Chullin 145

Kapitel 145

א כחתוך דמי
1 und was zum Abschneiden bestimmt ist, gilt als abgeschnitten. —
ב כמאן כרבי מאיר דתנן כל ידות הכלים שהן ארוכות ועתיד לקצצן מטביל עד מקום מדה (דברי ר"מ
2 Wohl nach R. Meír, denn wir haben gelernt: Wenn Geräte zu lange Griffe haben und abgeschnitten werden sollen, so tauche man sie nur bis zum erforderlichen Maße unter — so R. Meír.
ג וחכמים אומרים) עד שיטביל את כולו
3 Die Weisen sagen, sie müssen vollständig untergetaucht werden.
ד אפילו תימא רבנן חבורי אוכלין כמאן דמפרתי דמי ונגיעי בהדדי
4 Du kannst auch sagen, nach den Rabbanan, denn Speisen gelten, auch wenn sie nicht geteilt sind, als geteilt, und [die Teile] berühren einander.
ה בשלמא לעולא היינו דקתני חתכה אלא לרבינא מאי חתכה איידי דתנא רישא חתכה תנא נמי סיפא חתכה:
5 Erklärlich ist es nach U͑la, daß es ‘abgeschnitten’ heißt, weshalb aber heißt es ‘abgeschnitten’ nach Rabina!? — Da er im Anfangsatze ‘abgeschnitten’ lehrt, lehrt er auch im Schlußsatze ‘abgeschnitten’.
ו וחכמים אומרים מגע טרפה שחוטה: טרפה שחוטה מי מטמיא אין כדאבוה דשמואל דאמר אבוה דשמואל טרפה ששחטה מטמאה במוקדשין:
6 D<small>IE</small> W<small>EISEN SAGEN, VON TOTVERLETZT</small> G<small>ESCHLACHTETEM BERÜHRT</small>. Ist denn das totverletzt Geschlachtete verunreinigend!? Freilich, dies nach dem Vater Šemuéls, denn der Vater Šemuéls sagte, wenn man ein Totverletztes geschlachtet hat, sei es beim Heiligen verunreinigend.
ז מה מצינו בטרפה ששחיטתה מטהרתה אף שחיטת בהמה תטהר את העובר:
7 W<small>IE WIR BEIM</small> T<small>OTVERLETZTEN FINDEN, DASS DAS</small> S<small>CHLACHTEN ES REIN MACHT, EBENSO MACHT DAS</small> S<small>CHLACHTEN DES</small> V<small>IEHS DAS</small> G<small>LIED</small> <small>REIN</small>.
ח תניא אמר להן רבי מאיר וכי מי טיהרו לאבר זה מידי נבלה שחיטת אמו א"כ תתירנו באכילה
8 Es wird gelehrt: R. Meír sprach zu ihnen: Das Schlachten der Mutter ist es ja, das das Glied von der Unreinheit des Aases enthebt, somit sollte es dieses auch zum Essen erlaubt machen!?
ט אמרו לו הרבה מצלת על שאינו גופה יותר מגופה שהרי שנינו חותך מן העובר שבמעיה מותר באכילה מן הטחול ומן הכליות אסור באכילה
9 Sie erwiderten ihm: Sie schützt das, was nicht zu seinem Körper gehört, mehr als das, was zu seinem Körper gehört, denn wir haben gelernt, wenn man etwas von der Geburt im Mutterleibe abgeschnitten, sei es zum Essen erlaubt, und wenn von der Milz oder den Nieren, sei es zum Essen verboten.
י מאי קאמר אמר רבא ואמרי לה כדי חסורי מחסרא והכי קתני אמר להן ר' מאיר וכי מי טהרו לאבר זה מידי נבלה שחיטת אמו אם כן תתירנו באכילה אמרו לו טרפה תוכיח ששחיטתה מטהרתה מידי נבלה ואינה מתירתה באכילה
10 Wie ist dies zu verstehen? Raba, manche sagen, Kadi, erwiderte: [Die Mišna] ist lückenhaft und muß wie folgt lauten: R. Meír sprach zu ihnen: Das Schlachten der Mut 1er ist es ja, das das Glied von der Unreinheit des Aases enthebt, somit sollte es dieses auch zum Essen erlaubt machen!?
יא אמר להן לא אם טיהרה שחיטת טרפה אותה דבר שהיא גופה תטהר את האבר דבר שאינו גופה אמרו לו הרבה מצלת על שאינו גופה יותר מגופה שהרי שנינו חותך מן העובר שבמעיה מותר באכילה מן הטחול ומן הכליות אסור באכילה
11 Sie erwiderten ihm: Das Totverletzte beweist [das Entgegengesetzte]: das Schlachten enthebt es von der Unreinheit des Aases, macht es aber nicht zum Essen erlaubt. Er entgegnete ihnen: Nein, sollte denn das Schlachten, das beim Totverletzten dieses selbst rein macht, auch das Glied rein machen, das nicht zu diesem gehört!? Da erwiderten sie ihm: Sie schützt das, was nicht zu seinem Körper gehört, mehr als das, was zu seinem Körper gehört, denn wir haben gelernt, wenn man etwas von der Geburt im Mutterleibe abgeschnitten hat, sei es zum Essen erlaubt, und wenn von der Milz oder den Nieren, sei es zum Essen verboten.
יב תניא נמי הכי אמר להן רבי מאיר וכי מי טיהרו לאבר זה מידי נבלה אמרו לו שחיטת אמו א"כ תתירנו באכילה אמרו לו טרפה תוכיח ששחיטתה מטהרתה מידי נבלה ואינה מתירתה באכילה
12 Ebenso wird auch gelehrt: R. Meír sprach zu ihnen: Was enthebt dieses Glied von der Unreinheit des Aases? Sie erwiderten ihm: Das Schlachten der Mutter. — Demnach sollte es dieses auch zum Essen erlaubt machen!? Sie erwiderten ihm: Vom Totverletztert ist [das Entgegengesetzte] zu beweisen: das Schlachten enthebt es von der Unreinheit des Aases, macht es aber nicht zum Essen erlaubt.
יג אמר להן אם טיהרה שחיטת טרפה אותה ואת האבר המדולדל בה דבר שגופה תטהר את העובר שאינו גופה
13 Er entgegnete ihnen: Sollte denn das Schlachten, das das Totverletzte und ein [an einem Vieh] hängendes Glied, das zu diesem selbst gehört, rein macht, auch die Geburt rein machen, die nicht zu diesem gehört!?
יד אמרו לו הרבה מצלת על שאינו גופה יותר מגופה שהרי שנינו חותך מן העובר שבמעיה מותר באכילה מן הטחול ומן הכליות אסור באכילה
14 Sie erwiderten ihm: Sie schützt das, was nicht zu seinem Körper gehört, mehr als das, was zu seinem Körper gehört, denn wir haben gelernt, wenn man etwas von der Geburt im Mutterleibe abgeschnitten hat, sei es zum Essen erlaubt, und wenn von der Milz oder den Nieren, sei es zum Essen verboten.
טו אמר רשב"ל כמחלוקת בעוברין כך מחלוקת באיברין
15 R. Šimo͑n b. Laqiš sagte: Wie sie über die Geburt streiten, so streiten sie auch über einzelne Glieder.
טז ורבי יוחנן אמר מחלוקת באבר דעובר אבל באבר דבהמה דברי הכל שחיטה עושה ניפול
16 R. Joḥanan aber sagte: Sie streiten nur über ein Glied der Geburt, über ein Glied vom Vieh selbst aber stimmen sie überein, daß das Schlachten das Abfallen bewirke.
יז א"ר יוסי בר' חנינא מ"ט דר' יוחנן אליבא דרבנן האי אית ליה תקנתא בחזרה והא לית ליה תקנתא בחזרה
17 R. Jose b. R. Ḥanina sagte: Folgendes ist der Grund R. Joḥanans: nach den Rabbanan gibt es für das eine ein Mittel durch das Zurückziehen und für das andere kein Mittel durch das Zurückziehen.
יח מיתיבי אמר להם ר' מאיר לא אם טיהרה שחיטת טרפה אותה ואת האבר המדולדל בה דבר שגופה תטהר את העובר דבר שאינו גופה
18 Man wandte ein: R. Meír entgegnete ihnen: Nein, sollte denn das Schlachten, das das Totverletzte und ein [an einem Vieh] hängendes Glied, das zu diesem selbst gehört, rein macht, auch die Geburt rein machen, die nicht zu diesem gehört!?