Gittin 17

Kapitel 17

א לעולם הוא בן חורין עד שיאמר כל נכסיי נתונין לפלוני עבדי חוץ מאחד מריבוא שבהן
1 er werde in jedem Falle frei, es sei denn, daß er gesagt hat; all meine Güter mit Ausnahme von einem Zehntausendstel sollen diesem meinem Sklaven geschenkt sein.
ב והאמר רב יוסף בר מניומי אמר רב נחמן אע"פ שקילס רבי יוסי את רבי שמעון הלכה כר' מאיר דתניא כשנאמרו דברים לפני ר' יוסי קרא עליו המקרא הזה (משלי כד, כו) שפתים ישק משיב דברים נכוחים
2 Aber R. Joseph b. Minjomi sagte ja im Namen R. Naḥmans, daß, obgleich R. Jose R. Šimo͑n gelobt hat, die Halakha wie R. Meír sei!? Es wird nämlich gelehrt: Als man dies R. Jose berichtete, las er über ihn folgenden Schriftvers: <i>Die Lippen küßt man dem, der treffende Worte antwortet</i>. –
ג ומי אמר רב נחמן הכי והאמר רב יוסף בר מניומי אמר רב נחמן שכיב מרע שכתב כל נכסיו לעבדו ועמד חוזר בנכסים ואינו חוזר בעבד
3 Kann R. Naḥman dies denn gesagt haben, R. Joseph b. Minjomi sagte ja im Namen R. Naḥmans, daß, wenn ein Sterbenskranker all seine Güter seinem Sklaven verschrieben hat und genesen ist, er hinsichtlich der Güter zurücktreten könne, nicht aber hinsichtlich des Sklaven.
ד חוזר בנכסים מתנת שכיב מרע הוא ואינו חוזר בעבד שהרי יצא עליו שם בן חורין
4 Er kann hinsichtlich der Güter zurücktreten, weil es das Geschenk eines Sterbenskranken ist, und er kann nicht hinsichtlich des Sklaven zurücktreten, weil dieser bereits in den Ruf eines Freien gelangt ist.
ה אלא אמר רב אשי התם היינו טעמא משום דלאו כרות גיטא הוא:
5 R. Aši erwiderte: Da erfolgt dies aus dem Grunde, weil die Urkunde nicht durchschneidend ist.
ו אם יש עליו עוררין יתקיים בחותמיו: ערער כמה אילימא ערער חד והאמר ר' יוחנן דברי הכל אין ערער פחות משנים
6 L<small>IEGT EINE</small> A<small>NFECHTUNG VOR, SO IST ER DURCH DIE</small> U<small>NTERSCHRIFTEN ZU BESTÄTIGEN</small>. Welche Anfechtung: wenn durch einen, so sagte ja R. Joḥanan, alle stimmen überein, daß eine Anfechtung durch mindestens zwei erfolgen müsse, und wenn durch zwei,
ז ואלא ערער תרי תרי ותרי נינהו מאי חזית דסמכת אהני סמוך אהני אלא ערער דבעל:
7 so sind es ja zwei gegenüber zwei, und was veranlaßt dich, sich auf jene zu verlassen, verlaß dich auf diese!? – Vielmehr, eine Anfechtung des Ehemannes.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> המביא גט ממדינת הים ואינו יכול לומר בפ"נ ובפ"נ אם יש עליו עדים יתקיים בחותמיו
8 <b>W</b><small>ENN JEMAND EINEN</small> S<small>CHEIDEBRIEF AUS DEM</small> Ü<small>BERSEELANDE BRINGT UND NICHT SAGEN KANN: ER IST VOR MIR GESCHRIEBEN UND VOR MIR UNTERZEICHNET WORDEN, SO IST ER, WENN</small> Z<small>EUGEN AUF DIESEM UNTERZEICHNET SIND, DURCH DIE</small> Z<small>EUGEN ZU BESTÄTIGEN</small>.
ט אחד גיטי נשים ואחד שחרורי עבדים שוו למוליך ולמביא וזו אחת מן הדרכים ששוו גיטי נשים לשחרורי עבדים:
9 S<small>OWOHL</small> S<small>CHEIDEBRIEFE ALS AUCH</small> F<small>REILASSUNGSBRIEFE, SIE GLEICHEN EINANDER BEIM HINBRINGEN UND BEIM</small> H<small>ERBRINGEN</small>. D<small>IES IST EINER VON DEN</small> P<small>UNKTEN, WORIN</small> S<small>CHEIDEBRIEFE UND</small> F<small>REILASSUNGSBRIEFE EINANDER GLEICHEN</small>.
י <big><strong>גמ׳</strong></big> מאי אינו יכול לומר אילימא חרש חרש בר אתויי גיטא הוא והתנן הכל כשרין להביא את הגט חוץ מחרש שוטה וקטן
10 GEMARA. Was heißt ‘nicht sagen kann’: wollte man sagen, wenn er taubstumm ist, so kann ja ein Taubstummer keinen Scheidebrief überbringen, denn wir haben gelernt, jeder sei zulässig, einen Scheidebrief zu überbringen, ausgenommen ein Tauber, ein Blöder und ein Minderjähriger!?
יא אמר רב יוסף הכא במאי עסקינן כגון שנתנו לה כשהוא פיקח ולא הספיק לומר בפני נכתב ובפני נחתם עד שנתחרש:
11 R. Joseph erwiderte: Hier wird von dem Falle gesprochen, wenn er ihn ihr gegeben hat, als er noch hörend war, und bevor er sagen konnte: er ist vor mir geschrieben und vor mir unterzeichnet worden, taubstumm geworden ist.
יב אחד גיטי נשים ואחד שיחרורי עבדים: תנו רבנן בשלשה דרכים שוו גיטי נשים לשיחרורי עבדים שוו למוליך ולמביא וכל גט שיש עליו עד כותי פסול חוץ מגיטי נשים ושחרורי עבדים וכל השטרות
12 S<small>CHEIDEBRIEFE UND</small> F<small>REILASSUNGSBRIEFE</small>. Die Rabbanan lehrten: In drei Punkten gleichen Scheidebriefe und Freilassungsbriefe einander: sie gleichen einander hinsichtlich des Hinbringens und Herbringens; jede Urkunde, auf der ein samaritanischer Zeuge unterzeichnet ist, ist ungültig, ausgenommen Scheidebriefe und Freilassungsbriefe; und alle Urkunden,