Ketubot 149

Kapitel 149

א (יהושע ט, יח) ולא הכום בני ישראל כי נשבעו להם נשיאי העדה וכמה רבים רב נחמן בר יצחק אמר שלשה ימים שנים רבים שלשה ר' יצחק אמר עשרה עדה כתיב בהו
1 <i>und die Kinder Jisraél erschlugen sie nicht, weil ihnen die Fürsten der Gemeinde zugeschworen hatten</i>. – Was heißt ‘viele’? R. Naḥman b. Jiçḥaq erklärte: Drei [Personen], denn unter <i>Tage</i>sind zwei, und unter <i>viele</i> sind drei [zu verstehen]. R. Jiçḥaq erklärte: Zehn, denn hierbei heißt es Gemeinde.
ב ר"מ אומר כל נדר שצריך חקירת חכם לא יחזיר ר' אלעזר אומר לא אסרו צריך אלא מפני שאינו צריך במאי קמיפלגי רבי מאיר סבר אדם רוצה שתתבזה אשתו בב"ד ר' אלעזר סבר אין אדם רוצה שתתבזה אשתו בב"ד
2 «R. Meír sagt, benötigt das Gelübde einer Untersuchung eines Gelehrten, so nehme er sie nicht wieder. R. Elea͑zar sprach: Man verbot es in dem Falle, wenn es benötigt, nur wegen des Falles, wenn es nicht benötigt.» Worin besteht ihr Streit? – R. Meír ist der Ansicht, man sei damit einverstanden, daß seine Frau sich bei Gerichtherabsetze, und R. Elea͑zar ist der Ansicht, man sei nicht damit einverstanden, daß seine Frau sich bei Gericht herabsetze.
ג רבא אמר הכא באשה חשובה עסקינן דאמר לא ניחא לי דאיתסר בקרובותיה
3 Raba erwiderte: Dawird von einer Frau aus vornehmer [Familie] gesprochen, denn er kann sagen, er wolle nicht, daß ihm ihre Verwandten verbotenwürden. –
ד אי הכי סיפא דקתני אבל הוא שהלך אצל חכם והתירו אצל רופא וריפא אותו מקודשת ליתני אינה מקודשת ולימא הכא באדם חשוב עסקינן דאמרה לא ניחא לי דאיתסר בקריביה
4 Wieso lehrt er demnach im Schlußsatze, daß, wenn erzu einem Gelehrten ging, und dieser ihm das Gelübde aufgelöst hat, zu einem Arzte, und dieser ihn geheilt hat, sie ihm angetraut sei, er sollte doch lehren, sie sei ihm nicht angetraut, underklären, dies gelte von einem Manne aus vornehmer [Familie], weil sie sagen kann, sie wolle nicht seinen Verwandten verbotenwerden!? –
ה איהי בכל דהו ניחא לה כדריש לקיש דאמר ר"ל טב למיתב טן דו מלמיתב ארמלו אביי אמר דשומשמנא גברא כורסיה בי חראתא רמי לה
5 Sie ist mit jedemzufrieden. Dies nach Reš Laqiš, denn Reš Laqiš sagte: Lieber zu zweien sitzen als verwitwet weilen. Abajje sagte: Gleicht ihr Mann auch einer Ameise, ihr Stuhl wird unter die Vornehmengesetzt.
ו רב פפא אמר דנפסא גברא תיקרייה בסיפי בבא ותיתיב רב אשי אמר דקלסא גברא לא בעי טלפחי לקידרא תנא וכולן מזנות ותולות בבעליהן:
6 R. Papa sagte: Ist ihr Mann auch wie eine Rübe, sie ruft ihn heran und sitzt mit ihm an der Türschwelle. R. Aši sagte: Ist ihr Mann auch wie ein Stengel, dennoch verlangt sie keine Linsen in den Kochtopf. Es wird gelehrt: Sie alle huren und hängen es ihren Männern an.
ז כל מומין שפוסלין וכו': תנא הוסיפו עליהן זיעה ושומא וריח הפה והני בכהני לא פסלי והתנן הזקן והחולה והמזוהם ותנן מומין אלו בין קבועין בין עוברין פסולין באדם
7 A<small>LLE</small> L<small>EIBESFEHLER</small>, <small>DIE UNTAUGLICH MACHEN</small> &amp;<small>C</small>. Es wird gelehrt: Zu jenenfügten sie noch Schwitzen, Warzen und [üblen] Mundgeruch hinzu. – Machen diese denn Priester nicht untauglich, wir haben ja gelernt: Das alte, das kranke und das stinkende, und hierzu haben wir gelernt: diese Fehler, ob dauernd oder vorübergehend, machen Menschenuntauglich!?
ח א"ר יוסי בר' חנינא לא קשיא כאן בזיעה עוברת כאן בזיעה שאינה עוברת
8 R. Jose b. R. Ḥanina erwiderte: Das ist kein Einwand; das eine gilt vom Schweiße, der sich entfernen läßt, und das andere vom Schweiße, der sich nicht entfernen läßt.
ט רב אשי אמר זיעה אמזוהם קא רמית התם גבי כהנים אפשר לעברה בקיוהא דחמרא ומריח הפה נמי אפשר דנקט פילפלא בפומיה ועביד עבודה אבל גבי אשה לא אפשר
9 R. Aši erwiderte: Du weisest auf einen Widerspruch zwischen Schwitzen und Stinken hin!? Ein Priester kann [den Schweiß] durch Weingeist entfernen, ebenso bei [üblem] Mundgeruche Pfeffer in den Mund nehmen und den Dienst verrichten, bei einer Frau aberist dies nicht möglich. –
י האי שומא היכי דמיא אי דאית בה שער הכא והכא פסלה אי דלא אית בה שער אי שומא גדולה היא הכא והכא פסלה אי שומא קטנה היא הכא והכא לא פסלה דתניא שומא שיש בה שער ה"ז מום אין בה שער גדולה ה"ז מום קטנה אין זה מום ואיזוהי גדולה פירש רשב"ג עד כאיסר האיטלקי
10 Von was für einer Warze gilt dies: ist sie behaart, so macht sie ja beide untauglich, und ist sie nicht behaart, so macht sie ja, wenn sie groß ist, beide untauglich, und wenn sie klein ist, beide nicht untauglich!? Es wird nämlich gelehrt: Eine behaarte Warze ist ein Leibesfehler, eine unbehaarte ist groß ein Leibesfehler und klein kein Leibesfehler. Was heißt groß? R. Šimo͑n b. Gamliél erklärte: Wie ein italischer Assar.
יא א"ר יוסי בר' חנינא בעומדת על פדחתה פדחתה ראה וניפייס הוא א"ר פפא בעומדת לה תחת כפה של ראשה וזימנין דמתחזיא וזימנין דלא מתחזיא
11 R. Jose b. R. Ḥanina erwiderte: Wenn sie sich auf ihrer Stirn befindet. – Auf ihrer Stirn sah er sie ja und war einverstanden!? R. Papa erwiderte: Wenn sie sich unter ihrer Haube befindet; zuweilen ist sie zu sehen und zuweilen ist sie nicht zu sehen.
יב א"ר חסדא הא מילתא מגברא רבה שמיע לי ומנו ר' שילא נשכה כלב ונעשה מקומו צלקת הרי זה מום א"ר חסדא קול עבה באשה ה"ז מום שנאמר (שיר השירים ב, יד) כי קולך ערב ומראך נאוה: תני ר' נתן ביראה בין דדי אשה טפח סבר רב אחא בריה דרבא קמיה דרב אשי למימר טפח למעליותא א"ל רב אשי גבי מומין תניא וכמה אמר אביי שלש אצבעות
12 R. Ḥisda sagte: Folgendes hörte ich von einem bedeutenden Manne, es ist R. Šila: Wenn ein Hund sie gebissen hat und an der Stelle eine Narbe entstanden ist, so ist dies ein Leibesfehler. R. Ḥisda sagte: Eine grobe Stimme ist bei einer Frau ein Fehler, denn es heißt:<i>denn deine Stimme ist süß und deine Gestalt anmutig</i>. R. Nathan aus Bira lehrte: [Der Abstand] einer Handbreite zwischen den Brüsten einer Frau. R. Aḥa, der Sohn Rabas, wollte vor R. Aši erklären, eine Handbreite, als Vorzug, da sprach R. Aši zu ihm: Dies wurde unter den Leibesfehlern gelehrt. – Wieviel [normal]? Abajje erwiderte: Drei Fingerbreiten.
יג תניא ר' נתן אומר כל אשה שדדיה גסין משל חברותיה ה"ז מום וכמה א"ר מיישא בר בריה דרבי יהושע בן לוי משמיה דר' יהושע בן לוי טפח ומי איכא כי האי גוונא אין דאמר רבה בר בר חנה אני ראיתי ערביא אחת שהפשילה דדיה לאחוריה והניקה את בנה
13 Es wird gelehrt: R. Nathan sagte: Wenn eine Frau größere Brüste hat als andere, so ist dies ein Leibesfehler. – Um wieviel? R. Mejaša, Sohnessohn des R. Jehošua͑ b. Levi, erwiderte im Namen des R. Jehošua͑ b. Levi: Um eine Handbreite. – Gibt es denn so etwas? – Freilich; so erzählte Rabba b. Bar Ḥana, er habe eine Araberin gesehen, die ihre Brüste nach rückwärts warf und ihren Sohn säugte.
יד (תהלים פז, ה) ולציון יאמר איש ואיש יולד בה והוא יכוננה עליון א"ר מיישא בר בריה דר' יהושע בן לוי אחד הנולד בה ואחד המצפה לראותה אמר אביי וחד מינייהו עדיף כתרי מינן אמר רבא וחד מינן כי סליק להתם עדיף כתרי מינייהו דהא רבי ירמיה דכי הוה הכא לא הוה ידע מאי קאמרי רבנן כי סליק להתם קרי לן בבלאי טפשאי:
14 <i>Aber von Çijon wird gesagt: ein Mann und noch ein Mann ist darin geboren, und er gründet es, der Höchste</i>. R. Mejaša, Sohnessohn des R. Jehošua͑ b. Levi, sagte: Einerlei ob man darin geboren ist, oder man es zu sehen hofft. Abajje sagte: Einer von ihnenist so bedeutend wie zwei von uns. Raba sagte: Wenn aber einer von uns nach dort hinaufgeht, ist er so bedeutend wie zwei von ihnen. So verstand R. Jirmeja nicht, solange er hier war, was die Rabbanan sprachen, nachdem er aber nach dort hinaufgegangen war, nannte er uns ‘törichte Babylonier’.
טו <big><strong>מתני׳</strong></big> היו בה מומין ועודה בבית אביה האב צריך להביא ראיה שמשנתארסה היו בה מומין הללו ונסתחפה שדהו נכנסה לרשות הבעל הבעל צריך להביא ראיה שעד שלא נתארסה היו בה מומין אלו והיה מקחו מקח טעות דברי ר"מ וחכמים אומרים במה דברים אמורים במומין שבסתר
15 <b>H</b><small>ATTE SIE</small> L<small>EIBESFEHLER</small>, <small>ALS SIE NOCH IM</small> H<small>AUSE IHRES</small> V<small>ATERS WEILTE</small>, <small>SO HAT DER</small> V<small>ATER</small><small>DEN</small> B<small>EWEIS ZU ERBRINGEN</small>, <small>DASS DIE</small> F<small>EHLER AN IHR ENTSTANDEN SIND</small>, <small>ERST NACHDEM SIE SICH VERLOBTE</small>, <small>UND</small> <small>SEIN</small> F<small>ELD ÜBERSCHWEMMT</small><small>WORDEN IST</small>, <small>UND IST SIE BEREITS IN DIE</small> G<small>EWALT DES</small> E<small>HEMANNES GEKOMMEN</small>, <small>SO HAT DER</small> E<small>HEMANN DEN</small> B<small>EWEIS ZU ERBRINGEN</small>, <small>DASS SIE DIE</small> F<small>EHLER HATTE</small>, <small>NOCH BEVOR SIE SICH VERLOBTE</small>, <small>UND SEIN</small> K<small>AUF EIN IRRTÜMLICHER WAR</small> – <small>SO</small> R. M<small>EÍR</small>. D<small>IE</small> W<small>EISEN SAGEN</small>, <small>DIES GELTE NUR VON VERBORGENEN</small> L<small>EIBESFEHLERN</small>,