Nedarim 132

Kapitel 132

א תנא שן תותבת היתה לה ועשה לה רבי ישמעאל שן של זהב משלו כי שכיב רבי ישמעאל פתח עליה ההוא ספדנא הכי בנות ישראל על ר' ישמעאל בכינה המלבישכן וכו'
1 Es wird gelehrt: Sie hatte einen eingesetzten Zahn, und R. Jišma͑él ließ ihr auf seine Kosten einen goldenen Zahn anfertigen. Als R. Jišma͑él starb, begann ein Trauerredner über ihn also: Weinet, Töchter Jisraéls, um R. Jišma͑él, der euch kleidete &c.
ב ההוא דאמר לה לדביתהו קונם שאי את נהנית לי עד שתטעימי תבשילך לרבי יהודה ולר"ש ר' יהודה טעים אמר ק"ו ומה לעשות שלום בין איש לאשתו אמרה תורה שמי שנכתב בקדושה ימחה על המים המאררים בספק ואני על אחת כמה וכמה
2 Einst sagte jemand zu seiner Frau: Qonam, daß du von mir nichts genießest, bis du dein Gericht R. Jehuda und R. Šimo͑n hast kosten lassen. R. Jehuda kostete, denn er sagte: Es ist [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere zu folgern: wenn die Tora sogar vom in Heiligkeit geschriebenen [Gottes]namen gesagt hat, er sei des Zweifels wegen durch das Fluchwasserzu verwischen, um Frieden zu stiften zwischen Mann und Frau, um wieviel mehr ich.
ג ר"ש לא טעים אמר ימותו כל בני אלמנה ואל יזוז שמעון ממקומו ועוד כי היכי דלא לתרגלי למינדר
3 R. Šimo͑n aber kostete nicht, denn er sagte: Mögen alle Kinder der Witwesterben, Šimo͑n aber weicht nicht von seiner Stelle, und [zwar,] damit man sich nicht zu geloben gewöhne.
ד ההוא דאמר לדביתהו קונם שאי את נהנית לי עד שתרוקי בו ברשב"ג אתת ורקק אלבושיה א"ל רב אחא מדפתי לרבינא והא האי לזילותא קא מיכוין א"ל מירק על מני דרשב"ג זילותא רבתא היא
4 Einst sagte jemand zu seiner Frau: Qonam, daß du nichts von mir genießest, bis du R. Šimo͑n b. Gamliél angespuckt hast. Da ging sie und spuckte auf sein Gewand. R. Aḥa aus Diphte sprach zu Rabina: Jener beabsichtigte ja eine Beleidigung!? Dieser erwiderte: R. Šimo͑n b. Gamliél auf das Gewand spucken ist eine große Beleidigung.
ה ההוא דאמר לה לדביתהו קונם שאי את נהנית לי עד שתראי מום יפה שביך לר' ישמעאל בר' יוסי
5 Einst sagte jemand zu seiner Frau: Qonam, daß du von mir nichts genießest, bis du deinen schönsten FehlerR. Jišma͑él b. Jose gezeigt hast.
ו אמר להם שמא ראשה נאה אמרו לו סגלגל שמא שערה נאה דומה לאניצי פשתן שמא עיניה נאות טרוטות הן שמא אזניה נאות כפולות הן שמא חוטמה נאה בלום הוא שמא שפתותיה נאות עבות הן שמא צוארה נאה שקוט הוא שמא כריסה נאה צבה הוא שמא רגליה נאות רחבות כשל אווזא שמא שמה נאה לכלוכית שמה אמר להן יפה קורין אותה לכלוכית שהיא מלוכלכת במומין ושרייה
6 Da sprach er zu ihnen: Vielleicht ist ihr Kopf schön? Man erwiderte ihm: Er ist rund. – Vielleicht ist ihr Haar schön? – Es gleicht Flachsbüscheln. – Vielleicht sind ihre Augen schön? – Sie sind matt. – Vielleicht sind ihre Ohren schön? – Sie sind gefaltet. – Vielleicht ist ihre Nase schön? – Sie ist plump. – Vielleicht sind ihre Lippen schön? – Sie sind dick. – Vielleicht ist ihr Hals schön? – Er ist kurz. – Vielleicht ist ihr Bauch schön? – Er ist gedunsen. – Vielleicht sind ihre Füße schön? – Sie sind platt, wie die einer Gans. – Vielleicht ist ihr Name schön? – Sie heißt Schmutze. Da sprach er zu ihnen: Das ist das Schöne an ihr, daß sie Schmutze heißt, denn sie ist mit Fehlern beschmutzt. Hierauf löste er ihm [das Gelübde] auf.
ז ההוא בר בבל דסליק לארעא דישראל נסיב איתתא אמר לה בשילי לי תרי טלפי בשילה ליה תרי טלפי רתח עלה למחר אמר לה בשילי לי גריוא בשילה ליה גריוא אמר לה זילי אייתי לי תרי בוציני אזלת ואייתי ליה תרי שרגי
7 Einst sagte ein Babylonier, der nach dem Jisraéllande hinaufzog und da eine Frau nahm, zu ihr, daß sie ihm ein paar Linsen koche. Da kochte sie ihm ein PaarLinsen. Da wurde er zornig und am folgenden Tage sagte er zu ihr, daß sie ihm ein Maßkoche. Da kochte sie ihm ein ganzes Maß. Einst sagte er zu ihr, daß sie ihm zwei Gurken hole, und als sie ihm zwei Lichterholte,
ח אמר לה זילי תברי יתהון על רישא דבבא הוה יתיב בבא בן בוטא אבבא וקא דאין דינא אזלת ותברת יתהון על רישיה אמר לה מה הדין דעבדת אמרה ליה כך ציוני בעלי אמר את עשית רצון בעליך המקום יוציא ממך שני בנים כבבא בן בוטא
8 sprach erzu ihr: Geh, schlage sie an den Kopf der Tür [baba]. An der Tür aber saß gerade Baba b. Buṭa und verhandelte in einer Rechtssache, und sie ging hin und schlug sie ihm an den Kopf. Da sprach er zu ihr: Was tust du da? Sie erwiderte: So gebot mir mein Mann. Hierauf sprach er: Du hast den Wunsch deines Mannes erfüllt; so möge Gott von dir zwei Söhne wie Baba b. Buṭa hervorgehen lassen.
ט <br><br><big><strong>הדרן עלך רבי אליעזר</strong></big><br><br>
9 
י מתני׳ <big><strong>נערה</strong></big> המאורסה אביה ובעלה מפירין נדריה
10 <b>D</b>IE G<small>ELÜBDE EINER</small> V<small>ERLOBTEN</small> <small>KÖNNEN IHR</small> V<small>ATER UND IHR</small> M<small>ANN</small> [<small>NUR ZUSAMMEN</small>] <small>AUFHEBEN</small>.