Gittin 25

Kapitel 25

א ומה אילו עבד כהן שברח ואשת כהן שמרדה על בעלה הלא אוכלים בתרומה וזה אינו אוכל
1 Der Sklave eines Priesters, der seinem Herrn entläuft, und die Frau eines Priesters, die sich ihrem Manne widersetzt. dürfen Hebe essen, dieser aber darf sie nicht essen. –
ב שפיר קאמר להו אמר רבא היינו דקא מהדרי ליה במתני' מפני שהוא קנינו דאי בעי שקיל ארבעה זוזי מישראל ופסיל ליה כל היכא דאיתיה
2 Er hat ihnen ja treffend erwidert!? Raba erwiderte: Das ist es, was sie ihm in der Mišna erwiderten: weil er sein Eigentum ist; denn, wenn er will, nimmt er vier Zuz von einem Jisraéliten und macht ihn hierzu untauglich, wo er sich auch befindet. –
ג ולרבי מאיר תינח עבד כהן עבד ישראל מאי איכא למימר אמר רבי שמואל בר רב יצחק מפני שמפסידו משפחה כנענית
3 Einleuchtend ist es nach R. Meír vom Sklaven eines Priesters, wie ist es aber vom Sklaven eines Jisraéliten zu erklären!? R. Šemuél b. R. Jiçḥaq erwiderte: Weil er ihm eine kenaa͑nitische Magd entzieht. –
ד אדרבה הרי הוא מתירו בבת חורין עבדא בהפקירא ניחא ליה זילא ליה שכיחא ליה פריצה ליה:
4 Im Gegenteil, er macht ihm ja eine Freie erlaubt!? – Einem Sklaven ist die Zügellosigkeit lieb; jene ist ihm gefügig, häufig und unkeusch.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> האומר תנו גט זה לאשתי שטר שחרור זה לעבדי ומת לא יתנו לאחר מיתה תנו מנה לאיש פלוני ומת יתנו לאחר מיתה:
5 <b>W</b><small>ENN JEMAND GESAGT HAT, DASS MAN DIESEN</small> S<small>CHEIDEBRIEF SEINER</small> F<small>RAU ODER DIESEN</small> F<small>REILASSUNGSBRIEF SEINEM</small> S<small>KLAVEN GEBE, UND GESTORBEN IST, SO GEBE MAN IHN NICHT NACH SEINEM</small> T<small>ODE; WENN ABER, DASS MAN JEMAND EINE</small> M<small>INE GEBE, UND GESTORBEN IST, SO GEBE MAN SIE IHM NACH SEINEM</small> T<small>ODE</small>.
ו <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב יצחק בר שמואל בר מרתא משמיה דרב והוא שצבורין ומונחין בקרן זוית
6 GEMARA. R. Jiçḥaq, Sohn des Šemuél b. Martha, sagte im Namen Rabhs: Nur dann, wenn [die Mine] reserviert in einem Winkel liegt. –
ז במאי עסקינן אילימא בבריא כי צבורין מאי הוי הא לא משך ואלא בשכיב מרע מאי איריא צבורין כי אין צבורין נמי דהא קיי"ל דדברי שכיב מרע ככתובים וכמסורין דמו
7 Von wem wird hier gesprochen, wenn von einem Gesunden, so ist ja nichts dabei, daß sie reserviert ist, jener hat sie ja nicht an sich gezogen, und wenn von einem Sterbenskranken, so sollte es doch nicht nur von einer reservierten, sondern auch von einer nicht reservierten gelten, denn es ist uns ja bekannt, daß die Worte eines Sterbenskranken als geschrieben und übergeben gelten!?
ח א"ר זביד לעולם בבריא וכדרב הונא אמר רב דאמר רב הונא אמר רב מנה לי בידך תנהו לו לפלוני במעמד שלשתן קנה
8 R. Zebid erwiderte: Tatsächlich von einem Gesunden, und zwar nach R. Hona im Namen Rabhs, denn R. Hona sagte im Namen Rabhs: [Wenn jemand zu einem gesagt hat:] ich habe bei dir eine Mine, gib sie diesem, so hat sie dieser, wenn sie alle drei beisammen sind, erworben.
ט רב פפא אמר לעולם בשכ"מ וכאידך דרב דאמר רב שכ"מ שאמר תנו מנה לפלוני מנכסי מנה זה נותנין מנה סתם אין נותנין
9 R. Papa erwiderte: Tatsächlich von einem Sterbenskranken, und zwar nach einer anderen Lehre Rabhs, denn Rabh sagte: Wenn ein Sterbenskranker gesagt hat, daß man jemand eine Mine von seinem Vermögen gebe, so gebe man sie ihm, wenn er ‘diese Mine’ gesagt hat, und gebe ihm nicht, wenn er ‘eine Mine’ gesagt hat,
י חיישינן שמא מנה קבור קאמר
10 denn es ist zu berücksichtigen, er habe vielleicht eine vergrabene Mine gemeint.
יא והלכתא לקבורה לא חיישינן רב פפא מאי טעמא לא אמר כרב זביד
11 Die Halakha ist, man berücksichtige das Vergrabene nicht. – Weshalb erklärt R. Papa nicht wie R. Zebid? –