Meilah 37

Kapitel 37

א עד שיצא מן הקדש לחול
1 erfolgt dies ja nur dann, wenn es aus dem Heiligtume in Profanbesitzkommt,
ב מן הקדש לקדש כגון לקח קיני זבים וקיני זבות וקיני יולדות
2 woher dies von dem Falle, wenn es aus dem Heiligtume in das Heiligtum kommt, wenn man beispielsweise für [Geld vom] Heiligen die Taubenpaare für männliche oder weibliche Flußbehafteteoder die Taubenpaare für Wöchnerinnengekauft,
ג ושקל שקלו והביא חטאתו ואשמו מן ההקדש כיון שהוציא מעל דברי ר' שמעון רבי יהודה אומר עד שיזרוק הדם מנין ת"ל (ויקרא ה, טו) תמעול מעל מכל מקום
3 seinen Šeqelentrichtet oder sein Sündopfer oder sein Schuldopfer gebracht hat, wobei man eine Veruntreuung begeht, wie R. Šimo͑n sagt, sobald man [das Geld] ausgegeben hat, und wie R. Jehuda sagt, wenn man das Blut gesprengt hat? Es heißt: <i>eine Veruntreuung begeht,</i> auf jede Weise.
ד אמר מר נפש אחד היחיד ואחד הנשיא ואחד המשוח במשמע שיכול מאי פשיטא נפש כתיב
4 Der Meister sagte: <i>Eine Person,</i> sowohl ein Gemeiner, als auch der Fürst, als auch der gesalbte Priester. Wieso könnte man diesglauben, es ist ja selbstverständlich, denn hierbei heißt es ja <i>eine Person</i>!? –
ה מהו דתימא אמר רחמנא (שמות ל, לג) ואשר יתן ממנו על זר והאי לאו זר הוא דהא אימשח בגוויה קמ"ל
5 Man könnte dies glauben, weil der Allbarmherzige sagt:<i>und wer davon auf einen Gemeinen tut,</i> und dieser ist kein Gemeiner, denn er ist ja damit gesalbt worden, so lehrt er uns.
ו ואקשה רחמנא לסוטה ולעבודת כוכבים ולתרומה לסוטה דאף על גב דלא פגם גבי הקדש נמי נתנה טבעת בידה מעלה
6 Der Allbarmherzige hat nämlich [die Veruntreuung] mit der Ehebruchsverdächtigten, mit dem Götzendienste und mit der Hebeverglichen. Bei der Ehebruchsverdächtigten gilt [das Gesetz] auch dann, wenn keine Minderung erfolgtist. Desgleichen beim Geheiligten, denn [eine Frau] begeht eine Veruntreuung, wenn sie nur einen Ring an ihre Hand gelegt hat.
ז כי אקשה רחמנא לעבודת כוכבים דעד דאית בה שינוי גבי הקדש נמי עד דביקע בקרדום ויפגם ופגום
7 Ferner vergleicht sie der Allbarmherzige mit dem Götzendienste; wie dabei eine Änderungerfolgt, ebenso beim Geheiligten, wenn man [beispielsweise] mit einer Axt gespalten und sie gemindert hat.
ח אקשה רחמנא לתרומה מה תרומה (ויקרא כב, יד) כי יאכל פרט למזיק גבי הקדש נמי כל דבר אכילה כי מזיק ליה פטור
8 Und ferner vergleicht sie der Allbarmherzige mit der Hebe, wie es bei der Hebe heißt:<i>wenn jemand ißt,</i> nicht aber beschädigt, ebenso ist man beim Geheiligten frei, wenn man Eßbares beschädigt.
ט כיצד נתנה קטלא כו' אמר ליה רב כהנא לרב זביד ודהבא לאו בר איפגומי הוא והא דהבא דכלתיה דנון להיכא אזל
9 Z<small>UM</small> B<small>EISPIEL</small>: <small>LEGT</small> [<small>EINE</small> F<small>RAU</small>] <small>EINE</small> H<small>ALSKETTE &amp;C</small>. R. Kahana sprach zu R. Zebid: Erfolgt denn beim Golde keine Minderung, wo ist denn das Gold der Schwiegertochter Nunshingekommen!?
י אמר ליה דלמא דהבא דרמיין כלתיך הוא ועוד נהי דלא איכא נהנה ופגם לאלתר לעולם מי לא איכא פגימה
10 Dieser erwiderte: Vielleicht ist es das Gold, das deine Schwiegertöchter umherwerfen. Ferner: zugegeben, daß nicht Nutznießung und Minderung sofort erfolgen, aber erfolgt etwa nicht eine Minderung später!?
יא הנהנה מן החטאת וכו' מכדי אי בבהמה תמימה היינו כוס של זהב א"ר פפא בבעלת מום עסקינן
11 V<small>ON EINEM</small> S<small>ÜNDOPFER NIESSBRAUCHT &amp;C</small>. Merke, ist es ein fehlerfreies Vieh, so ist es ja der Fall vom goldenen Becher!? R. Papa erwiderte: Dies gilt von einem fehlerbehafteten.