Chullin 207

Kapitel 207

א הנודר מן הבשר מותר בבשר דגים וחגבים:
1 W<small>ER SICH</small> F<small>LEISCH ABGELOBT</small> <small>HAT, DEM IST DAS</small> F<small>LEISCH VON</small> F<small>ISCHEN UND</small> H<small>EUSCHRECKEN ERLAUBT</small>.
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> הא עוף אסור מדאורייתא כמאן דלא כרבי עקיבא דאי רבי עקיבא האמר חיה ועוף אינו מן התורה
2 GEMARA. Beim Geflügel ist es demnach nach der Tora verholen, also nicht nach R. A͑qiba, denn R. A͑qiba sagt ja, heim Wilde und beim Geflügel sei es nicht nach der Tora [verboten].
ג אימא סיפא הנודר מן הבשר מותר בבשר דגים וחגבים הא עוף אסור אתאן לרבי עקיבא דאמר כל מילי דמימליך עליה שליח בר מיניה הוא
3 Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: wer sich Fleisch abgelobt hat, dem ist das Fleisch von Fischen und Heuschrecken erlaubt, wonach ihm das des Geflügels verboten ist, also nach R. A͑qiba, welcher sagt, alles, worüber ein Bote nachdenken muß, gehöre zur selben Art!?
ד דתניא הנודר מן הירק מותר בדלועין ור"ע אוסר אמרו לו לר"ע והלא אומר אדם לשלוחו קח לנו ירק והוא אומר לא מצאתי אלא דלועין
4 Es wird nämlich gelehrt: Wer sich Kräuter abgelobt hat, dem sind Kürbisse erlaubt, und nach R. A͑qiba verboten. Sie sprachen zu R. A͑qiba: Wenn jemand seinen Boten beauftragt, für ihn Kräuter zu kaufen, erwidert er ja [eventuell]: er habe nur Kürbisse gefunden!?
ה אמר להן כן הדבר כלום אומר לא מצאתי אלא קטנית אלא שדלועין בכלל ירק ואין קטנית בכלל ירק רישא רבנן וסיפא ר"ע
5 Dieser erwiderte: Dem ist auch so; erwidert er etwa, er habe nur Hülsenfrüchte gefunden!? Vielmehr sind Kürbisse unter Kräutern einbegriffen, nicht aber sind Hülsenfrüchte unter Kräutern einbegriffen.
ו אמר רב יוסף רבי היא ונסיב לה אליבא דתנאי בנדרים סבר לה כר"ע בבשר בחלב סבר לה כרבנן
6 Der Anfangsatz nach den Rabbanan und der Schlußsatz nach R. A͑qiba!? R. Joseph erwiderte: Rabbi lehrte es nach verschiedenen Autoren; beim Gelübde ist er der Ansicht R. A͑qibas und beim Fleische mit Milch ist er der Ansicht der Rabbanan.
ז רב אשי אמר כולה ר"ע היא והכי קאמר כל הבשר אסור לבשל בחלב מהן מדברי תורה ומהן מדברי סופרים חוץ מבשר דגים וחגבים שאינם לא מדברי תורה ולא מדברי סופרים:
7 R. Aši erwiderte: Die ganze [Mišna] nach R. A͑qiba, denn sie ist wie folgt zu verstehen: keinerlei Fleisch darf mit Milch gekocht werden, manches nach der Tora und manches nach den Schriftkundigen, ausgenommen das Fleisch von Fischen und Heuschrecken, es ist weder nach der Tora noch nach den Schriftkundigen [verboten].
ח ואסור להעלות [וכו']: אמר רב יוסף שמע מינה בשר עוף בחלב דאורייתא דאי סלקא דעתך דרבנן אכילה גופה גזירה ואנן נגזר העלאה אטו אכילה
8 E<small>S DARF AUCH NICHT &amp;C. AUFGETRAGEN WERDEN</small>. R. Joseph sagte: Hieraus ist zu entnehmen, daß Geflügel mit Milch nach der Tora [verboten] ist; wollte man sagen, rabbanitisch, so wäre das Essen selbst nur eine Maßregel, und wir sollten das Auftragen mit Rücksicht auf das Essen verbieten!? –
ט ומנא תימרא דלא גזרינן גזירה לגזירה דתנן חלת חוצה לארץ
9 Woher entnimmst du, daß wir keine Maßregel für eine Maßregel treffen? – Wir haben gelernt: Die Teighebe [vom Getreide] außerhalb des [Jisraél]landes