Eruvin 204

Kapitel 204

א בשיפועה טפח אבל יש בשיפועה טפח שיפועי אהלים כאהלים דמו
1 wenn die Schräge keine Handbreite beträgt, beträgt aber die Schräge eine Handbreite, so wird auch die Schräge des Zeltes als Zelt betrachtet.
ב ואמר רב שישא בריה דרב אידי סיינא שרי והתניא אסור לא קשיא הא דאית ביה טפח הא דלית ביה טפח
2 Ferner sagte R.Šešeth, Sohn des R.Idi: Der [breite] Filzhut ist erlaubt. – Es wird ja aber gelehrt, er sei verboten!? – Das ist kein Widerspruch; das eine, wenn [die Krämpe] eine Handbreite hat, das andere, wenn sie keine Handbreite hat. –
ג אלא מעתה שרביב בגלימיה טפח הכי נמי דאסור
3 Demnach ist es verboten, das Gewand eine Handbreite [über den Kopf] hängen zu lassen!? –
ד אלא לא קשיא הא דמיהדק הא דלא מיהדק:
4 Vielmehr, das ist kein Widerspruch; das eine, wenn er fest sitzt, das andere, wenn er lose sitzt.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> מחזירין ציר התחתון במקדש אבל לא במדינה והעליון כאן וכאן אסור רבי יהודה אומר העליון במקדש והתחתון במדינה:
5 <b>M</b><small>AN DARF IM</small> T<small>EMPEL DIE UNTERE</small> A<small>NGEL</small> [<small>IN DIE</small> P<small>FANNE</small>] <small>EINHEBEN, NICHT ABER IN DER</small> P<small>ROVINZ; DIE OBERE IST DA UND DORT VERBOTEN</small>. R.J<small>EHUDA SAGT, DIE OBERE IM</small> T<small>EMPEL UND DIE UNTERE AUCH IN DER</small> P<small>ROVINZ</small>.
ו <big><strong>גמ׳</strong></big> תנו רבנן ציר דלת שידה תיבה ומגדל במקדש מחזירין במדינה דוחקין והעליון כאן וכאן לא יחזיר גזרה שמא יתקע ואם תקע חייב חטאת
6 GEMARA. Die Rabbanan lehrten; Man darf im Tempel die Türangel eines Schreines, einer Truhe und eines Schrankes einheben, in der Provinz darf man sie nur hineinstoßen; die obere [Angel] darf man weder da noch dort einheben, mit Rücksicht darauf, man könnte sie befestigen; hat man sie befestigt, so ist man ein Sündopfer schuldig.
ז של בור ושל דות ושל יציע לא יחזיר ואם החזיר חייב חטאת:
7 [Die Türangel] eines Brunnens, einer Zisterne und eines Anbaues darf man nicht einheben; hat man sie eingehoben, so ist man ein Sündopfer schuldig.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> מחזירין רטיה במקדש אבל לא במדינה אם בתחילה כאן וכאן אסור:
8 <b>M</b><small>AN DARF IM</small> T<small>EMPEL EIN</small> P<small>FLASTER WIEDER</small> <small>AUFLEGEN, NICHT ABER IN DER</small> P<small>ROVINZ; ERSTMALIG IST ES DA UND DORT VERBOTEN</small>.
ט <big><strong>גמ׳</strong></big> תנו רבנן רטיה שפרשה מעל גבי מכה מחזירין בשבת ר' יהודה אומר הוחלקה למטה דוחקה למעלה למעלה דוחקה למטה ומגלה מקצת הרטיה ומקנח פי המכה וחוזר ומגלה מקצת רטיה ומקנח פי המכה
9 GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Wenn ein Pflaster sich von einer Wunde loslöst, so darf man es am Šabbath wieder auflegen; R.Jehuda sagt, hat es sich nach unten verschoben, dürfe man es nach oben schieben, wenn nach oben, dürfe man es nach unten schieben. Ferner darf man einen Teil des Pflasters lösen und die Öffnung der Wunde abwischen, dann einen anderen Teil des Pflasters lösen und die Öffnung der Wunde abwischen;
י ורטיה עצמה לא יקנח מפני שהוא ממרח ואם מירח חייב חטאת
10 das Pflaster selbst aber darf man nicht abwischen, weil man dabei zerreibt; hat man zerrieben, so ist man ein Sündopfer schuldig.
יא אמר רב יהודה אמר שמואל הלכה כר' יהודה אמר רב חסדא לא שנו אלא שפירשה על גבי כלי אבל פירשה על גבי קרקע דברי הכל אסור
11 R.Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie R.Jehuda. R.Ḥisda sagte: Dies nur, wenn es auf einem Geräte liegen bleibt, wenn aber auf der Erde, so stimmen alle überein, daß es verboten sei.
יב אמר מר בר רב אשי הוה קאימנא קמיה אבא נפלה ליה אבי סדיא וקא מהדר ליה אמינא ליה לא סבר לה מר להא דאמר רב חסדא מחלוקת שפירשה על גבי כלי אבל פירשה על גבי קרקע אסור ואמר שמואל הלכה כרבי יהודה
12 Mar b.R.Aši erzählte: Einst stand ich vor meinem Vater, als ihm [ein Pflaster] auf das Polster fiel, und er heftete es wieder an. Da sprach ich zu ihm: Hält denn der Meister nichts von dem, was R. Ḥisda gesagt hat, daß der Streit nur über den Fall besteht, wenn es auf einem Geräte liegen bleibt, wenn aber auf der Erde, sei es verboten, und Šemuél sagte, die Halakha sei wie R.Jehuda!?
יג אמר לי לא שמיע לי כלומר לא סבירא לי:
13 Er erwiderte: Ich halte nichts davon.
יד <big><strong>מתני׳</strong></big> קושרין נימא במקדש אבל לא במדינה ואם בתחילה כאן וכאן אסור:
14 <b>M</b><small>AN DARF IM</small> T<small>EMPEL EINE</small>S<small>AITE ZUSAMMENKNOTEN, JEDOCH NICHT IN DER</small> P<small>ROVINZ; ANFÄNGLICH</small> [<small>EINE SPANNEN</small>] <small>IST DA UND DORT VERBOTEN</small>.
טו <big><strong>גמ׳</strong></big> ורמינהו נימת כנור שנפסקה לא היה קושרה אלא עונבה לא קשיא הא רבנן והא ר' אליעזר
15 GEMARA. Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Wenn die Saite einer Zither platzte, knotete er sie nicht zusammen, sondern machte eine Schleife!? – Das ist kein Widerspruch; eines nach den Rabbanan, und eines nach R.Elie͑zer.
טז לרבי אליעזר דאמר מכשירי מצוה דוחין את השבת קושרה לרבנן דאמרי אין דוחין עונבה
16 Nach R.Elie͑zer, welcher sagt, die Zubereitungen eines Gebotes verdrängen den Šabbath, darf man sie knoten, und nach den Rabbanan, welche sagen, sie verdrängen ihn nicht, darf man nur eine Schleife machen. –
יז אי רבי אליעזר אפילו לכתחילה נמי
17 Wenn nach R.Elie͑zer, so sollte es auch anfänglich [erlaubt] sein!? –
יח אלא לא קשיא הא רבי יהודה והא רבנן
18 Vielmehr, das ist kein Widerspruch; eines nach R.Jehuda und eines nach den Rabbanan. –
יט ורבי יהודה אליבא דמאן
19 R.Jehuda vertritt wohl hierbei die Ansicht