Kiddushin 152

Kapitel 152

א מוקים לה בלויה ובת ישראל אלא מתניתא נימא פליגא לא מאי עוד אחת זוג אחת
1 auf eine Levitin und eine Jisraélitin zu beziehen, die Barajtha aber, sollte sie streiten? – Nein, unter ‘noch eine’ ist noch ein Paar zu verstehen.
ב אמר רב יהודה א"ר זו דברי ר' מאיר אבל חכמים אומרים כל משפחות בחזקת כשרות הן עומדות איני והאמר רב חמא בר גוריא אמר רב משנתינו כשקורא עליו ערער מאן דמתני הא לא מתני הא
2 R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Dies ist die Ansicht R. Meírs, die Weisen aber sagen, jede Familie befinde sich im Zustande der Makellosigkeit. – Dem ist ja aber nicht so, R. Ḥama b. Gorja sagte ja im Namen Rabhs, unsere Mišna spreche von dem Falle, wenn über ihn eine Anfechtung vorhanden ist!? – Wer das eine lehrte, lehrte das andere nicht.
ג איכא דאמרי אמר רב יהודה אמר רב זו דברי ר' מאיר אבל חכמים אומרים כל משפחות בחזקת כשרות הן עומדות אמר רב חמא בר גוריא אמר רב אם קורא עליו ערער צריך לבדוק אחריה
3 Manche lesen: R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Dies ist die Ansicht R. Meírs, die Weisen aber sagen, jede Familie befinde sich im Zustande der Makellosigkeit. Hierzu sagte R. Ḥama b. Gorja im Namen Rabhs: Wenn über eine [Familie] eine Anfechtung vorhanden ist, so muß sie untersucht werden.
ד אין בודקין מן המזבח ולמעלה מאי טעמא אי לאו דבדקוה לא הוו מסקי ליה ולא מן הדוכן ולמעלה מאי טעמא דאמר מר ששם היו יושבים מייחסי כהונה ומייחסי לויה
4 M<small>AN UNTERSUCHE NICHT ÜBER DEN</small> A<small>LTAR HINAUS</small>. Aus welchem Grunde? – Wenn man ihn nicht untersucht hätte, würde man ihn nicht hinaufgebracht haben. N<small>OCH ÜBER DIE</small> E<small>STRADE HINAUS</small>. Aus welchem Grunde? – Der Meister sagte: da saßen die [Untersuchenden der] Herkunft der Priester und der Leviten.
ה ולא מסנהדרין ולמעלה מאי טעמא דתני רב יוסף כשם שבית דין מנוקין בצדק כך מנוקין מכל מום אמר מרימר מאי קראה (שיר השירים ד, ז) כולך יפה רעיתי ומום אין בך
5 N<small>OCH ÜBER DAS</small> S<small>YNEDRIUM HINAUS</small>. Aus welchem Grunde? R. Joseph lehrte: Wie das Gericht hinsichtlich der Gerechtigkeit rein sein muß, ebenso muß es von jedem Makel rein sein. Meremar sagte: Hierauf deutet folgender Schriftvers: <i>alles an dir ist schön, meine Traute, kein Makel ist an dir</i>. –
ו אימא מומא ממש אמר רב אחא בר יעקב אמר קרא (במדבר יא, טז) והתיצבו שם עמך עמך בדומים לך
6 Vielleicht ein wirkliches Gebrechen!? R. Aḥa b. Ja͑qob erwiderte: Die Schrift sagt: <i>sie sollen sich da mit dir aufstellen</i>, mit dir, die dir gleichen. –
ז ודלמא משום שכינה אמר רב נחמן אמר קרא (שמות יח, כב) והקל מעליך ונשאו אתך בדומים לך
7 Vielleicht wegen der Göttlichkeit!? R. Naḥman erwiderte: Die Schrift sagt: <i>sie sollen mit dir tragen</i>, die dir gleichen.
ח כל מי שהוחזקו אבותיו משוטרי הרבים למימרא דלא מוקמינן מפסולים ורמינהו הכל כשרים לדון דיני ממונות ואין הכל כשרים לדון דיני נפשות והוינן בה הכל לאיתויי מאי ואמר רב יהודה לאיתויי ממזר אמר אביי בירושלים וכן תני רב שמעון בר זירא בקידושי דבי לוי בירושלים
8 D<small>IEJENIGEN</small>, <small>VON DENEN BEKANNT IST</small>, <small>DASS IHRE</small> V<small>ORFAHREN</small> G<small>EMEINDEBEAMTE</small> &amp;<small>C</small>. Demnach werden Bemakelte nicht als solche eingesetzt, und dem widersprechend wird gelehrt, jeder sei zulässig, in Geldangelegenheiten zu richten, und nicht jeder sei zulässig, in Todesstrafsachen zu richten, und auf unsere Frage, was das ‘jeder’ einschließe, erwiderte R. Jehuda, dies schließe ein Hurenkind ein!? Abajje erwiderte: In Jerušalem. Ebenso lehrte R. Šimo͑n b. Zera im [Traktate von der] Trauung nach [Rezension] Levis: in Jerušalem.
ט וגבאי צדקה משיאים מאי טעמא כיון דמנצו בהדי אינשי דאמר מר ממשכנים על הצדקה ואפילו בערב שבת ואם איתא דאיכא אית ליה קלא
9 A<small>LMOSENEINNEHMER WAREN</small>, <small>DÜRFEN VERHEIRATEN</small>. Aus welchem Grunde? Weil sie mit den Leuten zanken, denn der Meister sagte, man pfände wegen der Almosenbeiträge, selbst am Vorabend des Šabbaths, und wenn ihnen etwas anhaftet, wird dies bekannt.
י אושפזיכניה דרב אדא בר אהבה גיורא הוה והוה קא מנצי איהו ורב ביבי מר אמר אנא עבידנא סררותא דמתא ומר אמר אנא עבידנא סררותא דמתא אתו לקמיה דרב יוסף אמר להו תנינא (דברים יז, טו) שום תשים עליך מלך מקרב אחיך כל משימות שאתה משים לא יהיה אלא מקרב אחיך
10 Der Wirt des R. Ada b. Ahaba, der Proselyt war, stritt mit R. Bebaj; einer sagte, er wolle die Aufsicht über die Stadt übernehmen, und der andere sagte, er wolle die Aufsicht über die Stadt übernehmen. Als sie hierauf zu R. Joseph kamen, sprach er zu ihnen: Es wird gelehrt: <i>Du sollst einen König über dich setzen, aus der Mitte deiner Brüder</i>; in jedes Amt, das du zu besetzen hast, darfst du nur einen aus der Mitte deiner Brüder einsetzen.
יא אמר ליה רב אדא בר אהבה ואפילו אמו מישראל אמר ליה אמו מישראל מקרב אחיך קרינא ביה הלכך רב ביבי דגברא רבא הוא ליעיין במילי דשמיא ומר ליעיין במילי דמתא אמר אביי הלכך מאן דמשרי צורבא מדרבנן באושפיזיכניה לאשרי כרב אדא בר אהבה דידע למהפיך ליה בזכותיה
11 R. Ada b. Ahaba sprach zu ihm: Auch wenn seine Mutter von Jisraéliten stammt? – Dann heißt dies: <i>aus der Mitte deiner Brüder</i>. Daher mag R. Bebaj, der ein bedeutender Mann ist, sich mit den religiösen Dingen befassen, und der Meister befasse sich mit den städtischen Angelegenheiten. Abajje sagte: Wer einen Gelehrtenjünger bei sich wohnen haben will, wähle einen, wie R. Ada b. Ahaba, damit er seine Interessen wahrnehme.
יב רבי זירא מטפל בהו רבה בר אבוה מטפל בהו במערבא אפילו ריש כורי לא מוקמי מינייהו בנהרדעא אפי' ריש גרגותא לא מוקמי מינייהו
12 R. Zera bemühte sich mit ihnen. Rabba b. Abuha bemühte sich mit ihnen. Im Westen stellten sie aus ihnen nicht einmal einen Maßaufseher an. In Nehardea͑ stellten sie aus ihnen nicht einmal einen Zisternenaufseher an.
יג רבי יוסי אומר אף מי שהיה וכו' מאי טעמא דייקי ומחתמי
13 R. J<small>OSE SAGT</small>, <small>AUCH</small> &amp;<small>C</small>. Aus welchem Grunde? Sie waren beim Eintragen vorsichtig.
יד רבי חנינא בן אנטיגנוס וכו' אמר רב יהודה אמר שמואל בחיילות של בית דוד אמר רב יוסף מאי קרא (דברי הימים א ז, מ) והתיחשם בצבא במלחמה וטעמא מאי אמר רב יהודה אמר רב כדי שתהא זכותן וזכות אבותם מסייעתן
14 R. Ḥ<small>ANINA B</small>. A<small>NTIGONOS</small> &amp;<small>C</small>. R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Dies gilt von den Truppen des Davidischen Hauses. R. Joseph sagte: Hierauf deutet folgender Schriftvers: <i>und ihre Verzeichneten im Kriegsheere</i>. – Aus welchem Grunde? R. Jehuda erwiderte im Namen Rabhs: Damit ihre Verdienste und die Verdienste ihrer Vorfahren ihnen beistehen. –
טו והאיכא (שמואל ב כג, לז) צלק העמוני מאי לאו דאתי מעמון לא דיתיב בעמון והאיכא (שמואל ב כג, לט) אוריה החתי מאי לאו דאתי מחת לא דיתיב בחת
15 Unter ihnen war ja Çeleq der A͑mmoniter, der wahrscheinlich von A͑mmon stammte!? – Nein, er wohnte in A͑mmon. – Unter ihnen war ja Urija der Ḥitti, der wahrscheinlich von Ḥeth stammte!? – Nein, er wohnte in Ḥeth. –
טז והאיכא (שמואל ב טו, יט) אתי הגיתי וכי תימא הכי נמי דיתיב בגת והא אמר רב נחמן אתי הגיתי בא ובטלה
16 Unter ihnen war ja Itaj der Gitti!? Wolltest du sagen, auch er wohnte in Gath, so sagte ja R. Naḥman: Ittaj der Gitti kam und entheiligte sie!?
יז ועוד אמר רב יהודה אמר רב ארבע מאות ילדים היו לו לדוד וכולם בני יפת תואר היו וכולם מסתפרים קומי ומגדלים בלורית היו וכולם יושבים בקרוניות של זהב והיו מהלכים בראשי גייסות והן הן בעלי אגרופים של בית דוד דאזלי לבעותי עלמא
17 Ferner sagte R. Jehuda im Namen Rabhs: David hatte vierhundert Kinder, es waren Kinder von den schönen Frauen; alle schoren sie sich Qomi und trugen Nackenlocken, fuhren in goldenen Wagen und gingen an der Spitze von Raubtruppen; diese waren die Faustmänner des Davidischen Hauses. – Sie gingen nur zur Einschüchterung.