Eruvin 44

Kapitel 44

א אילימא משום דמקיף לה סולמא דצור מהך גיסא ומחתנא דגדר מהך גיסא בבל נמי מקיף לה פרת מהך גיסא ודיגלת מהאי גיסא דכולא עלמא נמי מקיף אוקיינוס דילמא מעלות ומורדות קאמרת
1 wollte man sagen, weil es an der einen Seite von der Çoranhöhe und an der anderen Seite vom Gaderabhang umgeben ist, so ist ja auch Babylonien an der einen Seite vom Euphrat und an der anderen Seite vom Tigris umgeben, und ebenso die ganze Erde vom Ozean!? Du meinst wahrscheinlich die Anhöhen und Niederungen, die sich da befinden.
ב א"ל קרקפנא חזיתיה לרישך בי עמודי כי א"ר יוחנן להא שמעתא
2 Dieser erwiderte: Kopfmensch, ich sah dein Haupt zwischen den Säulen [des Lehrhauses], als R.Joḥanan diese Lehre vortrug.
ג איתמר נמי כי אתא רבין א"ר יוחנן ואמרי לה א"ר אבהו א"ר יוחנן מעלות ומורדות שבארץ ישראל אין חייבין עליהן משום רה"ר לפי שאינן כדגלי מדבר
3 Ebenso wurde gelehrt: Als Rabin kam, sagte er im Namen R.Joḥanans, wie manche sagen, sagte es R.Abahu im Namen R.Joḥanans, man sei auf den Anhöhen und Niederungen im Jisraélland [wegen Tragens] auf öffentlichem Gebiete nicht schuldig, weil diese der Lagerstätte in der Wüste nicht gleichen.
ד בעא מיניה רחבה מרבא תל המתלקט עשרה מתוך ארבע ורבים בוקעין בו חייבין עליו משום רה"ר או אין חייבין עליו
4 Reḥaba fragte Raba: Ist man bei einem bei einer Steigung von vier [Ellen] zehn [Handbreiten] hohen Hügel, auf dem das Publikum umhergeht, [wegen Tragens] auf öffentlichem Gebiete schuldig oder nicht?
ה אליבא דרבנן לא תיבעי לך השתא ומה התם דניחא תשמישתיה אמרי רבנן לא אתו רבים ומבטלי לה מחיצתא הכא דלא ניחא תשמישתיה לא כל שכן
5 Nach den Rabbanan ist es nicht fraglich, denn wenn sie da, wo der Verkehr nicht beschwerlich ist, sagen, der Verkehr des Publikums hebe die Wirkung der Wände nicht auf, umso weniger hierbei, wo der Verkehr beschwerlich ist;
ו כי תיבעי לך אליבא דר' יהודה מאי התם הוא דניחא תשמישתיה הכא הוא דלא ניחא תשמישתיה לא אתו רבים ומבטלי מחיצתא או דילמא לא שנא א"ל חייבין
6 fraglich ist es nur nach R.Jehuda: gilt dies nur da, weil da der Verkehr nicht beschwerlich ist, hierbei aber, wo der Verkehr beschwerlich ist, hebt das Publikum nicht die Wirkung der Wände auf, oder gibt es keinen Unterschied? Dieser erwiderte: Man ist schuldig. – Auch wenn man mittelst eines Strickes hinauf steigen muß? Dieser erwiderte: Jawohl. –
ז ואפי' עולין לו בחבל א"ל אין ואפילו במעלות בית מרון א"ל אין
7 Auch wenn er dem Stufengang von Beth-Maron gleicht? Dieser erwiderte: Jawohl.
ח איתיביה חצר שהרבים נכנסין לה בזו ויוצאין בזו רה"ר לטומאה ורשות היחיד לשבת
8 Er wandte gegen ihn ein: Ein Vorhof, dessen eine Seite das Publikum als Eingang und dessen andere Seite es als Ausgang benutzt, gilt als öffentliches Gebiet hinsichtlich der Unreinheit und als Privatgebiet hinsichtlich des Šabbaths.
ט מני אילימא רבנן השתא ומה התם דניחא תשמישתיה אמרי רבנן לא אתו רבים ומבטלי מחיצתא הכא דלא ניחא תשמישתיה לא כ"ש
9 Wer [ist der Autor]: wollte man sagen, die Rabbanan, so ist es ja, wenn die Rabbanan da, wo der Verkehr nicht beschwerlich ist, sagen, der Verkehr des Publikums hebe die Wirkung der Wände nicht auf, hierbei, wo der Verkehr beschwerlich ist, selbstverständlich.
י אלא לאו ר' יהודה היא
10 Doch wohl R.Jehuda!? –
יא לא לעולם רבנן ורה"ר לטומאה איצטריכא ליה
11 Nein, tatsächlich die Rabbanan, nur lehrt er uns, daß er hinsichtlich der Unreinheit als öffentliches Gebiet gelte. –
יב ת"ש מבואות המפולשות בבורות בשיחין ובמערות רשות היחיד לשבת ורשות הרבים לטומאה
12 Komm und höre: Durchgangsgassen, die in Gruben, Gräben und Höhlen münden, gelten hinsichtlich des Šabbaths als Privatgebiet und hinsichtlich der Unreinheit als öffentliches Gebiet. –
יג בבורות סלקא דעתך אלא לבורות רשות היחיד לשבת ורשות הרבים לטומאה
13 ‘In Gruben’, wie kommst du darauf!? – Sage vielmehr: nach Gruben. Hinsichtlich des Šabbaths als Privatgebiet und hinsichtlich der Unreinheit als öffentliches Gebiet. –
יד מני אילימא רבנן השתא ומה התם דניחא תשמישתיה אמרי לא אתו רבים ומבטלי לה הכא דלא ניחא תשמישתיה לא כ"ש אלא לאו ר' יהודה היא
14 Wer [ist der Autor]: wollte man sagen, die Rabbanan, so ist es ja, wenn sie da, wo der Verkehr nicht beschwerlich ist, sagen, der Verkehr des Publikums hebe die Wirkung der Wände nicht auf, hierbei, wo der Verkehr beschwerlich ist, selbstverständlich. Doch wohl R. Jehuda!? –
טו לא לעולם רבנן ורה"ר לטומאה איצטריכא ליה
15 Nein, tatsächlich die Rabbanan, nur lehrt er uns, daß sie hinsichtlich der Unreinheit als öffentliches Gebiet gelten. –
טז ת"ש שבילי בית גילגול וכיוצא בהן רשות היחיד לשבת ורה"ר לטומאה
16 Komm und höre: Die Stege von Beth-Gilgul und ähnliche gelten hinsichtlich des Šabbaths als Privatgebiet und hinsichtlich der Unreinheit als öffentliches Gebiet.
יז ואיזהו שבילי בית גילגול אמרי דבי ר' ינאי כל שאין העבד יכול ליטול סאה של חיטין וירוץ לפני סרדיוט
17 Welche sind Stege von Beth-Gilgul? In der Schule R.Jannajs erklärten sie: Wenn da ein Sklave, der eine Seá Weizen trägt, nicht vor einem Krieger laufen kann.
יח מני אילימא רבנן השתא ומה התם דניחא תשמישתא אמרי רבנן לא אתו רבים ומבטלי לה מחיצתא הכא דלא ניחא תשמישתא לא כל שכן אלא לאו רבי יהודה היא
18 Wer [ist der Autor]: wollte man sagen die Rabbanan, so ist es ja, wenn die Rabbanan da, wo der Verkehr nicht beschwerlich ist, sagen, der Verkehr des Publikums hebe dir Wirkung der Wände nicht auf, hierbei, wo der Verkehr beschwerlich ist, selbstverständlich. Doch wohl R.Jehuda!?
יט א"ל שבילי בית גילגול קאמרת יהושע אוהב ישראל היה עמד ותיקן להם דרכים וסרטיא כל היכא דניחא תשמישתא מסרה לרבים כל היכא דלא ניחא תשמישתא מסרה ליחיד:
19 Dieser erwiderte: Du sprichst von den Stegen von Beth-Gilgul!? Jehošua͑ war ein Freund Jisraéls und legte ihnen Wege und Landstraßen an; alles, was für den Verkehr nicht beschwerlich war, übergab er dem Publikum, was aber für den Verkehr beschwerlich war, übergab er einzelnen.
כ <big><strong>מתני׳</strong></big> אחד בור הרבים ובאר הרבים ובאר היחיד עושין להן פסין אבל
20 <b>S</b><small>OWOHL UM EINE ÖFFENTLICHE</small> Z<small>ISTERNE UND EINEN ÖFFENTLICHEN</small> <small>B</small>RUN<small>NEN, ALS AUCH UM EINEN</small> P<small>RIVATBRUNNEN MACHE MAN</small> P<small>FEILER</small>.
כא לבור היחיד עושין לו מחיצה גבוה י' טפחים דברי ר' עקיבא
21 <small>UM EINE PRIVATE</small> Z<small>ISTERNE ABER MUSS MAN EINE ZEHN</small> H<small>ANDBREITEN HOHE</small> W<small>AND MACHEN</small> – <small>SO</small> R.A͑<small>QIBA</small>;
כב ר' יהודה בן בבא אומר אין עושין פסין אלא לבאר הרבים בלבד ולשאר עושין חגורה גבוה עשרה טפחים:
22 R. J<small>EHUDA B.</small> B<small>ABA SAGT, MAN MACHE</small> P<small>FEILER NUR UM EINEN ÖFFENTLICHEN</small> B<small>RUNNEN, UM DIE ÜBRIGEN MUSS MAN EINEN ZEHN</small> H<small>ANDBREITEN HOHEN</small> G<small>ÜRTEL</small> <small>MACHEN.</small>