Bekhorot 67

Kapitel 67

א אלא שלא יתן בו מום מנין שלא יביא דבילה ובצק ויניחנה על האוזן כדי שיבא כלב ויאכלנה ת"ל כל מום אחד מום ואחד כל מום
1 ich weiß nur, daß man ihm keinen Leibesfehler beibringen darf, woher, daß man ihm [beispielsweise] nicht eine Preßfeige oder Teig aufs Ohr legen darf, damit ein Hund komme und es fresse? Es heißt: <i>keinerlei Gebrechen</i>, es heißt <i>Gebrechen</i> und es heißt <i>keinerlei Gebrechen</i>.
ב הכא בקראי פליגי דאמר רב יהודה אמר שמואל וכן אמר ר"ל וכן אמר ר"נ אמר רבה בר אבוה (במדבר יח, ח) ואני הנה נתתי לך את משמרת תרומתי
2 Und auch da streiten sie über Schriftverse, denn R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls, und ebenso sagte Reš Laqiš, und ebenso sagte R. Naḥman im Namen des Rabba b. Abuha:<i>Und ich, siehe, überweise dir, was von meinen Heben aufzubewahren ist</i>;
ג ר"א סבר בשתי תרומות הכתוב מדבר אחת תרומ' טהורה ואחת תרומ' תלויה ואמר רחמנא עביד לה שימור ורבי יהושע תרומתי כתיב
3 R. Elea͑zar sagt, die Schrift spreche von zwei Heben, von einer reinen Hebe und von einer zweifelhaft [reinen] Hebe, und der Allbarmherzige sagt, daß man es bewahre. – Und R. Jehošua͑!? – Es heißt: <i>meine Hebe</i>. –
ד למימרא דר' אליעזר סבר יש אם למקרא ורמינהי (שמות כא, ח) בבגדו בה כיון שפירש טליתו עליה שוב אינו רשאי למוכרה דברי ר"ע
4 Demnach wäre R. Elie͑zer der Ansicht, die Lesartsei maßgebend; ich will auf einen Widerspruch hinweisen:<i>Wenn er an ihr treulos handelt</i>, sobald dieser über sie sein Gewand ausgebreitet hat, darf ersie nicht mehr verkaufen – so R. A͑qiba.
ה ר"א אומר כיון שבגד בה שוב אינו רשאי למוכרה
5 R. Elie͑zer sagt, sobald er treulos an ihr gehandelthat, darf er sie nicht mehr verkaufen. –
ו אלא הכא בהא קמיפלגי ר' יהושע סבר הראויה לך שמור ושאינה ראויה לך לא תשמור ור"א הא נמי ראויה היא שמא יבוא אליהו ויטהרנה
6 Vielmehr, ihr Streit besteht darin: R. Jehošua͑ ist der Ansicht, was für dich geeignet, mußt du bewahren, und was für dich ungeeignet, brauchst du nicht zu bewahren, und R. Elie͑zer ist der Ansicht, auch dieses heiße geeignet, weil Elijahu kommen und es als rein erklären kann.
ז אמר רב יהודה אמר שמואל הלכה כר"ש מתקיף לה ר"נ בר יצחק הי ר"ש אילימא ר"ש דמתני' עד השתא לא אשמעינן שמואל דבר שאין מתכוין מותר
7 R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie R. Šimo͑n. R. Naḥman b. Jiçḥaq wandte ein: Welcher R. Šimo͑n, wollte man sagen, R. Šimo͑n unserer Mišna, [so ist ja zu erwidern:] hat Šemuél uns etwa nicht bereits gelehrt, daß die unbeabsichtigte Handlung erlaubt sei!?
ח והא ר' חייא בר אשי אמר רב הלכה כר' יהודה ורב חנין בר אשי אמר שמואל הלכה כר"ש ורב חייא בר אבין מתני בלא גברי רב אמר הלכה כר' יהודה ושמואל אמר הלכה כר"ש
8 R. Ḥija b. Aši sagte nämlich im Namen Rabhs, die Halakha sei wie R. Jehuda, und R. Ḥanin b. Aši sagte im Namen Šemuéls, die Halakha sei wie R. Šimo͑n, und R. Ḥija b. Abin lehrte es ohne Nennung von [Zwischen]personen: Rabh sagt, die Halakha sei wie R. Jehuda, und Šemuél sagt, die Halakha sei wie R. Šimo͑n. –
ט אלא ר"ש דברייתא ורב שישא בריה דרב אידי מתני לה בהדיא אמר רב יהודה אמר שמואל הלכה כר"ש דברייתא:
9 Vielmehr, es ist die Lehre R. Šimo͑ns in der Barajtha. R. Šiša, Sohn des R. Idi, lehrte es ausdrücklich: R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie die Lehre R. Šimo͑ns in der Barajtha.
י <big><strong>מתני׳</strong></big> הצורם אוזן בבכור הרי זה לא ישחוט עולמית דברי רבי אליעזר וחכמים אומרים נולד בו מום אחר ישחוט עליו:
10 <b>W</b><small>ENN JEMAND EINEM</small> E<small>RSTGEBORENEN DAS</small> O<small>HR GESCHLITZT HAT</small>, <small>SO DARF ER ES NIE SCHLACHTEN</small> – <small>SO</small> R. E<small>LIE͑ZER</small>. D<small>IE</small> W<small>EISEN SAGEN</small>, <small>HAT ES EINEN ANDEREN</small> L<small>EIBESFEHLER BEKOMMEN</small>, <small>SO DARF ER ES DARAUFHIN SCHLACHTEN</small>.
יא <big><strong>גמ׳</strong></big> ומי קניס רבי אליעזר לעולם ורמינהי מי שהיתה לו בהרת
11 GEMARA. Maßregelt denn R. Elie͑zer für immer, ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Wenn jemand einen Aussatzfleckhatte