Eruvin 148

Kapitel 148

א אתא רב ענן שדיה אמר מבואה דדיירנא ביה ואתינא משמיה דמר שמואל ניתי רב ענן בר רב נישדייה מן שמע מינה לא קיבלה מיניה
1 Als später R.A͑nan kam und ihn umstürzte, sprach jener: Ich wohne in dieser Durchgangsgasse seit jeher auf Veranlassung des Meisters Šemuél, und nun kommt R.A͑nan b.Rabh und stürzt ihn um! Hieraus ist zu entnehmen, daß er sie nicht anerkannt hat. –
ב לעולם אימא לך קיבלה מינה והכא חזנא הוא דהוה אכיל נהמא בביתיה ואתי ביית בבי כנישתא
2 Tatsächlich, kann ich dir erwidern, hat er sie wohl anerkannt, und da [erlaubte er es deshalb], weil ein Kastellan in seinem Hause zu speisen und im Bethause zu übernachten pflegte.
ג ואיבות בר איהי סבר מקום פיתא גרים ושמואל לטעמיה דאמר מקום לינה גרים:
3 Abuha b.Ihi war der Ansicht, der Raum des Speisens sei ausschlaggebend, Šemuél aber vertrat hierbei seine Ansicht, daß der Raum des Übernachtens ausschlaggebend sei.
ד אמר רב יהודה אמר רב מבוי שצידו אחד עובד כוכבים וצידו אחד ישראל אין מערבין אותו דרך חלונות להתירו דרך פתחים למבוי
4 R.Jehuda sagte im Namen Rabhs: Wenn auf der einen Seite der Durchgangsgasse ein Nichtjude und auf der anderen Seite ein Jisraélit wohnt, so können [seine Nachbarn] mit diesem keinen E͑rub machen, um [Sachen] durch ihre Fenster und seine Tür nach der Durchgangsgasse zu bringen.
ה א"ל אביי לרב יוסף אמר רב אפילו בחצר אמר ליה אין דאי לא אמר מאי
5 Abajje fragte R.Joseph: Sagte dies Rabh auch von einem Hofe? Dieser erwiderte: Jawohl. Wenn er es von diesem nicht gesagt hätte,
ו הוה אמינא טעמא דרב משום דקסבר אין מבוי ניתר בלחי וקורה עד שיהו בתים וחצירות פתוחין לתוכו
6 so könnte man annehmen, Rabh [sage es] aus dem Grunde, weil er der Ansicht ist, die Durchgangsgasse werde durch Pfosten und Balken nur dann erlaubt, wenn Häuser und Höfe nach dieser geöffnet sind. –
ז ותרתי למה לי צריכא דאי מההיא
7 Wozu beides? – Dies ist nötig. Würde er nur jenes gelehrt haben,