Bekhorot 3

Kapitel 3

א מתני׳ <big><strong>הלוקח</strong></big> עובר חמורו של עובד כוכבים והמוכר לו אע"פ שאינו רשאי המשתתף לו והמקבל הימנו והנותן לו בקבלה פטור מן הבכורה שנאמר בישראל אבל לא באחרים:
1 <b>W</b>ER <small>VON EINEM</small> N<small>ICHTJUDEN DIE</small> G<small>EBURT</small> <small>SEINES</small> E<small>SELS KAUFT ODER IHM, OBGLEICH MAN DIES NICHT</small> <small>DARF, VERKAUFT, ODER MIT IHM DARAN BETEILIGT IST, ODER VON IHM EINEN</small> [<small>ZUR</small> A<small>UFZUCHT</small>] <small>ÜBERNIMMT ODER IHM ÜBERGIBT, IST VON DER</small> E<small>RSTGEBURTSPFLICHT FREI, DENN ES HEISST</small>: <i>in Jisroél,</i> <small>NICHT ABER VON ANDEREN</small>.
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> כל הני למה לי
2 GEMARA. Wozu dies alles? –
ג צריכי דאי תנא לוקח ה"א משום דקא מייתי לה לקדושה אבל מוכר דקא מפקע לה מקדושה אימא ליקנסיה קמ"ל
3 Dies ist nötig. Würde er es nur vom Kaufen gelehrt haben, so könnte man glauben, weil man [die Erstgeburt] zur Heiligkeit bringt, beim Verkaufe aber, wobei man sie aus der Heiligkeit bringt, maßregle man ihn, so lehrt er uns. –
ד והמשתתף לו למה לי לאפוקי מדרבי יהודה דאמר שותפות עובד כוכבים חייבת בבכורה קמשמע לן דפטורה מן הבכורה
4 Wozu ist dies von der Beteiligung nötig? – Dies schließt die Ansicht R. Jehudas aus, welcher sagt, man sei bei Beteiligung eines Nichtjuden erstgeburtspflichtig; er lehrt uns, daß man nicht erstgeburtspflichtig ist. –
ה והמקבל ל"ל משום דקא בעי למיתני והנותן לו בקבלה
5 Wozu ist dies von der Übernahme [zur Aufzucht] nötig? – Weil er es von der Übergabe [zur Aufzucht] lehren will. –
ו והנותן לו בקבלה למה לי איצטריך סד"א הואיל ועיקר בהמה דישראל היא ליקנסיה דלמא אתי לאיחלופי בבהמה אחריתי קמשמע לן
6 Wozu ist dies von der Übergabe [zur Aufzucht] nötig? – Dies ist nötig. Man könnte glauben, man maßregle ihn, weil das Vieh selbst dem Jisraéliten gehört und jener es mit einem anderen Vieh vertauschen könnte, so lehrt er uns.
ז תנן התם ר' יהודה מתיר בשבורה בן בתירא מתיר בסוס
7 Dort haben wir gelernt: R. Jehuda erlaubt dies bei einem Gebrochenen. Ben Bethera erlaubt es bei einem Pferde.
ח איבעיא להו עובר מה לי א"ר יהודה טעמא דר' יהודה התם דשרי משום דשבורה עובר נמי שבור הוא או דלמא שבורה לאו היינו אורחיה אבל עובר כיון דהיינו אורחיה לאו שבור הוא
8 Sie fragten: Welcher Ansicht ist R. Jehuda bei der Geburt? Ist da der Grund R. Jehudas, weil es ein Gebrochenes ist, und auch die Geburt ist ein Gebrochenes, oder aber gilt dies vom Gebrochenen, das ungewöhnlich ist, die Geburt aber, die nicht ungewöhnlich ist, gilt nicht als Gebrochenes?
ט ת"ש והמוכר לו אף על פי שאינו רשאי ולא פליג ר' יהודה
9 Komm und höre: oder ihm, obgleich man dies nicht darf, verkauft. Und R. Jehuda streitet nicht. –
י וליטעמיך המשתתף לו והמקבל ממנו והנותן לו בקבלה דלא קתני הכי נמי דלא פליג
10 Streitet er etwa, nach deiner Auffassung, nicht hinsichtlich der Beteiligung und der Übernahme oder Übergabe [zur Aufzucht], wovon er dies ebenfalls nicht lehrt!?
יא אלא פליג ולא קתני ה"נ פליג ולא קתני:
11 Vielmehr streitet er, und er lehrt dies nicht, ebenso streitet er auch diesbezüglich, und er lehrt dies nicht. –
יב ת"ש ר' יהודה אומר המקבל בהמה מן העובד כוכבים וילדה מעלין אותו בשוויו ונותן חצי דמיו לכהן והנותן לו בקבלה אף על פי שאינו רשאי קונסים אותו עד עשרה בדמיו ונותן כל דמיו לכהן
12 Komm und höre: R. Jehuda sagt, wenn jemand ein Vieh von einem Nichtjuden [zur Aufzucht] übernimmt und es wirft, so schätze man ihm den Wert, und er gebe die Hälfte des Wertes dem Priester, und wenn jemand ihm eines [zur Aufzucht] übergibt, obgleich man dies nicht darf, so maßregle man ihn bis zum Zehnfachen des Wertes, und er gebe den ganzen Wert dem Priester.