Chullin 157

Kapitel 157

א ולחנניה כתיב אותו דמשמע זכר וכתיב בנו מי שבנו כרוך אחריו דמשמע נקבה הלכך נוהג בין בזכרים בין בנקבות
1 Nach Ḥananja aber ist zu erklären: es heißt <i>es</i>, wonach das männliche, und es heißt <i>Junges</i>, an dem das Junge hängt, wonach das weibliche zu verstehen ist, daher hat es Geltung sowohl beim männlichen als auch beim weiblichen.
ב אמר רב הונא בר חייא אמר שמואל הלכתא כחנניה ואזדא שמואל לטעמיה דתנן ר' יהודה אומר הנולדים מן הסוס אע"פ שאביהן חמור מותרין זה בזה אבל הנולדין מן החמור עם הנולדין מן הסוס אסורין
2 R. Hona b. Ḥija sagte im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie Ḥananja. Šemuél vertritt hierbei seine Ansicht, denn wir haben gelernt: R. Jehuda sagte: Die von einer Stute Geworfenen sind, selbst wenn der Vater ein Esel ist, mit einander erlaubt, aber die von einer Eselin Geworfenen sind mit den von einer Stute Geworfenen verboten.
ג ואמר רב יהודה אמר שמואל זו דברי ר' יהודה דאמר אין חוששין לזרע האב אבל חכמים אומרים כל מיני פרדות אחת הן
3 Hierzu sagte R. Jehuda im Namen Šemuéls: Dies ist die Ansicht R. Jehudas, welcher sagt, man berücksichtige nicht den Samen des Vaters, die Weisen aber sagen, alle Arten Maultiere sind ein Geschlecht:
ד מאן חכמים חנניה הוא דאמר חוששין לזרע האב והאי בר סוסיא וחמרא והאי בר חמרא וסוסיא כולהו חדא מינא נינהו
4 Unter Weisen ist Ḥananja zu verstehen, welcher sagt, man berücksichtige den Samen des Vaters, somit ist das eine ein Abkömmling von Stute und Esel und das andere ein Abkömmling von Eselin und Pferd und sind ein Geschlecht.
ה איבעיא להו (מי פשיט) ליה לר' יהודה דאין חוששין לזרע האב או דלמא ספוקי מספקא ליה למאי נפקא מינה
5 Sie fragten: Ist es R. Jehuda entschieden, daß man den Samen des Vaters nicht berücksichtige, oder ist es ihm zweifelhaft? – In welcher Hinsicht ist dies von Bedeutung?
ו למישרא פרי עם האם אי אמרת מיפשט פשיטא ליה פרי עם האם שרי (אלא אי) אמרת ספוקי מספקא ליה פרי עם האם אסור
6 Ob die Geburt mit der Mutter erlaubt ist: wenn du sagst, dies sei ihm entschieden, so ist die Geburt mit der Mutter erlaubt, und wenn du sagst, es sei ihm zweifelhaft, so ist die Geburt mit der Mutter verboten.
ז מאי ת"ש ר' יהודה אומר כל הנולדים מן הסוס אע"פ שאביהן חמור מותרין זה בזה היכי דמי אילימא דאבוה דהאי חמור ואבוה דהאי חמור צריכא למימר אלא לאו דאבוה דהאי סוס ואבוה דהאי חמור
7 Wie ist es nun? – Komm und höre: R. Jehuda sagte: Die von einer Stute Geworfenen sind, selbst wenn der Vater ein Esel ist, mit einander erlaubt. In welchem Falle: wollte man sagen, wenn der Vater des einen ein Esel ist und der Vater des anderen ein Esel ist, so braucht dies ja nicht gelehrt zu werden, doch wohl, wenn der Vater des einen ein Pferd und der Vater des anderen ein Esel ist,
ח וקתני מותרים זה עם זה אלמא מיפשט פשיטא ליה
8 und er lehrt, sie seien miteinander erlaubt; demnach ist ihm dies entschieden.
ט לא לעולם דאבוה דהאי חמור ואבוה דהאי חמור ודקאמרת צריכא למימר מהו דתימא אתי צד דסוס משתמש בצד חמור וצד חמור משתמש בצד סוס קמ"ל
9 Nein, tatsächlich in dem Falle, wenn der Vater des einen ein Esel und der Vater des anderen ein Esel ist, dennoch ist dies zu lehren nötig: man könnte glauben, die Pferdeseite könnte sich mit der Eselsseite und die Eselsseite mit der Pferdeseite vereinigen, so lehrt er uns.
י ת"ש ר' יהודה אומר פרדה שתבעה אין מרביעין עליה לא סוס ולא חמור אלא מינה ואי אמרת מפשט פשיטא ליה לרבע עלה מינא דאמה דלא ידעינן מינא דאמה מאי ניהו
10 Komm und höre: R. Jehuda sagte: Ist ein Maultier brünstig, so darf man es weder von einem Pferde noch von einem Esel, sondern nur von seiner Art bespringen lassen. Wenn man nun sagen wollte, dies sei ihm entschieden, so sollte man es von der Art der Mutter bespringen lassen. – Wenn man die Art der Mutter nicht kennt.
יא והא אלא מינה קתני הכי קאמר אין מרביעין עליה לא מין סוס ולא מין חמור לפי שאין יודעין במינה וליבדוק בסימנין דאמר אביי עבי קליה בר חמרא צניף קליה בר סוסיא ואמר רב פפא רברבן אודניה וזוטרא גנובתיה בר חמרא זוטרן אודניה ורבה גנובתיה בר סוסיא הכא במאי עסקינן באלמת וגידמת
11 Es heißt ja: nur von seiner Art!? – Er meint es wie folgt: man darf es weder von einer Pferdeart noch von einer Eselsart bespringen lassen, weil man seine Art nicht kennt. – Man kann ja die Zeichen untersuchen!? Abajje sagte nämlich: Hat es eine grobe Stimme, so ist es die Geburt einer Eselin, hat es eine feine Stimme, so ist es die Geburt einer Stute. Ferner sagte R. Papa: Hat es große Ohren und einen kleinen Schwanz, so ist es die Geburt einer Eselin, hat es kleine Ohren und einen großen Schwanz, so ist es die Geburt einer Stute. – In dem Falle, wenn es stumm und verstümmelt ist.
יב מאי הוי עלה ת"ש דאמר רב הונא בריה דרב יהושע הכל מודין בפרי עם האם שאסור שמע מינה ספוקי מספקא ליה ש"מ
12 Wie bleibt es damit? Komm und höre: R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, sagte: Alle stimmen überein, daß die Geburt mit der Mutter verboten sei. Hieraus ist zu schließen, daß ihm dies zweifelhaft ist. Schließe hieraus.
יג אמר ליה ר' אבא לשמעיה אי מעיילת לי כודנייתא בריספק עיין להנך דדמיין להדדי ועייל לי אלמא קסבר אין חוששין לזרע האב
13 R. Abba sprach zu seinem Diener: Wenn du mir Maultiere an den Wagen spannst, so achte darauf, daß sie einander gleichen. Er ist demnach der Ansicht, daß man den Samen das Vaters nicht berücksichtige,