Ketubot 133

Kapitel 133

א מציעין תחתיו ובאין עניים ומקפלין אותן מאחריו איבעית אימא לכבודו הוא דעבד ואיבעית אימא כדבעי ליה למיעבד לא עבד כדאמרי אינשי לפום גמלא שיחנא
1 die hinter ihm die Armen zusammenrollten!? – Wenn du willst, sage ich: er tat dies zu seiner eigenen Ehrung, und wenn du willst, sage ich: nicht in dem Maße, wie er es sollte. Man pflegt nämlich zu sagen: Dem Kamele entsprechend die Last.
ב תניא אמר ר' אלעזר ברבי צדוק אראה בנחמה אם לא ראיתיה שהיתה מלקטת שעורים מבין טלפי סוסים בעכו קראתי עליה מקרא זה (שיר השירים א, ח) אם לא תדעי לך היפה בנשים צאי לך בעקבי הצאן ורעי את גדיותיך אל תקרי גדיותיך אלא גויותיך:
2 Es wird gelehrt: R. Elea͑zar b. Çadoq sagte: Ich will [keinen] Trost sehen, wenn ich sie nicht in A͑kko Gerstenkörner unter den Pferdehufen sammeln gesehen habe. Ich las dann über sie folgenden Schriftvers: <i>Wenn du nicht weißt, du der Weiber Schönste, so ziehe auf die Spuren der Schafe hinaus und weide deine Böcklein</i>; lies nicht <i>gdijothajikh</i> [deine Böcklein], sondern <i>gvijothajik</i> [deinen Körper].
ג אמר רב שמן בר אבא אמר ר' יוחנן הכניסה לו זהב שמין אותו והרי הוא כשוויו מיתיבי הזהב הרי הוא ככלים מאי לאו ככלים של כסף דפחתי לא ככלים של זהב דלא פחתי א"כ ככליו מיבעי ליה
3 R. Šamen b. Abba sagte im Namen R. Joḥanans: Bringt sie ihm Gold [in die Ehe], so schätze man es, und es gilt seinen Wert. Man wandte ein: Gold gleicht Geräten. Doch wohl Silbergeräten, die abgebraucht werden!? – Nein, Goldgeräten, die nicht abgebraucht werden. – Demnach sollte es doch heißen: solchen Geräten!?
ד ועוד תניא זהב הרי הוא ככלים דינרי זהב הרי הן ככספים רבן שמעון בן גמליאל אומר במקום שנהגו שלא לפורטן שמין אותן והרי הן בשוויהן רשב"ג אהייא אילימא אסיפא מכלל דתנא קמא סבר אפי' במקום שנהגו שלא לפורטן הא לא נפקי
4 Ferner wird ausdrücklich gelehrt: Gold gleicht Geräten, Golddenare gelten als [bares] Geld; R. Šimo͑n b. Gamliél sagt, in Orten, wo sie nicht in Scheidemünze gewechselt werden, schätze man sie, und sie gelten ihren Wert. Worauf bezieht sich R. Šimo͑n b. Gamliél: wenn auf den Schlußsatz, so wäre demnach der erste Autor der Ansicht, auch in Orten, wo sie nicht in Scheidemünze gewechselt werden, und da gehen sie ja nicht;
ה אלא לאו ארישא והכי קאמר זהב הרי הוא ככלים מאי כלים כלים של כסף רשב"ג אומר הרי הוא כדינרין של זהב במקום שנהגו שלא לפורטן
5 doch wohl auf den Anfangsatz, und [die Lehre] ist wie folgt zu verstehen: Gold gleicht Geräten, und zwar Silbergeräten; R. Šimo͑n b. Gamliél sagt, es gleiche Golddenaren in Orten, da man sie nicht in Scheidemünze wechselt. –
ו לא לעולם אסיפא ודנפקי ע"י הדחק ובהא קמיפלגי מר סבר כיון דנפקי משבחינן לה ומר סבר כיון דלא נפקי אלא ע"י הדחק לא משבחינן לה
6 Nein, tatsächlich auf den Schlußsatz, und zwar in dem Falle, wenn sie im Notfalle gehen. Ihr Streit besteht in folgendem: einer ist der Ansicht, da sie gehen, erfordern sie den Aufschlag, und einer ist der Ansicht, da sie nur im Notfalle gehen, erfordern sie den Aufschlag nicht.
ז איבעית אימא כולה רשב"ג היא וחסורי מיחסרא והכי קתני זהב הרי הוא ככלים דינרי זהב הרי הן ככספים בד"א במקום שנהגו לפורטן אבל במקום שנהגו שלא לפורטן שמין אותם והרי הן בשוויהן דברי רשב"ג שרבן שמעון בן גמליאל אומר במקום שנהגו שלא לפורטן שמין אותם והרי הן בשוויהן
7 Wenn du aber willst, sage ich: das ganze nach R. Šimo͑n b. Gamliél, nur ist [die Lehre] lückenhaft und muß wie folgt lauten: Gold gleicht Geräten, Golddenare gelten als [bares] Geld. Dies nur in Orten, wo man sie in Scheidemünze wechselt, in Orten aber, wo man sie nicht in Scheidemünze wechselt, schätze man sie, und sie gelten ihren Wert – so R. Šimo͑n b. Gamliél. R. Šimo͑n b. Gamliél sagte nämlich, wo man sie nicht in Scheidemünze wechselt, schätze man sie, und sie gelten ihren Wert. –
ח מ"מ ככליו מיבעי ליה קשיא איבעית אימא הכא במאי עסקינן בדהבא פריכא רב אשי אמר בממלא
8 Aber immerhin müßte es ja heißen: solchen Geräten!? – Ein Einwand. Wenn du aber willst, sage ich: diesgilt von Bruchgold. R. Aši erklärte: Von Goldstaub.
ט אמר רבי ינאי בשמים של אנטוכיא הרי הן ככספים אמר רבי שמואל בר נחמני אמר רבי יוחנן גמלים של ערביא אשה גובה פרנא מהם
9 R. Jannaj sagte: Parfümerien aus Antiochien gleichen [barem] Gelde. R. Šemuél b. Naḥmani sagte im Namen R. Joḥanans: Von arabischen Kamelen kann eine Frau ihr Heiratsgut einfordern.
י אמר רב פפי הני תותבי דבי מכסי אשה גובה פרנא מהם ואמר רב פפי הני שקי דרודיא ואשלי דקמחוניא אשה גובה פרנא מהן אמר רבא מריש הוה אמינא הני ארנקי דמחוזא אשה גובה פרנא מהם מאי טעמא אסמכתייהו עלייהו כיון דחזאי דשקלי להו ונפקי וכי משכחי ארעא זבני בהו אמינא אסמכתייהו אארעא הוא:
10 R. Papi sagte: Von Kleidern aus Be Mikhse kann eine Frau ihr Heiratsgut einfordern. Ferner sagte R. Papi: Von Säcken aus Rodja und Seilen aus Qimḥunja kann eine Frau ihr Heiratsgut einfordern. Raba sagte: Anfangs glaubte ich, eine Frau könne ihr Heiratsgut von Beuteln aus Maḥozaeinfordern, weil sie sich auf diese verläßt, als ich aber beobachtete, daß [die Frauen] diese beim Ausgehen mit sich nehmen und dafür, wenn es sich trifft, Grundbesitz kaufen, sagte ich: sie verlassen sich nur auf Grundbesitz.
יא <big><strong>מתני׳</strong></big> המשיא את בתו סתם לא יפחות לה מחמשים זוז פסק להכניסה ערומה לא יאמר הבעל כשאכניסנה לביתי אכסנה בכסותי אלא מכסה ועודה בבית אביה וכן המשיא את היתומה לא יפחות לה מחמשים זוז אם יש בכיס מפרנסין אותה לפי כבודה:
11 <b>W</b><small>ENN JEMAND SEINE</small> T<small>OCHTER STILLSCHWEIGEND</small><small>VERHEIRATET</small>, <small>SO GEBE ER IHR NICHT WENIGER ALS FÜNFZIG</small> Z<small>UZ</small>. V<small>EREINBARTE DER</small> B<small>RÄUTIGAM SIE NACKT ZU NEHMEN</small>, <small>SO KANN ER NICHT SAGEN</small>, <small>ER WERDE SIE EINKLEIDEN</small>, <small>ERST WENN ER SIE IN SEIN</small> H<small>AUS</small> <small>GENOMMEN HAT</small>, <small>VIELMEHR MUSS ER SIE NOCH IM</small> H<small>AUSE IHRES</small> V<small>ATERS EINKLEIDEN</small>. D<small>ESGLEICHEN GEBE MAN EINER</small> W<small>AISE</small>, <small>DIE VERHEIRATET WIRD</small>, <small>NICHT WENIGER ALS FÜNFZIG</small> Z<small>UZ</small>; <small>IST ABER GENÜGEND IN DER</small> K<small>ASSE</small>, <small>SO STATTE MAN SIE IHREM</small> S<small>TANDE ENTSPRECHEND AUS</small>.
יב <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר אביי חמשים זוזי פשיטי ממאי מדקתני סיפא אם יש בכיס מפרנסין אותה לפי כבודה ואמרינן מאי כיס אמר רחבה ארנקי של צדקה ואי סלקא דעתין חמשים זוזי ממש אם יש בכיס כמה יהבינן לה אלא שמע מינה חמשים זוזי פשיטי
12 GEMARA. Abajje sagte: Fünfzig Zuz Scheidemünze. – Woher dies? – Im Schlußsatze lehrt er, daß, wenn Geld in der Kasse ist, man sie ihrem Stande entsprechend ausstatte, und auf unsere Frage, welche Kasse gemeint sei, erwiderte Reḥaba, die Almosenkasse. Wieviel sollte man ihr denn geben, wenn darunter wirklich Zuzzu verstehen wären, wenn genügend in der Kasse ist!? Vielmehr sind fünfzig Zuz Scheidemünze zu verstehen.
יג ת"ר יתום ויתומה שבאו להתפרנס מפרנסין את היתומה ואחר כך מפרנסין את היתום מפני שהאיש דרכו לחזור על הפתחים ואין אשה דרכה לחזור יתום ויתומה
13 Die Rabbanan lehrten: Wenn ein Waisenknabe und ein Waisenmädchen zu ernähren sind, so ernähre man zuerst das Mädchen, und erst damit den Knaben, denn ein Mann kann betteln gehen, nicht aber kann ein Weib betteln gehen. Wenn ein Waisenknabe und ein Waisenmädchen