת לא ומה ראית לרבות דבורים ולהוציא הגזין והצירעין מרבה אני דבש דבורים שאין לו שם לווי ומוציא אני דבש הגזין והצירעין שיש לו שם לווי
8 Man könnte glauben, auch den Honig der Wespen und Hornissen, so sage man: nein. Was veranlagt dich, den der Bienen einzuschließen und den der Wespen und Hornissen auszuschließen? Ich schließe den Honig der Bienen ein, der keinen Beinamenhat.
ט כמאן אזלא הא דתניא דבש הגזין והצירעין טהור ומותר באכילה דלא כרבי יעקב
9 und ich schließe den Honig der Wespen und Hornissen aus, der einen Beinamen hat. Die Lehre, der Honig der Wespen und Hornissen sei rein und zum Essen erlaubt, vertritt also nicht die Ansicht des R. Ja͑qob.
י טהור אלמא בעי מחשבה תניא נמי הכי דבש בכוורתו מטמא טומאת אוכלין שלא במחשבה
10 Wenn er rein ist, so ist ja die Absichterforderlich. Ebenso wird gelehrt: Honig im Bienenstocke ist auch ohne Absicht als Speise verunreinigungsfähig.
יא חלי דיחמורתא סבור רבנן למימר ביעי נינהו ואסירן אמר רב ספרא זרעא דאילא הוא דאזיל בתר אילתא ואיידי דרחמה צר לא מזדקקא ואזיל בתר יחמורתא ונתרי
11 Von den Kügelchen der Hirschkuhwollten die Rabbanan sagen, sie seien Eier und verboten, da sprach R. Saphra zu ihnen: Es sind Samentropfen des Hirschbockes, der der Hinde folgt und sich mit ihr nicht begatten kann, weil ihr Muttermund eng ist; er folgt der Hirschkuh, und sie lagern sich ab.
יב אמר רב הונא עור הבא כנגד פניו של חמור מותר מ"ט פירשא בעלמא הוא
12 R. Hona sagte: Die Haut, die vor dem Gesichte des Eselsmitkommt, ist erlaubt, denn es ist nur eine Masse.
יג א"ל רב חסדא תניא דמסייע לך עור הבא כנגד פניו של אדם בין חי בין מת טהור מאי לאו בין הוא חי ואמו חיה בין הוא מת ואמו מתה
13 R. Ḥisda sprach zu ihm: Es gibt eine Lehre als Stütze für dich: Die Haut, die vor dem Gesichte eines Menschen mitkommt, ob eines lebenden oder eines toten, ist rein. Doch wohl, ob er lebt und die Mutter lebt, oder er lebt und die Mutter totist. –
יד לא בין הוא חי ואמו מתה בין הוא מת ואמו חיה והתניא בין הוא חי ואמו חיה בין הוא מת ואמו מתה אי תניא תניא:
14 Nein, ob er lebt und die Mutter tot ist, oder er tot ist und die Mutter lebt. – Es wird ja aber gelehrt: einerlei ob er lebt und die Mutter lebt, oder er tot ist und die Mutter tot ist!? – Ist dies gelehrt worden, so ist es gelehrt worden.
טו <big><strong>מתני׳</strong></big> דג טמא שבלע דג טהור מותר באכילה וטהור שבלע דג טמא אסור באכילה לפי שאינו גידולו:
15 <b>H</b><small>AT EIN UNREINER</small> F<small>ISCH EINEN REINEN</small> F<small>ISCH VERSCHLUNGEN, SO IST ER ZUM</small> E<small>SSEN ERLAUBT, HAT ABER EIN REINER</small> F<small>ISCH EINEN UNREINEN</small> F<small>ISCH VERSCHLUNGEN, SO IST ER ZUM</small> E<small>SSEN VERBOTEN, WEIL ER NICHT SEIN</small> E<small>RZEUGNIS IST.</small>
טז <big><strong>גמ׳</strong></big> טעמא דחזיניה דבלע הא לא חזיניה דבלע אמרי אשרוצי אשריץ
16 GEMARA. Nur wenn man ihn verschlingen gesehen hat, wenn man ihn aber nicht verschlingen gesehen hat, sagen wir, er sei seine Brut. Woher dies? –
יז מנלן דתניא דג טמא משריץ דג טהור מטיל ביצים אי הכי כי חזינא דבלע אמרי' האי איעכלא והאי אשרוצי אשריץ
17 Es wird gelehrt: Ein unreiner Fisch wirft Junge, ein reiner Fisch legt Eier. – Demnach sollte man, auch wenn man ihn verschlingen gesehen hat, sagen, er habe jenen verdaut, und dieser sei seine Brut!?
יח אמר רב ששת כגון שמצאו דרך הריעי רב פפא אמר כגון שמצאו דרך בית הבליעה רב נחמן אמר כגון שמצאו שלם
18 R. Šešeth erwiderte: Wenn er ihn durch den After ausgestoßen hat. R. Papa erwiderte: Wenn er ihn durch den Schlund ausgestoßen hat. R. Naḥman erwiderte: Wenn man ihn vollständig entwickelt findet.
יט רב אשי אמר רוב דגים במינן משריצין וכמי שבלע לפנינו דמי:
19 R. Aši erwiderte: Die meisten Fische bringen eine gleichartige Brut hervor, und es ist ebenso, als würde er ihn vor uns verschlungen haben.
כ ת"ר דג טמא משריץ דג טהור מטיל ביצים כל המוליד מניק וכל המטיל ביצים מלקט חוץ מעטלף שאף על פי שמטיל ביצים מניק
20 Die Rabbanan lehrten: Ein unreiner Fisch wirft Junge, ein reiner Fisch legt Eier. Was gebiert, säugt, und was Eier legt, sammelt, ausgenommen die Fledermaus, die säugt, obgleich sie Eier legt.