Nedarim 96

Kapitel 96

א ההוא גברא דהוה ליה ברא דהוה שמיט כיפי דכיתנא אסרינהו לנכסיה עליה אמרו ליה ואי הואי בר ברך צורבא מרבנן מאי אמר להון ליקני הדין ואי הואי בר ברי צורבא מרבנן לקנייה מאי
1 Einst hatte jemand einen Sohn, der Flachsbündel unterschlug, und sein Vater machte ihmsein ganzes Vermögen verboten. Da sprachen sie zu ihm: Wie nun, wenn deines Sohnes Sohn Gelehrter wird?
ב אמרי פומבדיתאי קני על מנת להקנות הוא וכל קני על מנת להקנות לא קני
2 Er erwiderte ihnen: Diessei ihm zugeeignet, und wenn meines Sohnes Sohn Gelehrter sein sollte, erwerbe er es. – Wie ist es damit? – Die Pumbedithenser sagten, dies heiße: es sei dir zugeeignet, um anderen zuzueignen, und durch [die Formel] es sei dir zugeeignet, um anderen zuzueignen, erwirbt man nicht,
ג ורב נחמן אמר קני דהא סודרא קני על מנת להקנות הוא
3 und R. Naḥman sagt, er erwerbe wohl, denn auch die Zueignung durch ein Sudariumheißt: es sei dir zugeeignet, um anderen zuzueignen.
ד אמר רב אשי ומאן לימא לן דסודרא אי תפיס ליה לא מיתפיס ועוד סודרא קני על מנת להקנות וקני מן השתא הלין ניכסין דהדין לאימתי קני לכי הוי בר בריה צורבא מרבנן לכי הוה הדר סודרא למריה
4 R. Aši sprach: Wer sagt uns, daß man bei [der Zueignung durch] ein Sudarium, wenn man es will, nicht einbehaltenkann!? Ferner heißt dies zwar bei [der Zueignung durch] ein Sudarium: es sei dir zugeeignet, um anderen zuzueignen, jedoch eignet er es ihm sofort zu, dagegen aber sollen ihm in jenem Falle die Güter zugeeignet sein, erst wenn sein Sohn Gelehrter ist, und wenn er es ist, befindet sich das Sudariumwieder im Besitze seines Eigentümers!?
ה אמר ליה רבא לרב נחמן והא מתנת בית חורון דקני על מנת להקנות הוא ולא קא קני
5 Raba sprach zu R. Naḥman: Auch die Schenkung von Beth Ḥoron war ja eine Zueignung, um anderen zuzueignen, und er erwarb es nicht!?
ו זימנין אמר ליה משום דסעודתו מוכחת עליו וזימנין אמר ליה ר' אליעזר היא דאמר אפילו ויתור אסור במודר הנאה
6 Oftmals erwiderte er ihm: da bewies essein Gastmahl, und oftmals erwiderte er ihm: dort geschah es nach R. Elie͑zer, welcher sagt, beim des Genusses Abgelobten sei sogar das Wertloseverboten. –
ז תנן אמרו חכמים כל מתנה שאינה שאם הקדישה תהא מקודשת אינה מתנה כל לאיתויי מאי לאו לאתויי הא מילתא דשדיא בכיפי לא לאתויי לישנא בתראה דשמעתיה דרבא:
7 Wir haben gelernt: Hierauf sagten die Weisen: Jede Schenkung, die nicht derart ist, daß, wenn man sie heiligt, sie heilig ist, gilt nicht als Schenkung. [Das Wort] ‘jede’ schließt wohl jenen Fall von den Flachsbündeln ein!? – Nein, es schließt die andere Fassung der Lehre Rabasein.
ח <br><br><big><strong>הדרן עלך השותפין</strong></big><br><br>
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