Eruvin 64

Kapitel 64

א סבר אותו חבר אוכל ואינו צריך לעשר דודאי עישורי מעשר ההוא חבר קמא עילויה ורבן שמעון בן גמליאל אומר לא יאכל עד שיעשר לפי שלא נחשדו חברים לתרום שלא מן המוקף ואמר ליה רבי מוטב שיחשדו חברים לתרום שלא מן המוקף ואל יאכילו עמי הארץ טבלים
1 ist der Ansicht, dieser Genosse dürfe davon essen und brauche sie nicht zu verzehnten, da der erste Genosse für diese den Zehnten sicher entrichtet hat; R.Šimo͑n b.Gamliél aber ist der Ansicht, er dürfe davon nicht eher essen, als bis er sie verzehntet hat, da Genossen nicht verdächtig sind, die Hebe von Nichtzusammenliegendem zu entrichten. Hierzu sagte Rabbi: Lieber mögen Genossen verdächtig sein, die Hebe von Nichtzusammenliegendem zu entrichten, als daß Leute aus dem gemeinen Volke Unverzehntetes essen sollten. –
ב במאי קמיפלגי רבי סבר ניחא ליה לחבר דלעביד הוא איסורא קלילא ולא ליעבד עם הארץ איסורא רבה ורבן שמעון בן גמליאל סבר ניחא ליה לחבר דליעבד עם הארץ איסורא רבה ואיהו אפי' איסורא קלילא לא ליעבד:
2 Worin besteht ihr Streit? – Rabbi ist der Ansicht, ein Genosse übertrete lieber ein geringfügiges Verbot, als einen Mann aus dem gemeinen Volke ein schweres Verbot übertreten zu lassen, und R.Šimo͑n b.Gamliél ist der Ansicht, ein Genosse lasse lieber einen Mann aus dem gemeinen Volke ein schweres Verbot übertreten, als selber ein geringfügiges Verbot zu übertreten.
ג <big><strong>מתני׳</strong></big> נתנו באילן למעלה מעשרה טפחים אין עירובו עירוב למטה מעשרה טפחים עירובו עירוב נתנו בבור אפילו עמוק מאה אמה עירובו עירוב:
3 <b>H</b><small>AT JEMAND DEN</small> E͑<small>RUB AUF EINEN</small> B<small>AUM OBERHALB ZEHN</small> H<small>ANDBREITEN NIEDERGELEGT, SO IST ER KEIN</small> E͑<small>RUB, WENN UNTERHALB ZEHN</small> H<small>ANDBREITEN, SO IST DER</small> E͑<small>RUB GÜLTIG</small>. H<small>AT ER IHN IN EINE</small> G<small>RUBE GELEGT, SELBST HUNDERT</small> E<small>LLEN TIEF, SO IST DER</small> E͑<small>RUB GÜLTIG.</small>
ד <big><strong>גמ׳</strong></big> יתיב רבי חייא בר אבא ורבי אסי ורבא בר נתן ויתיב רב נחמן גבייהו ויתבי וקאמרי האי אילן דקאי היכא אילימא דקאי ברשות היחיד מה לי למעלה מה לי למטה רשות היחיד עולה עד לרקיע
4 GEMARA. R.Ḥijab. Abba, R.Asi und Raba b. Nathan saßen beisammen, R.Naḥman saß neben ihnen, und sie warfen folgende Frage auf: Wo soll der Baum sich befinden: wenn auf einem Privatgebiete, so ist es ja einerlei ob oberhalb oder unterhalb, das Privatgebiet steigt ja bis zum Himmel,
ה ואלא דקאי ברשות הרבים דמתכוין לשבות היכא אילימא דנתכוון לשבות למעלה הוא ועירובו במקום אחד הוא אלא נתכוון לשבות למטה והא קא משתמש באילן
5 und wenn auf öffentlichem Gebiete, wo beabsichtigte er den Šabbath zu verbringen, wenn oberhalb, so befindet er sich ja mit dem E͑rub auf ein und derselben Stelle!? – Vielmehr, wenn er den Šabbath unterhalb zu verbringen beabsichtigte. – Man bedient sich ja aber des Baumes [am Šabbath]!? –
ו לעולם דקאי ברה"ר ונתכוון לשבות למטה ורבי היא דאמר כל דבר שהוא משום שבות לא גזרו עליו בין השמשות
6 Tatsächlich, wenn [der Baum] sich auf öffentlichem Gebiete befindet und er den Šabbath unterhalb [zehn Handbreiten] zu verbringen beabsichtigte, jedoch nach Rabbi, welcher sagt, bei dem, was nur des Feierns wegen [verboten] ist, haben sie bei Dämmerung kein Verbot angeordnet.
ז אמר להו רב נחמן ישר וכן אמר שמואל אמרו ליה פתריתו בה כולי האי אינהו נמי הכי קא פתרי בה [אלא הכי] אמרו ליה קבעיתו ליה בגמרא אמר להו אין אתמר נמי אמר רב נחמן אמר שמואל הכא באילן העומד ברשות הרבים עסקינן גבוה עשרה ורחב ארבעה ונתכוון לשבות למטה ורבי היא דאמר כל דבר שהוא משום שבות לא גזרו עליו בין השמשות
7 Da sprach R.Naḥman zu ihnen: Recht so! Ebenso sagte Šemuél: Recht so! Sie sprachen zu ihm: Habt ihr es so gelöst? – Auch sie lösten es ja so!? – Vielmehr, sie sprachen zu ihm wie folgt: Habt ihr es in die Gemara gesetzt? Dieser erwiderte: Jawohl. Es wurde auch gelehrt: R.Naḥman sagte im Namen Šemuéls: Hier handelt es sich um einen Baum auf öffentlichem Gebiete, der zehn [Handbreiten] hoch und vier breit ist, und wenn er den Šabbath unten zu verbringen beabsichtigte, und zwar nach Rabbi, welcher sagt, bei dem, was nur des Feierns wegen verboten ist, haben sie bei Dämmerung kein Verbot angeordnet.
ח אמר רבא ל"ש אלא באילן העומד חוץ לעיבורה של עיר אבל אילן העומד בתוך עיבורה של עיר אפילו למעלה מעשרה הרי זה עירוב דמתא כמאן דמליא דמיא
8 Raba sagte: Dies lehrten sie nur von einem Baume außerhalb des Weichbildes der Stadt, wenn er sich aber innerhalb des Weichbildes der Stadt befindet, so ist der E͑rub auch oberhalb zehn [Handbreiten] gültig, weil die Stadt als ausgefüllt anzusehen ist. –
ט אי הכי חוץ לעיבורה של עיר נמי כיון דאמר רבא הנותן עירובו יש לו ארבע אמות הויא לה רשות היחיד ורשות היחיד עולה עד לרקיע
9 Demnach sollte dies auch außerhalb des Weichbildes der Stadt gelten, denn Raba sagte, wer einen E͑rub niederlegt, habe vier Ellen, somit sind diese Privatgebiet, und das Privatgebiet steigt ja bis zum Himmel!?
י אמר רב יצחק בריה דרב משרשיא הכא באילן הנוטה חוץ לארבע אמות עסקינן
10 R.Jiçḥaq, Sohn des R.Mešaršeja, erwiderte: Hier handelt es sich um einen Baum, der außerhalb vier Ellen hinausragt,