Nazir 91

Kapitel 91

א רבי שמעון אומר כיון שנזרק עליו אחד מן הדמים הותר הנזיר לשתות ביין ולהיטמא למתים:
1 R. Š<small>IMO͑N SAGT, SOBALD FÜR DEN</small> N<small>AZIR DAS</small> B<small>LUT EINES DER</small> O<small>PFER GESPRENGT</small> <small>WORDEN IST, SEI ES IHM ERLAUBT,</small> W<small>EIN ZU TRINKEN UND SICH AN</small> T<small>OTEN ZU VERUNREINIGEN.</small>
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> ת"ר (במדבר ו, כ) ואחר ישתה הנזיר יין אחר המעשים כולן דברי רבי אליעזר וחכמים אומרים אחר מעשה יחידי
2 GEMARA. Die Rabbanan lehrten:<i>Und nachher trinke der Nazir Wein,</i> nach allen Handlungen – so R. Elie͑zer; die Weisen sagen, nach einer einzigenHandlung.
ג מאי טעמייהו דרבנן כתיב הכא ואחר ישתה הנזיר יין וכתיב התם (במדבר ו, יט) אחר התגלחו את נזרו מה התם אחר מעשה יחידי אף כאן אחר מעשה יחידי
3 Was ist der Grund der Rabbanan? – Hierbei heißt es: <i>nachher trinke der Nazir Wein,</i> und dort heißt es:<i>nachdem er sein geweihtes Haar geschoren hat,</i> wie es dortnach einer einzigen Handlung erfolgt, ebenso auch hier nach einer einzigen Handlung. –
ד אימא עד דאיכא תרווייהו אי הכי גז"ש למה לי:
4 Vielleicht, wenn beideserfolgt ist!? – Wozu wäre dann die Wortanalogie nötig.
ה אמר רב תנופה בנזיר מעכבת אליבא דמאן אילימא אליבא דרבנן תגלחת אמרי רבנן לא מעכבא תנופה מיבעיא
5 Rabh sagte: Das Schwingen ist beim Nazir unerläßlich. Nach wessen Ansicht: wenn nach den Rabbanan, so sagen sie ja, selbst das Scheren sei nicht unerläßlich, um wieviel weniger das Schwingen,
ו אלא אליבא דרבי אליעזר פשיטא האמר ר"א אחר מעשים כולם מהו דתימא כיון דלענין כפרה שירי מצוה היא הכא נמי לא תעכב קמ"ל
6 und wenn nach R. Elie͑zer, so ist es ja selbstverständlich, denn dieser sagt, nach allen Handlungen!? – Man könnte glauben, daß dies, da es hinsichtlich der Sühne nur ein Anhängsel des Gebotes ist, auch diesbezüglich nicht unerläßlich sei, so lehrt er uns. –