Ketubot 121

Kapitel 121

א בריי דאכלה ביעי הוו לה בני עינני דאכלה כוורי הוו לה בני חינני דאכלה כרפסא הוו לה בני זיותני דאכלה כוסברתא הוו לה בני בישרני דאכלה אתרוגא הוו לה בני ריחני ברתיה דשבור מלכא אכלה בה אמה אתרוגא והוו מסקי לה לקמיה אבוה בריש ריחני
1 kräftige Kinder; die Eier ißt, bekommt großäugige Kinder; die Fische ißt, bekommt anmutige Kinder; die Eppich ißt, bekommt schöne Kinder; die Koriander ißt, bekommt fleischige Kinder; die Etrog ißt, bekommt duftende Kinder. Die Mutter der Tochter des Königs Sapor aß während ihrer [Schwangerschaft] Etrog, und man führte sie vor ihrem Vater an der Spitze aller Wohlgerüche.
ב אמר רב הונא בדק לן רב הונא בר חיננא היא אומרת להניק והוא אומר שלא להניק שומעין לה צערא דידה הוא הוא אומר להניק והיא אומרת שלא להניק מהו כל היכא דלאו אורחה שומעין לה היא אורחה והוא לאו אורחיה מאי בתר דידיה אזלינן או בתר דידה אזלינן
2 R. Honasagte: R. Hona b. Ḥenana prüfte uns [durch folgende Frage:] Wenn sie säugen will, er aber will, daß sie nicht säuge, so höre man auf sie, denn sie hatdie Schmerzen; wenn er will, daß sie säuge, sie aber nicht säugen will, so höre man, wenn es in ihrer [Familie] nicht Brauch ist, auf sie; wie ist es aber, wenn es in ihrer Brauch ist und in seiner nicht: richte man sich nach seiner oder richte man sich nach ihrer?
ג ופשיטנא ליה מהא עולה עמו ואינה יורדת עמו אמר רב הונא מאי קראה (בראשית כ, ג) והיא בעולת בעל בעלייתו של בעל ולא בירידתו של בעל ר' אלעזר אמר מהכא (בראשית ג, כ) כי היא היתה אם כל חי לחיים ניתנה ולא לצער ניתנה:
3 Wir entschieden es aus folgender Lehre: sie steigemit ihm und sinke nicht mit ihm. R. Hona sagte: Hierauf deutet folgender Schriftvers:<i>denn sie ist mit einem Manne vermählt</i>; mit dem Ehemanne in Erhöhungund nicht mit dem Ehemanne in Erniedrigung. R. Elea͑zar entnimmt dies aus folgendem:<i>denn sie ist die Mutter alles Lebenden</i>; sie ist ihm zum Leben gegeben und nicht zur Qual.
ד הכניסה לו שפחה וכו': הא שארא עבדא ותימא ליה עיילית לך איתתא בחריקאי משום דאמר לה הא טרחא לדידי ולדידה קמי דידך מאן טרח:
4 B<small>RACHTE SIE IHM EINE</small> S<small>KLAVIN MIT</small> &amp;<small>C</small>. Alles andere aber hat sie zu verrichten; sie kann ja zu ihm sagen: ich habe dir meinerstatt ein Weib gebracht!? – Er kann ihr erwidern: sie arbeitet für mich und für sich, wer arbeitet für dich?
ה שתים אינה מבשלת ואינה מניקה וכו': הא שארא עבדא ותימא ליה עיילית לך איתתא אחריתי דטרחה לדידי ולדידה וחדא לדידך ולדידה משום דאמר לה קמי אורחי ופרחי מאן טרח:
5 W<small>ENN ZWEI</small>, <small>SO BRAUCHT SIE AUCH NICHT ZU KOCHEN UND ZU SÄUGEN</small>. Alles andere aber hat sie zu verrichten; sie kann ja zu ihm sagen: ich habe dir noch ein Weib gebracht; eines, das für mich und für sich arbeitet, und eines, das für dich und für sich arbeitet!? – Er kann ihr erwidern: wer arbeitet für Gäste und Fremde?
ו שלש אינה מצעת המטה: הא שארא עבדא ותימא ליה עיילית לך אחריתי לאורחי ופרחי משום דאמר לה נפיש בני ביתא נפיש אורחי ופרחי
6 W<small>ENN DREI</small>, <small>SO BRAUCHT SIE IHM AUCH NICHT DAS</small> B<small>ETT ZU MACHEN</small>. Alles andere aber hat sie zu verrichten; sie kann ja zu ihm sagen: ich habe dir noch eine gebracht, für Gäste und Fremde!? – Er kann ihr erwidern: je größer der Haushalt, desto mehr die Gäste und Fremden. –
ז אי הכי אפי' ארבע נמי ארבע כיון דנפישי להו מסייען אהדדי
7 Demnach sollte es auch von vier gelten!? – Vier sind besonders viel und helfen einander.
ח א"ר חנא ואיתימא ר' שמואל בר נחמני לא הכניסה לו ממש אלא כיון שראויה להכניס אע"פ שלא הכניסה תנא אחד שהכניסה לו ואחד שצמצמה לו משלה:
8 R. Ḥana, manche sagen, R. Šemuél b. Naḥmani, sagte: Nicht wirklich mitgebracht, vielmehr [genügt es], daß sie mitzubringen imstandeist, auch wenn sie nicht mitgebracht hat. Es wird gelehrt: Einerlei ob mitgebracht oder selber gespart.
ט ארבע יושבת בקתדרא: אמר רב יצחק בר חנניא אמר רב הונא אע"פ שאמרו יושבת בקתדרא אבל מוזגת לו כוס ומצעת לו את המטה ומרחצת לו פניו ידיו ורגליו
9 W<small>ENN VIER</small>, <small>SO KANN SIE IM</small> L<small>EHNSTUHL SITZEN</small>. R. Jiçḥaq b. Ḥananja sagte im Namen R. Honas: Obgleich sie gesagt haben, sie könne im Lehnstuhl sitzen, dennoch muß sie ihm einen Becher einschenken, das Bett machen und Gesicht, Hände und Füßewaschen.
י אמר רב יצחק בר חנניא אמר רב הונא כל מלאכות שהאשה עושה לבעלה נדה עושה לבעלה חוץ ממזיגת הכוס והצעת המטה והרחצת פניו ידיו ורגליו
10 R. Jiçḥaq b. Ḥananja sagte [ferner] im Namen R. Honas: Alle Verrichtungen, die eine Frau für ihren Mann zu leisten hat, darf auch eine Menstruierende für ihren Mann verrichten, ausgenommen ihm einen Becher einschenken, das Bett machen und Gesicht, Hände und Füße waschen.
יא והצעת המטה אמר רבא לא אמרן אלא בפניו אבל שלא בפניו לית לן בה: ומזיגת הכוס שמואל מחלפא ליה דביתהו בידא דשמאלא אביי מנחא ליה אפומא דכובא רבא אבי סדיא רב פפא אשרשיפא
11 Vom Bettmachen gilt dies, wie Raba sagte, nur in seiner Gegenwart, in seiner Abwesenheit aber ist nichts dabei. Das Einschenken des. Bechers verrichtete die Frau Šemuéls zur Abwechslungmit der linken Hand. Die des Abajje setzte ihn ihm auf den Rand des Fasses; die des Raba auf das Polster; die des R. Papa auf die Fußbank.
יב אמר רב יצחק בר חנניא אמר רב הונא הכל משהין בפני השמש חוץ מבשר ויין אמר רב חסדא בשר שמן ויין ישן אמר רבא בשר שמן כל השנה כולה יין ישן בתקופת תמוז
12 R. Jiçḥaq b. Ḥananja sagte [ferner] im Namen R. Honas: Alles darf man dem Tischdiener vorenthalten, nur nicht Fleischund Wein. R. Ḥisda sagte: Fettes Fleisch und alten Wein. Raba sagte: Fettes Fleisch während des ganzen Jahres, alten Wein in der Jahreszeit des Tammuz.
יג אמר רב ענן בר תחליפא הוה קאימנא קמיה דמר שמואל ואייתו ליה תבשילא דארדי ואי לאו דיהב לי איסתכני אמר רב אשי הוה קאימנא קמיה דרב כהנא ואייתו ליה גרגלידי דליפתא בחלא ואי לאו דיהב לי איסתכני רב פפא אמר אפילו תמרתא דהנוניתא כללא דמילתא כל דאית ליה ריחא ואית ליה קיוהא
13 R. A͑nan b. Taḥlipha erzählte: Einst stand ich vor Meister Šemuél, und man brachte ihm eine Pilzspeise, und hätte er mir nicht davon gegeben, würde ich in Gefahrgeraten sein. R. Aši erzählte: Einst stand ich vor R. Kahana, und man brachte ihm Rübenköpfe in Essig, und hätte er mir nicht davon gegeben, würde ich in Gefahr geraten sein. R. Papa sagte: Auch Edeldatteln. Die Regel hierbei ist: alles, was Duft hat, alles, was Herbe hat.
יד אבוה בר איהי ומנימין בר איהי חד ספי מכל מינא ומינא וחד ספי מחד מינא מר משתעי אליהו בהדיה ומר לא משתעי אליהו בהדיה
14 Von Abuthb. Ihi und Minjamin b. Ihi gab einer [dem Tischdiener] von jedem Gerichte und der andere nur von einemGerichte; mit dem einen unterhielt sich Elijahu, mit dem anderen aber unterhielt sich Elijah u nicht.
טו הנהו תרתין חסידי ואמרי לה רב מרי ורב פנחס בני רב חסדא מר קדים ספי ומר מאחר ספי דקדים ספי אליהו משתעי בהדיה דמאחר ספי לא משתעי אליהו בהדיה
15 Von jenen zwei Frommen, manche sagen, R. Mari und R. Pinḥas, den Söhnen R. Ḥisdas, ließ einer [den Tischdiener] vorher essen, und der andere nachher; mit dem, der ihn vorher essen ließ, unterhielt sich Elijahu, mit dem aber, der ihn nachher essen ließ, unterhielt sich Elijahu nicht.
טז אמימר ומר זוטרא ורב אשי הוו קא יתבי אפיתחא דבי אזגור מלכא חליף ואזיל אטורנגא דמלכא חזייה רב אשי למר זוטרא
16 Einst saßen Amemar, Mar Zuṭra und R. Aši vor der Tür des Königs Jezdegerd, und der Tafeldiener des Königs ging an ihnen vorüber. Da bemerkte R. Aši, wie Mar Zuṭra