Chagigah 37

Kapitel 37

א כאן למעשר ומנא תימרא דחולין לא בעו כוונה דתנן גל שנתלש ובו ארבעים סאה ונפל על האדם ועל הכלים טהורין קתני אדם דומיא דכלים מה כלים דלא מכווני אף אדם דלא מכוין
1 und das andere für [zweiten] Zehnten. – Woher entnimmst du, daß für Profanes die Beabsichtigung nicht erforderlich ist? – Wir haben gelernt: Wenn eine Welle von vierzig Seá sich löst und auf einen Menschen oder auf Geräte fällt, so sind sie rein. Er lehrt dies von einem Menschen wie von Geräten; wie Geräte nicht beabsichtigen, ebenso bei einem Menschen, wenn er es nicht beabsichtigt. –
ב וממאי דלמא ביושב ומצפה אימתי יתלש הגל עסקינן וכלים דומיא דאדם מה אדם דבר כוונה אף כלים דמכוין להו
2 Wieso denn, vielleicht in dem Falle, wenn man sitzt und wartet, daß die Welle sich löse. Es gilt vielmehr von Geräten wie von Menschen: wie ein Mensch beabsichtigen kann, ebenso bei Geräten, wenn man es beabsichtigt.
ג וכי תימא ביושב ומצפה מאי למימרא
3 Wolltest du erwidern, von dem Falle, wenn man sitzt und darauf wartet, brauche dies nicht gelehrt zu werden,
ד סלקא דעתך אמינא ליגזור דלמא אתי למיטבל בחרדלית של גשמים א"נ נגזור ראשין אטו כיפין קמ"ל דלא גזרינן
4 so lehrt er es nur deshalb, weil man glauben könnte, es sei zu berücksichtigen, man könnte dazu kommen, in einem Sturzbade unterzutauchen, oder beim Wellenboden sei der Wellenbogen zu berücksichtigen; er lehrt uns somit, daß man dies nicht berücksichtige. –
ה ומנא תימרא דלא מטבילין בכיפין דתניא מטבילין בראשין ואין מטבילין בכיפין לפי שאין מטבילין באויר
5 Woher weißt du, daß man nicht im Wellenbogen untertauche? – Es wird gelehrt: Man tauche im Wellenboden unter, nicht aber im Wellenbogen, weil man nicht in der Luft untertauchen kann. –
ו אלא מהא דתנן פירות שנפלו לתוך אמת המים ופשט מי שידיו טמאות ונטלן ידיו טהורות ופירות אינן בכי יותן
6 Vielmehr aus dem, was wir gelernt haben: Wenn Früchte in einen Teich gefallen sind und jemand, dessen Hände unrein sind, sie herausholt, so sind seine Hände rein und die Früchte sind nicht verunreinigungsfähig;
ז ואם בשביל שיודחו ידיו ידיו טהורות והפירות הרי הן בכי יותן
7 beabsichtigt er aber, die Hände abzuspülen, so sind seine Hände rein und die Früchte verunreinigungsfähig.
ח איתיביה רבה לרב נחמן הטובל לחולין והוחזק לחולין אסור למעשר הוחזק אין לא הוחזק לא
8 Rabba wandte gegen R. Naḥman ein: Wer auf Profanes beschränkt für Profanes untergetaucht ist, dem ist der Zehnt verboten. Nur wenn auf Profanes beschränkt, sonst aber nicht!? –
ט ה"ק אע"פ שהוחזק לחולין אסור למעשר
9 Er meint es wie folgt: obgleich für Profanes beabsichtigt, ist ihm der Zehnt verboten.
י איתיביה טבל ולא הוחזק כאילו לא טבל מאי לאו כאילו לא טבל כלל
10 Er wandte gegen ihn ein: Tauchte er ohne Absicht unter, so ist es ebenso, als wäre er nicht untergetaucht. Doch wohl, als wäre er überhaupt nicht untergetaucht!? –
יא לא כאילו לא טבל למעשר אבל טבל לחולין הוא סבר דחי קא מדחי ליה נפק דק ואשכח דתניא טבל ולא הוחזק אסור למעשר ומותר לחולין
11 Nein, als wäre er nicht für den Zehnten untergetaucht, wohl aber für Profanes. Jener glaubte anfangs, er wolle ihn nur abweisen, als er aber fortging und nachdachte, fand er folgende Lehre. Tauchte er ohne Absicht unter, so ist ihm der Zehnt verboten und Profanes erlaubt.
יב אר"א טבל ועלה מחזיק עצמו לכל מה שירצה
12 R.Elea͑zar sagte: Wenn jemand untergetaucht und wieder heraufgestiegen ist, so darf er nach Belieben beabsichtigen.
יג מיתיבי עודהו רגלו אחת במים הוחזק לדבר קל מחזיק עצמו לדבר חמור עלה שוב אינו מחזיק
13 Man wandte ein: Solange er noch einen Fuß im Wasser hat, kann er, wenn er [das Untertauchen] für Leichtes beabsichtigt hatte, es für Schweres beabsichtigen, ist er [aus dem Wasser] gestiegen, so kann er nicht mehr beabsichtigen.
יד מאי לאו אינו מחזיק כלל
14 Doch wohl überhaupt nicht beabsichtigen!? –
טו לא עודהו אע"פ שהוחזק מחזיק עלה אם לא הוחזק מחזיק ואם הוחזק אינו מחזיק
15 Nein, so lange er ihn noch darin hat, kann er, obgleich er etwas beabsichtigt hat, [anderes] beabsichtigen, ist er aber heraufgestiegen, so kann er, wenn er noch nicht beabsichtigt hat, es für etwas beabsichtigen, hatte er aber beabsichtigt, so kann er nichts [anderes] beabsichtigen. –
טז מאן תנא עודהו רגלו אחת במים א"ר פדת ר' יהודה היא דתנן מקוה שנמדד ויש בו ארבעים סאה מכוונות וירדו שנים וטבלו זה אחר זה הראשון טהור והשני טמא אמר רבי יהודה אם היו רגליו של ראשון נוגעות במים אף השני טהור
16 Wer lehrte, [daß es darauf ankomme,] ob man noch einen Fuß im Wasser hat? R. Pedath erwiderte: Es ist R. Jehuda. Wir haben nämlich gelernt: Wenn ein Tauchbad nachgemessen wurde und es genau vierzig Seá [Wasser] hatte, so ist, wenn darauf zwei hintereinander hinabgestiegen und untergetaucht sind, der erste rein und der andere unrein. R. Jehuda sagte: Berühren [beim Untertauchen des zweiten] die Füße des ersten noch das Wasser, so ist auch der zweite rein.
יז אמר רב נחמן אמר רבה בר אבוה מחלוקת במעלות דרבנן אבל מטומאה לטהרה דברי הכל (אף) השני טמא והיינו דרבי פדת
17 R. Naḥman sagte im Namen des Rabba b. Abuha: Ihr Streit besteht nur über einen rabbanitischen Grad [von Unreinheit], bei einem wirklich Unreinen aber stimmen alle überein, daß der zweite unrein sei. Das stimmt eben mit dem überein, was R. Pedath gesagt hat.
יח איכא דאמרי אמר רב נחמן אמר רבה בר אבוה מחלוקת מטומאה לטהרה אבל במעלות דרבנן דברי הכל אף השני טהור ופליגא דרבי פדת
18 Manche lesen: R. Naḥman sagte im Namen des Rabba b. Abuha: Der Streit besteht nur über einen wirklich Unreinen, bei einem rabbanitischen Grade [von Unreinheit] aber stimmen alle überein, daß der zweite rein sei. Er streitet somit gegen R. Pedath.
יט אמר עולא בעי מיניה מרבי יוחנן לרבי יהודה מהו להטביל מחטין וצינוריות בראשו של ראשון
19 U͑la sagte: Man fragte R. Joḥanan: Darf man nach R. Jehuda am Kopfe des ersten Näh- oder Sticknadeln untertauchen?
כ גוד אחית אית ליה לרבי יהודה גוד אסיק לית ליה או דלמא גוד אסיק נמי אית ליה
20 Ist R. Jehuda der Ansicht, eine Verbindung erfolge nach unten, nicht aber nach oben, oder ist er der Ansicht, eine Verbindung erfolge auch nach oben?
כא א"ל תניתוה שלש גממיות בנחל העליונה התחתונה והאמצעית העליונה והתחתונה של עשרים עשרים סאה והאמצעית של ארבעים סאה וחרדלית של גשמים עוברת ביניהן רבי יהודה אומר מאיר היה אומר מטביל בעליונה
21 Dieser erwiderte: Ihr habt es gelernt: Wenn sich drei Wassergruben an einem Abhange befinden, oben, in der Mitte und unten, von denen die obere und untere je zwanzig und die mittelste vierzig Seá fassen, und ein Regensturz sie verbindet, so darf man, wie R. Jehuda im Namen [R.] Meír sagt, in der oberen untertauchen. –
כב והתניא רבי יהודה אומר
22 Es wird ja aber gelehrt: R. Jehuda sagte: