Nedarim 76

Kapitel 76

א נפשה וגופה לשמים אמרו לו אף הטמאה נפשה לשמים וגופה שלו שאם ירצה הרי הוא מוכרה לנוכרים או מאכילה לכלבים:
1 S<small>EELE UND</small> K<small>ÖRPER DEM</small> H<small>IMMEL</small>. J<small>ENE ENTGEGNETEN IHM</small>: A<small>UCH VON EINEM UNREINEN GEHÖRT DIE</small> S<small>EELE DEM</small> H<small>IMMEL UND DER</small> K<small>ÖRPER IHM</small>, <small>DENN WENN ER WILL</small>, <small>KANN ER ES AN</small> N<small>ICHTJUDEN VERKAUFEN ODER</small> H<small>UNDEN ZUM</small> F<small>RESSEN GEBEN</small>.
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב יצחק בר חנניה אמר רב הונא המודר הנאה מחבירו מותר להשיא לו בתו הוי בה רבי זירא במאי עסקינן אילימא בשנכסי אבי כלה אסורין על החתן הרי מוסר לו שפחה לשמשו
2 GEMARA. R. Jiçḥaq b. Ḥananja sagte im Namen R. Honas: Wenn einem der Genuß von seinem Nächsten abgelobt ist, so darf er an ihn seine Tochter verheiraten. R. Zera wandte ein: In welchem Falle: wollte man sagen, wenn das Vermögen des Vaters der Braut dem Bräutigam verboten ist, so gibt er ihm ja eine Magd zur Bedienung,
ג אלא ב[ש]נכסי חתן אסורין על אבי כלה גדולה מזו אמרו זן את אשתו ואת בניו ואף על פי שהוא חייב במזונותן ואת אמרת מותר להשיא לו בתו
3 und wollte man sagen, wenn das Vermögen des Bräutigams dem Vater der Braut verboten ist, so sagten sie ja noch mehr, daß er nämlich seine Frau und seine Kinder verpflegen darf, obgleich jener zu ihrer Verpflegung verpflichtet ist, und du sagst, er dürfe an ihn seine Tochterverheiraten!? –
ד לעולם בשנכסי אבי כלה אסורים על החתן ובבתו בוגרת ומדעתה
4 Tatsächlich, wenn das Vermögen des Vaters der Braut dem Bräutigam verboten ist, dies gilt aber von einer mannbaren, auf ihrenWunsch.
ה תניא נמי הכי המודר הנאה מחבירו אסור להשיא לו בתו אבל משיאו בתו בוגרת ומדעתה
5 Desgleichen wird gelehrt: Wenn einem der Genuß von seinem Nächsten abgelobt ist, so darf er an ihn seine Tochter nicht verheiraten, wohl aber darf er an ihn seine mannbare Tochter auf ihren Wunsch verheiraten.
ו אמר רבי יעקב המדיר בנו לתלמוד תורה מותר למלאות לו חבית של מים ולהדליק לו את הנר רבי יצחק אמר לצלות לו דג קטן אמר רבי ירמיה אמר רבי יוחנן המודר הנאה מחבירו מותר להשקותו כוס של שלום מאי ניהו הכא תרגימו כוס של בית האבל במערבא אמרי כוס של בית המרחץ:
6 R. Ja͑qob sagte: Wenn jemand seinem Sohne zum Torastudium den Genußabgelobt, so darf er ihm ein Faß Wasser füllen und ein Licht anzünden; R. Jiçḥaq sagt, auch einen kleinen Fisch braten. R. Jirmeja sagte im Namen R. Joḥanans: Wenn einem der Genuß von seinem Nächsten abgelobt ist, so darf dieser ihm einen Friedensbecher zum Trinken reichen. – Was ist dies? – Hier erklärten sie: ein Becher beim Trauer[mahle], im Westen erklärten sie: ein Becher im Badehause.
ז ולא יזון את בהמתו בין כו': תניא יהושע איש עוזא אומר זן עבדיו ושפחותיו הכנענים ולא יזון את בהמתו בין טמאה בין טהורה מאי טעמא עבדיו ושפחותיו הכנענים למנחרותא עבידן בהמה לפטומא עבידא:
7 J<small>EDOCH DARF ER SEIN</small> V<small>IEH NIGHT FÜTTERN</small>, <small>OB</small> &amp;<small>C</small>. Es wird gelehrt: Jehošua͑ aus U͑za sagte: Er darf seine kenaa͑nitischen Sklaven und Sklavinnen verpflegen, nicht aber sein Vieh füttern, ob ein unreines oder ein reines. – Weshalb? – Kenaa͑nitische Sklaven und Sklavinnen sind zur Dienstleistung bestimmt, ein Vieh aber ist zur Mast bestimmt.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> המודר הנאה מחבירו ונכנס לבקרו עומד אבל לא יושב ומרפאו רפואת נפש אבל לא רפואת ממון:
8 <b>W</b><small>ENN EINEM DER</small> G<small>ENUSS VON SEINEM</small> N<small>ÄCHSTEN ABGELOBT IST UND ER IHM EINEN</small> K<small>RANKENBESUCH MACHT</small>, <small>SO DARF ER BEI IHM STEHEN UND NICHT SITZEN</small>; <small>ER DARF IHM EINE SEELISCHE</small> H<small>EILUNG ANGEDEIHEN LASSEN</small>, <small>ABER KEINE GELDLICHE</small> H<small>EILUNG</small>.