Makkot 21

Kapitel 21

א בלשון עזה דכתיב (יהושע כ, א) וידבר ה' אל יהושע לאמר דבר אל בני ישראל לאמר תנו לכם את ערי המקלט אשר דברתי אליכם וגו' מפני שהן של תורה
1 in einer strengen Sprache gehalten? Es heißt nämlich:<i>und der Herr</i> <i> redete</i><i>mit Jehošua͑ also: Rede zu den Kindern Jisraéls also: Bestimmt die Zufluchtsstädte, von denen ich euch gesagt habe &amp;c</i>. Weil dieser eine Vorschrift der Tora behandelt. –
ב למימרא דכל דיבור לשון קשה אין כדכתיב (בראשית מב, ל) דבר האיש אדוני הארץ אתנו קשות והתניא (מלאכי ג, טז) נדברו אין נדברו אלא לשון נחת וכן הוא אומר (תהלים מז, ד) ידבר עמים תחתינו דבר לחוד ידבר לחוד:
2 Demnach bezeichnet [der Ausdruck] ‘reden’ überall die strenge Sprache, wie es auch heißt:<i>der Herr des Landes redete mit uns eine strenge Sprache</i>, und dem widersprechend wird gelehrt: <i>Unterredeten</i>, unter ‘unterredeten’ ist die milde [Sprache] zu verstehen, denn es heißt:<i>er drückte</i><i>Völker unter uns</i>!? – ‘Reden’ist was anderes und ‘unterreden’ist was anderes.
ג (סימנ"י רבנ"ן מהמנ"י וספר"י)
3 
ד פליגי בה רבי יהודה ורבנן חד אומר מפני ששיהם וחד אומר מפני שהן של תורה
4 Hierüberstreiten R. Jehuda und die Rabbanan; einer erklärt, weil sie es verabsäumt hatten, und einer erklärt, weil es eine Vorschrift der Tora ist.
ה (יהושע כד, כו) ויכתוב יהושע את הדברים האלה בספר תורת אלהים פליגי בה ר' יהודה ור' נחמיה חד אומר שמנה פסוקים וחד אומר ערי מקלט
5 <i>Und Jehošua͑ schrieb diesen Vorgang in das Gesetzbuch Gottes</i>. R. Jehuda und R. Neḥemja [streiten hierüber]; einer sagt, die achtSchriftverse, und einer sagt, die von den Zufluchtsstädten. –
ו בשלמא למ"ד ח' פסוקים היינו דכתיב בספר תורת אלהים אלא למ"ד ערי מקלט מאי בספר תורת אלהים ה"ק ויכתוב יהושע בספרו את הדברים האלה הכתובים בספר תורת אלהים
6 Einleuchtend sind die Worte <i>in das Gesetzbuch Gottes</i> nach demjenigen, welcher sagt, die acht Schriftverse; wieso aber heißt es <i>in das Gesetzbuch Gottes</i> nach demjenigen, welcher sagt, die von den Zufluchtsstädten!? – Er meint es wie folgt: und Jehošua͑ schrieb in sein Buch diesen Vorgang, von dem im Gesetzbuche Gottes geschrieben steht.
ז ספר שתפרו בפשתן פליגי בה ר' יהודה ור"מ חד אומר כשר וחד אומר פסול
7 Über eine Torarolle, die mit Flachsgarn zusammengenäht ist, [streiten] R. Jehuda und R. Meír; einer sagt, sie sei tauglich, und einer sagt, sie sei untauglich.
ח למ"ד פסול דכתיב (שמות יג, ט) למען תהיה תורת ה' בפיך ואיתקש כל התורה כולה לתפילין מה תפילין הלכה למשה מסיני לתופרן בגידין אף כל לתופרן בגידין ואידך כי איתקש למותר בפיך להלכותיו לא איתקש
8 Einer sagt, sie sei untauglich, denn es heißt:<i>damit die Lehre des Herrn stets in deinem Munde sei</i>, und die Tora ist mit den Tephillinzu vergleichen: wie es hinsichtlich der Tephillin eine von Moše am Sinaj überlieferte Vorschrift ist, sie mit Adern zusammenzunähen, ebenso ist auch diese mit Adern zusammenzunähen. Und einer ist der Ansicht, sie sei nur insofern mit diesen zu vergleichen, als sie ebenfalls [auf eine Sache geschrieben werden muß], die in den Mund kommendarf, nicht aber hinsichtlich der [übrigen] Vorschriften.
ט אמר רב חזינן להו לתפילין דבי חביבי דתפירי בכיתנא ולית הלכתא כוותיה:
9 Rabh sagte: Ich sah die Tephillin meines Oheims, und sie waren mit Flachsgarn zusammengenäht. Die Halakha ist aber nicht wie er.
י <big><strong>מתני׳</strong></big> אחד משוח בשמן המשחה ואחד המרובה בבגדים ואחד שעבר ממשיחותו מחזירין את הרוצח רבי יהודה אומר אף משוח מלחמה מחזיר את הרוצח
10 <b>S</b><small>OWOHL DER MIT</small> S<small>ALBÖL GESALBTE</small> [H<small>OCHPRIESTER</small>], <small>ALS AUCH DER DURCH DIE</small> A<small>MTSKLEIDUNG</small><small>GEWEIHTE, ALS AUCH DER PROVISORISCHE</small> [H<small>OCHPRIESTER</small>], <small>WIE</small> R. J<small>EHUDA SAGT, AUCH DER</small> F<small>ELDPRIESTER, VERANLASSEN DIE</small> R<small>ÜCKKEHR DES</small> T<small>OTSCHLÄGERS</small>.
יא לפיכך אימותיהן של כהנים מספקות להן מחיה וכסות כדי שלא יתפללו על בניהם שימותו:
11 D<small>AHER PFLEGEN DIE</small> M<small>ÜTTER DER</small> [H<small>OCH</small>]<small>PRIESTER</small> [<small>DIE</small> T<small>OTSCHLÄGER</small>] <small>MIT</small> N<small>AHRUNG UND</small> K<small>LEIDUNG ZU VERSORGEN, DAMIT SIE NICHT BETEN, DASS IHRE</small> S<small>ÖHNE STERBEN MÖGEN</small>.
יב <big><strong>גמ׳</strong></big> מנא הני מילי אמר רב כהנא דאמר קרא (במדבר לה, כה) וישב בה עד מות הכהן הגדול וכתיב (במדבר לה, כח) כי בעיר מקלטו ישב עד מות הכהן הגדול וכתיב (במדבר לה, כח) ואחרי מות הכהן הגדול
12 GEMARA. Woher dies? R. Kahana erwiderte: Die Schrift sagt:<i>und er soll daselbst bleiben bis zum Tode des Hochpriesters &amp;c</i>. Ferner: <i>denn jener hat bis zum Tode des Hochpriesters in seiner Zufluchtsstadt zu bleiben</i>. Ferner:<i>und nach dem Tode des Hochpriesters</i>. –
יג ור' יהודה כתיב קרא אחרינא (במדבר לה, לב) לשוב לשבת בארץ עד מות הכהן (וגו') ואידך מדלא כתיב הגדול חד מהנך הוא:
13 Und R. Jehuda!? – Es gibt noch einen Schriftvers:<i>daß er heimkehre und im Lande wohne noch vor dem Tode des Priesters</i>. – Und jene!? – Da es hier nicht Hoch[priester] heißt, so ist einer von jenen [dreien] gemeint.
יד לפיכך אימותיהן של כהנים וכו': טעמא דלא מצלו הא מצלו מייתי והכתיב (משלי כו, ב) כצפור לנוד כדרור לעוף כן קללת חנם לא תבא (א"ל) ההוא סבא מפירקיה דרבא שמיע לי שהיה להן לבקש רחמים על דורן ולא בקשו
14 D<small>AHER PFLEGEN DIE</small> M<small>ÜTTER DER</small> [H<small>OCH</small>]<small>PRIESTER</small> &amp;<small>C</small>. Also nur weil sie nicht beten, würden sie aber beten, so würden jene sterben; es heißt ja aber:<i>wie ein Vogel fortflattert, wie eine Schwalbe wegfliegt, so ist unverdienter Fluch, er trifft nicht ein</i>!? Ein Greis erwiderte: In einem Vortrag Rabas hörte ich es: sie sollten für ihr Zeitalter um Erbarmen flehen, und haben esunterlassen.
טו ואיכא דמתני כדי שיתפללו על בניהם שלא ימותו טעמא דמצלו הא לא מצלו מייתי מאי הוה ליה למעבד הכא אמרינן טוביה חטא וזיגוד מנגיד
15 Manche lesen: Damit sie für ihre Söhne beten, daß sie nicht sterben mögen. Also nur weil sie beten, sonst aber würden sie sterben; was können sie denn dafür!? – Hiersagte man dazu: Ṭobija sündigteund Zigud wird geprügelt;
טז התם אמרי שכם נסיב ומבגאי גזיר
16 dortsagt man dazu: Šekhem heiratet und der Bauer muß sich beschneiden!?
יז אמר ליה ההוא סבא מפירקיה דרבא שמיע לי שהיה להן לבקש רחמים על דורן ולא בקשו כי הא דההוא גברא דאכליה אריא ברחוק תלתא פרסי מיניה דר' יהושע בן לוי ולא אישתעי אליהו בהדיה תלתא יומי
17 Ein Greis erwiderte: Ich hörte es in einem Vortrag Rabas: sie sollten für ihr Zeitalter um Erbarmen flehen und haben dies unterlassen. So ereignete es sich einst, daß jemand drei Parasangen weit von R. Jehošua͑ b. Levi von einem Löwen gefressen wurde, und Elijahu sprach drei Tage nicht mit ihm.
יח אמר רב יהודה אמר רב קללת חכם אפי' בחנם היא באה מנלן מאחיתופל שבשעה שכרה דוד שיתין קפא תהומא בעא למישטפא לעלמא אמר מהו לכתוב שם אחספא ומישדא בתהומא דליקו אדוכתיה ליכא דאמר ליה מידי אמר כל היודע דבר זה ואינו אומרו יחנק בגרונו
18 R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Der Fluch eines Gelehrten trifft sogar unverdient ein. – Woher dies? – Von Aḥitophel. Als David die Abflußkanälegrub, quoll das Meer hervor und wollte die Welt überschwemmen; da fragte er, ob man den [Gottes]namen auf einen Fetzen schreiben und ihn ins Meer werfen dürfe, damit es zurück in seine Stätte sinke? Niemand aber sagte ihm etwas darüber. Da sprach er: Wer dies weiß und nicht sagt, mag (am Halse) ersticken.
יט נשא אחיתופל ק"ו בעצמו אמר ומה לעשות שלום בין איש לאשתו אמרה התורה שמי שנכתב בקדושה ימחה על המים לכל העולם כולו לא כל שכן א"ל שרי כתב שם אחספא שדי אתהומא נחת וקם אדוכתיה
19 Da folgerte Aḥitophel selbständig [einen Schluß vom] Leichteren auf das Schwerere: wenn die Tora gesagt hat, daß sein in Heiligkeit geschriebener Name verwischt werde, um zwischen Mann und Frau Frieden zu stiften, um wieviel mehr wegen [des Friedens] der ganzen Welt. Alsdann sprach er zu ihm: Es ist erlaubt. Hierauf schrieb er den [Gottes]namen auf einen Fetzen und warf ihn ins Meer; da senkte es sich zurück in seine Stätte.
כ ואפ"ה כתיב (שמואל ב יז, כג) ואחיתופל ראה כי לא נעשתה עצתו ויחבוש את החמור ויקם וילך אל ביתו (ו) אל עירו ויצו אל ביתו ויחנק וגו'
20 Dennoch heißt es:<i>als aber Aḥitophel sah, daß sein Rat nicht zur Ausführung kam, sattelte er den Esel und machte sich auf den Weg nach Hause in seine Vaterstadt; da bestellte er sein Haus und erdrosselte sich &amp;c</i>.
כא א"ר אבהו קללת חכם אפילו על תנאי היא באה מנלן מעלי דקאמר ליה [עלי] לשמואל (שמואל א ג, יז) כה יעשה לך אלהים וכה יוסיף אם תכחד ממני דבר ואף על גב דכתיב (שמואל א ג, יח) ויגד לו שמואל את כל הדברים ולא כחד ממנו [ואפ"ה] כתיב (שמואל א ח, ג) ולא הלכו בניו בדרכיו וגו'
21 R. Abahu sagte: Der Fluch eines Gelehrten trifft ein, selbst wenn er bedingungsweise [ausgestoßen wurde]. – Woher dies? – Von E͑li; er sprach nämlich zu Šemuél:<i>Gott tue dir dies und das, wenn du mir was verhehlst</i>, und obgleich es heißt:<i>da teilte ihm Šemuél die ganze Sache mit und verschwieg ihm nichts</i>, so heißt es dennoch:<i>aber seine Söhne wandelten nicht in seinen Wegen &amp;c</i>.