Bekhorot 30

Kapitel 30

א איכא דאמרי (דברים יב, טו) תזבח ואכלת אין לך בהן היתר אכילה אלא משעת זביחה ואילך אבל פודין את הקדשים להאכילן לכלבים ה"נ דאמר:
1 anche sagen: <i>Du sollst schlachten und essen,</i> du darfst davon essen erst nach dem Schlachten; man darf aber Opfertiere auslösen, um sie den Hunden zum Fressen zu geben. (Das meint er auch.)
ב וולדן וחלבן אסור לאחר פדיונן: היכי דמי אילימא דאיעבר ואיתיליד לאחר פדיונן אמאי ולד צבי ואיל נינהו אלא דאיעבר לפני פדיונן ואיתיליד לאחר פדיונן הא לפני פדיונן מיקדש נמי קדשי
2 I<small>HRE</small> J<small>UNGEN UND IHRE</small> M<small>ILCH NACH DER</small> A<small>USLÖSUNG SIND VERBOTEN.</small> In welchem Falle: wollte man sagen, wenn sie trächtig wurden und geworfen haben nach der Auslösung, weshalb denn, sie sind ja die Jungen von Hirsch und Reh. Doch wohl, wenn sie vor der Auslösung trächtig wurden und nach der Auslösung geworfen haben; wenn aber vor der Auslösung, sind auch diese heilig.
ג מנא הני מילי דתנו רבנן זכר לרבות את הולד ונקבה לרבות את התמורה
3 Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: <i>Männlich</i>, dies schließt das Junge ein; <i>weiblich,</i> dies schließt das Eingetauschte ein.
ד ואין לי אלא ולד תמימין ותמורת תמימים ולדי בעלי מומין ותמורת בעלי מומין מנין כשהוא אומר אם זכר לרבות ולד בעלי מומין אם נקבה לרבות תמורת בעלי מומין
4 Ich weiß dies nur vom Jungen von fehlerfreien und dem Eingetauschten von fehlerfreien, woher dies vom Jungen der fehlerbehafteten und dem Eingetauschten von fehlerbehafteten? Wenn es heißt: <i>wenn männlich,</i> so schließt dies das Junge der fehlerbehafteten ein, <i>wenn weiblich,</i> so schließt dies das Eingetauschte der fehlerbehafteten ein.
ה אותן ולדות שלאחר פדיונן מה תהא עליהן לפני פדיונן מיפלג פליגי בהו איכא למאן דאמר קדשי ליקרב ואיכא למאן דאמר קדשי לרעייה
5 Was geschieht mit den Jungen [aus der Zeit] nach der Auslösung, bevor sie ausgelöstwerden? – Hierüber besteht ein Streit; mancher sagt, sie seien zur Darbringung heilig, und mancher sagt, sie seien zum Weidenheilig. –
ו דלאחר פדיונן מה תהא עליהן אמר רב הונא כונסן לכיפה והן מתין דהיכי ליעביד ליקרבינהו מכח קדושה דחויה קאתו ליפרקינהו לא אלימי למיתפס פדיונן
6 Was geschieht mit [den Jungen aus der Zeit] nach der Auslösung? R. Hona erwiderte: Man sperre sie in einen Raum und lasse sie verenden. Was sollte man mit ihnen sonst machen: wollte man sie darbringen, so kommen sie ja von einer verdrängten Heiligkeit, und wollte man sie auslösen, so sind sie nicht genügend [heilig], ihre Lösung zu erfassen.
ז אמרי במערבא משמיה דרבי חנינא סמוך לפדיונן מתפיסן לשם אותו זבח סמוך לפדיונן למימרא דבני פדייה נינהו אלא אימא סמוך לפדיון אמן מתפיסן לשם אותו זבח טעמא מאי אמר רבי לוי גזירה שמא יגדל מהן עדרים עדרים
7 Im Westen sagten sie im Namen R. Ḥaninas, man lasse sie kurz vor ihrer Auslösung auf den Namen des betreffenden Opfers erfassen. – ‘Kurz vor ihrer Auslösung’; sind sie denn auslösbar!? – Sage vielmehr, man lasse sie kurz vor der Auslösung der Mutter auf den Namen des betreffenden Opfers erfassen. – Aus welchem Grunde? R. Levi erwiderte: Es ist zu berücksichtigen, man könnte aus ihnen ganze Herden züchten.
ח בעא מיניה רבינא מרב ששת מהו שמתפיסן לכל זבח שירצה א"ל אין מתפיסן מאי טעמא אמר ליה גמר בשעריך בשעריך מבכור מה בכור אין מתפיסן לכל זבח שירצה דכתיב (ויקרא כז, כו) אך בכור אשר יבוכר לה' בבהמה וגו' לא יקדיש איש אותו אף הני אין מתפיסן לכל זבח שירצה
8 Rabina fragte R. Šešeth: Darf man sie als Opfer nach Belieben erfassen lassen? Dieser erwiderte ihm: Man kann sie nicht erfassen lassen. – Weshalb? Dieser erwiderte: Es ist durch [das Wort] <i>in deinen Toren</i>vom Erstgeborenen zu folgern: wie man das Erstgeborene nicht als irgend ein beliebiges Opfer erfassen lassen kann, denn es heißt:<i>doch ein Erstgeborenes, das erstgeboren dem Herrn gewidmet ist, soll keiner heiligen,</i> ebenso kann man auch diese nicht als Opfer nach Belieben erfassen lassen.
ט תניא כוותיה דרב ששת קדשים שקדם מום קבוע להקדישן ונפדו חייבין בבכורה ובמתנות בין לפני פדיונן בין לאחר פדיונן הגוזז והעובד בהן אינו סופג את הארבעים בין לפני פדיונן בין לאחר פדיונן אין עושין תמורה
9 Übereinstimmend mit R. Šešeth wird gelehrt: Wenn Opfertiere, die vor der Heiligung mit einem bleibenden Fehler behaftet waren, ausgelöst worden sind, so ist es zur Erstgeburt und zu den Priestergaben pflichtig. Wer sie vor ihrer Auslösung oder nach ihrer Auslösung schert oder zur Arbeit verwendet, erhält nicht die vierzig [Geißelhiebe]. Sie übertragen, ob vor ihrer Auslösung oder nach ihrer Auslösung, nicht [die Heiligkeit] auf das Eingetauschte.
י ולפני פדיונן מועלין בהן ולאחר פדיונן אין מועלין בהן וולדותיהן חול ונפדין תמימים ומתפיסן לכל זבח שירצה כללו של דבר הרי הן כחולין לכל דבריהם אין לך בהם אלא מצות עלוי בלבד
10 Vor ihrer Auslösung gibt es bei ihnen eine Veruntreuung, nach ihrer Auslösung gibt es bei ihnen keine Veruntreuung. Ihre Jungen sind profan und fehlerfrei auszulösen, und man kann sie als jedes Opfer nach Belieben erfassen lassen. Die Regel hierbei ist: sie gelten in jeder Hinsicht als profan, nur haftet ihnen das Gebot der Schätzungan.
יא אבל קדם הקדישן את מומן או מום עובר להקדישן ולאחר מכאן נולד מום קבוע ונפדו פטורין מן הבכורה ומן המתנות בין לפני פדיונן בין לאחר פדיונן הגוזז והעובד בהן סופג את הארבעים ובין לפני פדיונן בין לאחר פדיונן עושין תמורה
11 Wenn aber ihre Heiligung erfolgt ist, bevor sie den Leibesfehler hatten, oder sie einen vorübergehenden Leibesfehler [vor] ihrer Heiligung hatten und nachher einen bleibenden Leibesfehler bekommen haben und ausgelöst worden sind, so sind sie frei von der Erstgeburt und den Priestergaben. Wer sie, ob vor ihrer Auslösung oder nach ihrer Auslösung, schert oder zur Arbeit verwendet, erhält die vierzig [Geißelhiebe].
יב לפני פדיונן מועלין בהן ולאחר פדיונן אין מועלין בהן וולדותיהן קודש ואין ניפדין תמימין ואין מתפיסן לכל זבח שירצה כללו של דבר הרי הן כהקדש לכל דבריהם ואין לך בהן אלא היתר אכילה בלבד
12 Sie übertragen, ob vor ihrer Auslösung oder nach ihrer Auslösung, [die Heiligkeit] auf das Eingetauschte. Vor ihrer Auslösung gibt es bei ihnen eine Veruntreuung, nach ihrer Auslösung gibt es bei ihnen keine Veruntreuung. Ihre Jungen sind heilig und sind fehlerfrei nicht auszulösen, und man kann sie nicht als Opfer nach Belieben erfassen lassen. Die Regel hierbei ist: sie gelten in jeder Hinsicht als heilig, nur sind sie zum Essen erlaubt.
יג כללו של דבר דרישא לאתויי שוחטן בחוץ דפטור כללו של דבר דסיפא
13 Die Regel im Anfangsatze schließt das Schlachten außerhalbein, daß maxi frei ist, und die Regel im Schlußsatze