Nedarim 134

Kapitel 134

א ולאו ממילא שמעת מינה
1 Ist dies etwa nicht selbstverständlich?
ב איבעית אימא דהויה קדושין משמע
2 Wenn du aber willst, sage ich: unter <i>sein</i>ist die Antrauung zu verstehen. –
ג אימא אב לחודיה מיפר א"כ (במדבר ל, ד) ואסרה איסר בית אביה יניא אותה למה לי השתא י"ל במקום ארוס מיפר אב לחודיה שלא במקום ארוס מיבעיא
3 Vielleicht kann der Vater allein oder der Verlobte allein es aufheben!? – Wozu hieße es demnach, daß, wenn sie sich im Hause ihres Vaters befindet, er es hindern kann: wenn neben dem Verlobten der Vater allein es aufheben kann, um wieviel mehr, wenn kein Verlobter da ist!? –
ד אימא אב ליבעי ארוס וארוס לחודיה מיפר וכי תימא אב דכתב רחמנא למה לי מיבעי ליה דאי הקים הקים
4 Vielleicht benötigt der Vater des Verlobten, der Verlobte aber kann es allein aufheben!? Wolltest du erwidern, demnach brauchte der Allbarmherzige es nicht vom Vater zu schreiben, so ist dies nötig, um zu lehren, daß, wenn [der Vater] es bestätigt hat, es bestätigt sei. –
ה א"כ בית אישה נדרה למאי כתב ק"ו ומה במקום אב ארוס מיפר לחודיה שלא במקום אב מיבעיא
5 Wozu schrieb demnach der Allbarmherzige: <i>wenn sie im Hause ihres Mannes gelobt</i>: wenn neben dem Vater der Verlobte allein es aufheben kann, um wieviel mehr wenn kein Vater da ist!? –
ו אימא (במדבר ל, יא) אם בית אישה נדרה לומר שאין הבעל מיפר בקודמין
6 Vielleicht besagt [der Schriftvers:] <i>wenn sie im Hause ihres Mannes gelobt</i>, daß der Ehemann nicht Vorherigesaufheben kann,
ז ומיניה ארוס מיפר בקודמין
7 und hieraus eben, daß der Verlobte Vorheriges aufheben kann!?
ח אלא לאו משום שותפותיה דאב
8 Wahrscheinlich vielmehr wegen des Anteils des Vaters.