Nedarim 182

Kapitel 182

א אהלויי דהוו הכא האידנא אי אנת לא דילמא מנהון אמר רב נחמן עיניה נתנה באחר ולית בה מששא במלה
1 Aloeleuten, die jetzt hier sind; warst du es nicht, so war es einer von ihnen. Da entschied R. Naḥman: Sie hat wohl ihr Auge auf einen anderen geworfen, und an ihren Worten ist nichts.
ב ההיא איתתא דלא הוה בדיחא דעתה בהדי גברא אמר לה האידנא מאי שנא אמרה ליה מעולם לא צערתן בדרך ארץ כי האידנא אמר לה לא הוה הדא מילתא האידנא אמרה ליה א"כ הלין נכרים נפטויי דהוו הכא האידנא אי אנת לא דילמא חד מנהון אמר להו רב נחמן לא תשגיחון בה נותנת עיניה באחר הואי
2 Einst fragte ein Mann seine Frau, die mürrisch gegen ihn war, was dies zu bedeuten habe, und sie erwiderte ihm: Noch nie hast du mir beim Verkehr so weh getan wie heute. Da sprach er zu ihr: Heute ist es ja gar nicht geschehen! Sie erwiderte: Dann war es einer von den nichtjüdischen Naphtaleuten, die jetzt hier sind; warst du es nicht, so war es einer von ihnen. Da entschied R. Naḥman: Achtet nicht darauf, sie hat wohl ihr Auge auf einen anderen geworfen.
ג ההוא גברא דהוה מהרזיק בביתא הוא ואינתתא על אתא מריה דביתא פרטיה נואף להוצא וערק אמר רבא איתתא שריא אם איתא דעבד איסורא ארכוסי הוה מירכס
3 Einst Schloß sich jemand mit einer Frau in einem Hause ein, und als der Hausherr kam, durchbrach der Ehebrecher den Zaun und floh. Da entschied Raba, die Frau sei erlaubt, denn wenn er Verbotenes begangen hätte, würde er sich versteckt haben.
ד ההוא נואף דעל לגבי דההיא אנתתא אתא גברא סליק נואף איתיב [בכלאי] בבא הוה מחתן תחלי תמן וטעמינון חויא בעא מרי דביתא למיכל מן הנהו תחלי בלא דעתא דאינתתא אמר ליה ההוא נואף לא תיכול מנהון דטעמינון חויא
4 Einst begab sich ein Ehebrecher zu einer Frau, und als ihr Mann kam, versteckte sich der Ehebrecher hinter dem Vorhange der Tür, wo gerade Kresse lag und eine Schlange davon fraß. Als nun der Mann ohne Wissen der Frau von der Kresse essen wollte, rief der Ehebrecher ihm zu: Iß nicht davon, eine Schlange hat davon gefressen.
ה אמר רבא אינתתיה שריא אם איתיה דעבד איסורא ניחא ליה דליכול ולימות דכתיב (יחזקאל כג, לז) כי נאפו ודם בידיהן
5 Da entschied Raba, die Frau sei erlaubt, denn wenn er Verbotenes begangen hätte, so wäre es ihm lieb, daß jener davon esse und sterbe, Wie es heißt:<i>sie huren, und Blut an ihren Händen</i>. –
ו פשיטא מהו דתימא איסורא עבד והאי דאמר ליה דניחא ליה דלא לימות בעל דתהוי אינתתיה עלויה (משלי ט, יז) מים גנובים ימתקו ולחם סתרים ינעם קא משמע לן
6 Selbstverständlich? – Man könnte glauben, jener habe tatsächlich Verbotenes begangen, nur sagte er es ihm deshalb, weil er wünschte, daß der Ehemann nicht sterbe und die Frau bei ihm bleibe, denn:<i>gestohlenes Wasser ist süß und heimliches Brot schmeckt gut</i>, so lehrt er uns.
ז <br><br><big><strong>הדרן עלך ואלו נדרים וסליקא לה מסכת נדרים</strong></big><br><br>
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