Ketubot 51

Kapitel 51

א במסיח לפי תומו כי הא דאמר רב יהודה אמר שמואל מעשה באדם אחד שהיה מסיח לפי תומו ואמר זכורני כשאני תינוק ומורכב על כתיפו של אבא והוציאוני מבית הספר והפשיטוני את כותנתי והטבילוני לאכול בתרומה לערב
1 Wenn er es harmlosberichtet. So erzählte R. Jehuda im Namen Šemuéls: Einst erzählte jemand harmlos: ich erinnere mich, als ich noch ein Kind war und auf der Schulter meines Vaters ritt, holte man mich aus der Schule, zog mir das Hemd ab und ließ mich untertauchen, um abends Hebezu essen.
ב ור' חייא מסיים בה וחבירי בדילין ממני והיו קורין אותי יוחנן אוכל חלות והעלהו רבי לכהונה על פיו
2 R. Ḥija fügte noch folgendes hinzu: meine Genossen sonderten sich von mir ab und nannten mich Joḥanan Kuchenesser. Auf Grund seiner Erzählung erhob ihn Rabbi in den Priesterstand.
ג תניא ר"ש בן אלעזר אומר כשם שתרומה חזקה לכהונה כך מעשר ראשון חזקה לכהונה והחולק בבית דין אינה חזקה
3 Es wird gelehrt: R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagte: Wie die Hebe als Präsumtion der [Zugehörigkeit zur] Priesterschaft gilt, ebenso gilt der erste Zehntals Präsumtion der [Zugehörigkeit zur] Priesterschaft, der Anteil durch das Gericht gilt nicht als Präsumtion. —
ד מעשר ראשון דלוי הוא כר"א בן עזריה דתניא תרומה לכהן מעשר ראשון ללוי דברי ר"ע ר"א בן עזריה אומר מעשר ראשון אף לכהן אימור דאר"א בן עזריה אף לכהן לכהן ולא ללוי מי אמר
4 Der erste Zehnt gehört ja dem Leviten!? — Nach R. Elea͑zar b. A͑zarja, denn es wird gelehrt: Die Hebe dem Priester, der erste Zehnt dem Leviten — so R. A͑qiba; R. Elea͑zar b. A͑zarja sagt, der erste Zehnt auch dem Priester. — Allerdings sagt R. Elea͑zar b. A͑zarja: auch dem Priester, sagt er etwa: nur dem Priester und nicht dem Leviten!? —
ה אין בתר דקנסינהו עזרא ודלמא איקרו ויהבו ליה אמר רב חסדא הכא במאי עסקינן כגון דמוחזק לן באבוה דהאי דכהן הוא ונפק עליה קלא דבן גרושה ובן חלוצה הוא וחלקו ליה לדידיה מעשר בבית הגרנות
5 Freilich, nachdem E͑zra [die Leviten] gemaßregelthat. — Es kann ja vorgekommen sein, daß jemandihm gegeben hat!? R. Ḥisda erwiderte: Dies gilt von einem, dessen Vater als Priester bekannt ist, über den aber ein Gerücht geht, er sei der Sohn einer Geschiedenenoder einer Ḥaluça, und man ihm in der Tenne den Zehnten verabreicht hat.
ו לוי דלאו לוי הוא מאי איכא למימר בן גרושה או בן חלוצה הוא לא מיבעיא למאן דאמר מעשר ראשון אסור לזרים דלא הוו יהבי ליה אלא אפילו למ"ד מעשר ראשון מותר לזרים הני מילי למיספק להו אבל בתורת חלוקה לא יהבי ליה
6 Levite kann er nicht sein, denn er ist es janicht, und wenn man annehmen wollte, er sei der Sohn einer Geschiedenen oder einer Ḥaluça, so würde man nach demjenigen, welcher sagt, der erste Zehnt sei Gemeinen verboten, ihn ihm entschieden nicht gegeben haben, aber auch nach demjenigen, welcher sagt, der erste Zehnt sei Gemeinen erlaubt, gilt dies nur vom Genusse, als Anteil aber dürfte man ihn ihm nicht geben. —
ז והחולק בבית דין אינה חזקה אי בבית דין לא הויא חזקה היכא הויא חזקה אמר רב ששת הכי קאמר החולק תרומה בנכסי אביו עם אחיו בבית דין אינה חזקה
7 «Der Anteil durch das Gericht gilt nicht als Präsumtion.» Wenn er sogar bei Gericht nicht als Präsumtion gilt, wo sollte er sonst als Präsumtion gelten!? R. Šešeth erwiderte: Er meint es wie folgt: wenn jemand den Nachlaß seines Vaters mit seinen Brüdern durch das Gericht geteilt hat, so gilt [sein Anteil] an der Hebe nicht als Präsumtion. —
ח פשיטא מהו דתימא מדהנך לאכילה האי נמי לאכילה קמ"ל הנך לאכילה האי לזבוני:
8 Selbstverständlich!? — Man könnte schließen, wie jene sie zum Essen [erhalten haben], ebenso dieser zum Essen, so lehrt er uns, jene zum Essen, dieser zum Verkaufe.
ט רבי יהודה אומר אין מעלין לכהונה על פי עד אחד וכו': רשב"ג היינו רבי אליעזר וכי תימא ערער חד איכא בינייהו דרבי אליעזר סבר ערער חד ורשב"ג סבר ערער תרי האמר רבי יוחנן דברי הכל אין ערער פחות משנים
9 R. J<small>EHUDA SAGTE:</small> A<small>UF DIE</small> A<small>USSAGE EINES</small> Z<small>EUGEN HIN ERHEBE MAN NICHT IN DEN</small> P<small>RIESTERSTAND &amp;C</small>. R. Šimo͑n b. Gamliélsagt ja dasselbe, was R. Elea͑zar!? Wolltest du sagen, sie streiten über die Anfechtung an sich, R. Elea͑zar sei der Ansicht, eine Anfechtung könne durch einen erfolgen, und R. Šimo͑n b. Gamliél sei der Ansicht, eine Anfechtung könne nur durch zwei erfolgen, so sagte ja R. Joḥanan, alle stimmen überein, eine Anfechtung könne nur durch mindestens zwei erfolgen. —
י אלא הכא במאי עסקינן דמוחזק לן באבוה דהאי דכהן הוא ונפק עליה קלא דבן גרושה או בן חלוצה הוא ואחתיניה ואתא עד אחד ואמר ידענא ביה דכהן הוא
10 Vielmehr, dies gilt von einem, dessen Vater als Priester bekannt ist, über den aber ein Gerücht ausgegangen war, er sei der Sohn einer Geschiedenen oder einer Ḥaluça, infolgedessen man ihnausstieß, worauf ein einzelner Zeuge gekommen war und bekundet hat, er wisse von ihm, daß er [unbemakelter] Priester sei,