Ketubot 158

Kapitel 158

א ולד בהמת מלוג משלם תשלומי כפל לאשה
1 zahle das Doppeltean die Frau. –
ב כמאן לא כרבנן ולא כחנניה דתניא ולד בהמת מלוג לבעל ולד שפחת מלוג לאשה וחנניה בן אחי יאשיה אמר עשו ולד שפחת מלוג כולד בהמת מלוג
2 Weder nach den Rabbanan noch nach Ḥananja!? Es wird nämlich gelehrt: Das Junge eines zum Nießbrauchgute gehörenden Viehs gehört dem Ehemanne, das Kind einer zum Nießbrauchgute gehörenden Sklavin gehört der Frau. Ḥananja, der Bruderssohn Jošijas, sagt, sie haben das Kind einer zum Nießbrauchgute gehörenden Sklavin dem Jungen eines zum Nießbrauchgute gehörenden Viehs gleichgestellt. –
ג אפי' תימא דברי הכל פירא תקינו ליה רבנן פירא דפירא לא תקינו ליה רבנן
3 Du kannst auch sagen, nach aller Ansicht, denn die Rabbanan haben ihm nur die Früchte zugesprochen, nicht aber die Früchte der Früchte. –
ד בשלמא לחנניה היינו דלא חיישינן למיתה
4 Erklärlich ist die Ansicht Ḥananjas, denn man berücksichtige das Sterbennicht,
ה אלא רבנן אי חיישי למיתה אפי' ולד בהמת מלוג נמי לא ואי לא חיישי למיתה אפילו ולד שפחת מלוג נמי
5 nach den Rabbanan aber sollte, wenn sie das Sterben berücksichtigen, dies auch vom Jungen eines zum Nießbrauchgute gehörenden Viehsgelten, und wenn sie das Sterben nicht berücksichtigen, dies auch vom Kinde einer zum Nießbrauchgute gehörenden Sklavin gelten!? –
ו לעולם חיישי למיתה ושאני בהמה דאיכא עורה
6 Tatsächlich berücksichtigen sie das Sterben, nur verhält es sich bei einem Vieh anders, da die Hautzurückbleibt.
ז אמר רב הונא בר חייא אמר שמואל הלכה כחנניה אמר רבא אמר רב נחמן אע"ג דאמר שמואל הלכה כחנניה מודה חנניה שאם נתגרשה נותנת דמים ונוטלתן מפני שבח בית אביה
7 R. Hona b. Ḥija sagte im Namen Šemuéls: Die Halakha ist wie Ḥananja. Raba sagte im Namen R. Naḥmans: Obgleich Šemuél gesagt hat, die Halakha sei wie Ḥananja, dennoch pflichtet Ḥananja bei, daß [die Frau], wenn sie geschieden wird, den Geldbetrag ersetzen und [das Kind] erhalten kann, wegen des Ansehens ihres Vaterhauses.
ח אמר רבא אמר רב נחמן הכניסה לו עז לחלבה ורחל לגיזתה ותרנגולת לביצתה ודקל לפירותיו אוכל והולך עד שתכלה הקרן א"ר נחמן עיילא ליה גלימא פירא הוי מכסי ביה ואזיל עד דכליא
8 Raba sagte im Namen R. Naḥmans: Hat sie ihm eine Ziege zum Melken, ein Schaf zur Schur, eine Henne zum Eierlegen oder eine Dattelpalme zum Fruchtertrage eingebracht, so kann er solange die Früchte genießen, bis das Grundkapital nicht mehr da ist.
ט כמאן כי האי תנא דתניא המלח והחול הרי זה פירות פיר של גפרית מחפורת של צריף ר"מ אומר קרן וחכ"א פירות:
9 R. Naḥman sagte: Hat sie ihm ein Gewand eingebracht, so gilt [die Benutzung] als Frucht; er kleide sich damit, bis es verbrauchtist.
י ר"ש אומר מקום שיפה כחו: ר"ש היינו ת"ק אמר רבא מחוברין בשעת יציאה איכא בינייהו:
10 Dies nach dem Autor der folgenden Lehre: Salz und Sand gelten als Frucht; Schwefelgrube und Alaunschacht gelten, wie R. Meír sagt, als Grundkapital, und wie die Weisen sagen, als Frucht.
יא <big><strong>מתני׳</strong></big> נפלו לה עבדים ושפחות זקנים ימכרו וילקח מהן קרקע והוא אוכל פירות רשב"ג אומר לא תמכור מפני שהן שבח בית אביה נפלו לה זיתים וגפנים זקנים ימכרו וילקח בהן קרקע והוא אוכל פירות ר' יהודה אומר לא תמכור מפני שהן שבח בית אביה:
11 R. Š<small>IMO͑N SAGTE</small>: W<small>O ER IM</small> V<small>ORTEILE IST</small>. R. Šimo͑n sagt ja dasselbe, was der erste Autor!? Raba erwiderte: Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der beim Austreten [am Boden] haftenden. <b>F</b><small>ALLEN IHR ALTE</small> S<small>KLAVEN UND</small> S<small>KLAVINNEN ZU</small>, <small>SO SIND SIE ZU VERKAUFEN UND DAFÜR EIN</small> G<small>RUNDSTÜCK ZU KAUFEN</small>, <small>UND ER GENIESST DIE</small> F<small>RÜCHTE</small>; R. Š<small>IMO͑N B</small>. G<small>AMLIÉL SAGT</small>, <small>SIE BRAUCHE SIE NIGHT ZU VERKAUFEN</small>, <small>WEIL SIE ZUM</small> A<small>NSEHEN IHRES</small> V<small>ATERHAUSES</small><small>GEHÖREN</small>. F<small>ALLEN IHR ALTE</small> O<small>LIVENBÄUME UND</small> W<small>EINSTÖCKE ZU</small>, <small>SO SIND SIE ZU VERKAUFEN UND DAFÜR EIN</small> G<small>RUNDSTÜCK ZU KAUFEN</small>, <small>UND ER GENIESST DIE</small> F<small>RÜCHTE</small>. R. J<small>EHUDA SAGT</small>, <small>SIE BRAUCHE SIE NICHT ZU VERKAUFEN</small>, <small>WEIL SIE ZUM</small> A<small>NSEHEN IHRES</small> V<small>ATERHAUSES GEHÖREN</small>.
יב <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב כהנא אמר רב מחלוקת שנפלו בשדה שלה אבל בשדה שאינה שלה דברי הכל תמכור משום דקא כליא קרנא
12 GEMARA. R. Kahana sagte im Namen Rabhs: Der Streit besteht nur über den Fall, wenn sie ihr auf ihrem Felde zufallen, wenn aber auf einem fremden Felde, stimmen alle überein, daß sie zu verkaufen sind, weil das Grundkapital aufgezehrtwird.
יג מתקיף לה רב יוסף הרי עבדים ושפחות דכי שדה שאינה שלה דמי ופליגי אלא אי איתמר הכי איתמר אמר רב כהנא אמר רב מחלוקת בשדה שאינה שלה אבל בשדה שלה דברי הכל לא תמכור מפני שבח בית אביה:
13 R. Joseph wandte ein: Sklaven und Sklavinnen gleichen ja [Obstbäumen] auf fremdemFelde, und sie streiten!? – Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: R. Kahana sagte im Namen Rabhs: Der Streit besteht nur über den Fall, wenn auf fremdem Felde, wenn aber auf ihrem Felde, stimmen alle überein, daß sie nicht zu verkaufen braucht, wegen des Ansehens ihres Vaterhauses.
יד <big><strong>מתני׳</strong></big> המוציא הוצאות על נכסי אשתו הוציא הרבה ואכל קימעא קימעא ואכל הרבה מה שהוציא הוציא ומה שאכל אכל הוציא ולא אכל ישבע כמה הוציא ויטול:
14 <b>W</b><small>ENN JEMAND AUF DIE</small> G<small>ÜTER SEINER</small> F<small>RAU</small> A<small>USGABEN GEMACHT HAT</small>, <small>EINERLEI OB VIEL AUSGEGEBEN UND WENIG GENOSSEN ODER WENIG</small> [<small>AUSGEGEBEN</small>] <small>UND VIEL GENOSSEN</small>, <small>SO HAT ER</small>, <small>WAS ER AUSGEGEBEN</small>, <small>AUSGEGEBEN</small>, <small>UND WAS ER GENOSSEN</small>, <small>GENOSSEN</small>. H<small>AT ER NUR AUSGEGEBEN UND NICHTS GENOSSEN</small>, <small>SO SCHWÖRE ER</small>, <small>WIEVIEL ER AUSGEGEBEN</small>, <small>UND ER ERHÄLT DEN</small> [E<small>RSATZ</small>].
טו <big><strong>גמ׳</strong></big> וכמה קימעא אמר רבי אסי אפילו גרוגרת אחת והוא שאכלה דרך כבוד אמר
15 GEMARA. Was heißt wenig? R. Asi erwiderte: Selbst nur eine einzige Dörrfeige; jedoch nur dann, wenn er sie in würdiger Weise genossen hat.