Nedarim 162

Kapitel 162

א שלא מצינו שועל שמת בעפר פיר
1 denn wir finden keinen Fuchs tot im Schutteseiner Grube.
ב תניא כוותיה דרב אדא בר אהבה דברים שיש בהן עינוי נפש מפר בין בינו לבינה בין בינה לבין אחרים שאין בהן עינוי נפש בינו לבינה מפר בינה לבין אחרים אינו מפר כיצד אמרה קונם פירות עלי ה"ז יפר קונם שאיני עושה לפי אבא לפי אחיך לפי אביך לפי אחי ושלא אתן תבן לפני בהמתך ומים לפני בקרך אין יכול להפר
2 Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit R. Ada b. Ahaba: [Gelübde] über Dinge, die eine Kasteiung des Leibes sind, kann er aufheben, einerlei ob sie ihn und sie oder sie und anderebetreffen, und die keine Kasteiung des Leibes sind, kann er aufheben, wenn sie ihn und sie betreffen, nicht aber, wenn sie und andere. Zum Beispiel: sagte sie: Qonam seien mir die Früchte, so kann er es aufheben; sagte sie: Qonam, daß ich nichts mache für meinen Vater, für deinen Bruder, für deinen Vater, oder: für meinen Bruder, daß ich deinem Vieh kein Stroh gebe und deinem Rind kein Wasser, so kann er es nichtauf heben;
ג שלא אכחול שלא אפקוס ושלא אשמש מטתי יפר משום דברים שבינו לבינה
3 daß ich mir die Augen nicht schminke, daß ich mir den Körper nicht schminke, daß ich meine Bettpflicht nicht tue, so kann er es aufheben, weil es zwischen ihm und ihr vorgehende Dinge sind.
ד שלא אציע לך מטתך ושלא אמזוג לך את הכוס ושלא ארחץ לך פניך ידיך ורגליך אין צריך להפר
4 [Sagte sie:] daß ich dir dein Bett nicht mache, daß ich dir keinen Becher einschenke, daß ich dir Hände und Füße nicht wasche, so braucht er es nichtaufzuheben.
ה ר"ג אומר יפר שנא' (במדבר ל, ג) לא יחל דברו דבר אחר לא יחל דברו מכאן לחכם שאין מתיר נדרי עצמו
5 R. Gamliél sagt, er müsse es aufheben, denn es heißt:<i>er soll sein Wort nicht entweihen</i>. Eine andere Auslegung: <i>Er soll sein Wort nicht entweihen</i>, hieraus, daß ein Gelehrter sich nicht seine eigenen Gelübde auflösen darf.
ו מאן שמעינן דאמר שלא אכחול ושלא אפקוס דברים שבינו לבינה הויין ר' יוסי וקתני דמפר משום דברים שבינו לבינה
6 Derjenige, welcher sagt, die Unterlassung des Schminkens der Augen und des Körpers gehöre zu den Dingen, die zwischen ihm und ihr vorgehen, ist ja R. Jose, und er lehrt, daß er es aufheben könne, weil es zwischen ihm und ihr vorgehende Dinge sind.
ז אמר מר ושלא אשמש מטתי יפר משום דברים שבינו לבינה היכי דמי אילימא דאמרה הנאת תשמישי עליך למה לי הפרה הא משועבדת ליה אלא באומרת הנאת תשמישך עלי וכרב כהנא
7 Der Meister sagte: Daß ich meine Bettpflicht nicht tue, so kann er es aufheben, weil es zwischen ihm und ihr vorgehende Dinge sind. In welchem Falle: sagte sie: [Qonam] sei dir der Genuß meiner Beiwohnung, so ist ja keine Aufhebung erforderlich, sie ist ihm ja verpflichtet!? – Vielmehr, wenn sie sagte: [Qonam] sei mir der Genuß deiner Beiwohnung. Dies nach R. Kahana,
ח דאמר רב כהנא הנאת תשמישי עליך כופה ומשמשתו הנאת תשמישך עלי יפר שאין מאכילין את האדם דבר האסור לו
8 denn R. Kahana sagte: [Sagt sie: Qonam] sei dir der Genuß meiner Beiwohnung, so zwinge er sie zur Beiwohnung, wenn aber: [Qonam] sei mir der Genuß deiner Beiwohnung, so muß er es aufheben, weil man niemand veranlassen darf, ihm Verbotenes zu essen. –
ט מאן תנא הא דתניא דברים המותרים ואחרים נהגו בהן איסור אי אתה רשאי לנהוג בהם היתר כדי לבטלן משום שנאמר לא יחל דברו דבר אחר לא יחל דברו מכאן לתלמיד חכם שאין מפר נדרי עצמו מני ר"ג היא
9 Wer ist der Autor folgender Lehre: Erlaubte Dinge, hinsichtlich welcher manche ein Verbot eingeführt haben, darfst du in ihrer Gegenwart nicht erlauben, um es abzuschaffen, denn es heißt: <i>er soll sein Wort nicht entweihen</i>. Eine andere Auslegung. <i>Er soll sein Wort nicht entweihen</i>, hieraus, daß ein Gelehrter nicht seine eigenen Gelübde auflösen darf. Wer ist es? – Es ist R. Gamliél.
י בעא מיניה רבא מרב נחמן תשמיש המטה לרבנן עינוי נפש הוא או דברים שבינו לבינה אמר ליה תניתוה ונטולה אני מן היהודים
10 Raba fragte R. Naḥman: Gilt nach den Rabbanan die [Unterlassung der] Beiwohnung als Kasteiung des Leibes oder gehört sie zu den zwischen ihm und ihr vorgehenden Dingen? Er erwiderte ihm: Ihr habt es gelernt: [Sagte sie:] ich will den Juden entzogensein,