Niddah 100

Kapitel 100

א צריכות מחשבה לכשיתלשו קסבר מחשבת חבור לא שמה מחשבה
1 so benötigen sie gepflückt der Beabsichtigung. Er ist der Ansicht, die Beabsichtigung [am Boden] haftend gilt nicht als Beabsichtigung.
ב אמר רבא אף אנן נמי תנינא י"ג דברים נאמרו בנבלת עוף טהור וזה אחד מהן צריכה מחשבה ואינה צריכה הכשר אלמא מחשבת חיים לא שמה מחשבה הכא נמי מחשבת חבור לא שמה מחשבה
2 Raba sagte: Auch wir haben demgemäß gelernt: dreizehn Dinge wurden vom Aase eines reinen Vogels gesagt; eines von ihnen ist folgendes: es benötigt der Beabsichtigungund benötigt nicht der Befähigung. Die Beabsichtigung beim Lebendengilt also nicht als Beabsichtigung, ebenso gilt hierbei die Beabsichtigung beim [am Boden] Haftenden nicht als Beabsichtigung.
ג רבי זירא אמר הכא בגוזל שנפל מן הרום עסקינן דלא הוה קמן דלחשוב עליה
3 R. Zera erwiderte: Da handelt es sich um eine aus der Höhe gefallene junge Taube, die [vorher] garnicht da war, um über sie irgend welche Bestimmung zu treffen.
ד א"ל אביי תרנגולת שביבנה מאי איכא למימר א"ל תרנגול ברא הוה
4 Abajje sprach zu ihm: Wie ist es hinsichtlich des Huhns in Jabnezu erklären!? Dieser erwiderte: Es war ein Auerhahn.
ה אחיכו עליה תרנגול ברא עוף טמא הוא ועוף טמא מי קמטמא אמר להו אביי גברא רבה אמר מילתא לא תחיכו עליה בתרנגולת שמרדה ומאי ברא דאיבראי ממרה
5 Da lachten sie über ihn: ein Auerhahn ist ja ein unreiner Vogel, und ist ein unreiner Vogel denn verunreinigend!? Da sprach Abajje zu ihnen: Ein bedeutender Mann hat etwas gesagt, lacht nicht darüber; es handelte sich um ein Huhn, das fortgelaufenwar, und er nennt es deshalb Auerhahn, weil es ihrem Eigentümer verwildert war.
ו רב פפא אמר תרנגולתא דאגמא הואי רב פפא לטעמיה דאמר רב פפא תרנגול דאגמא אסור תרנגולתא דאגמא שריא
6 R. Papa sagte: Es war ein Feldhuhn. R. Papa vertritt hierbei seine Ansicht, denn R. Papa sagte: Der Feldhalm ist verboten, die Feldhenne ist erlaubt. Als Merkzeichen diene dir: der A͑mmoniteund nicht die A͑mmoniterin.
ז וסימניך עמוני ולא עמונית דרש מרימר תרנגולתא דאגמא אסירא חזיוה רבנן דדרסה ואכלה והיינו גירותא
7 Meremar trug vor: Die Feldhenne ist verboten, denn die Rabbanan beobachteten, daß sie anpackendfrißt. Sie ist mit Geruthaidentisch.
ח ת"ר גוזל שנפל לגת וחשב עליו להעלותו לכותי טמא לכלב טהור ר' יוחנן בן נורי אומר אף לכלב טמא
8 Die Rabbanan lehrten: Wenn eine junge Taube in eine Kelter gefallen ist, und man beabsichtigt hat, sie für einen Nichtjuden heraufzuholen, so ist sie unrein, wenn aber für einen Hund, so ist sie rein. R. Joḥanan b. Nuri sagt, auch wenn für einen Hund, sei sie unrein.
ט א"ר יוחנן בן נורי ק"ו אם מטמא טומאה חמורה שלא במחשבה לא יטמא טומאה קלה שלא במחשבה
9 R. Joḥanan b. Nuri sprach: Es ist [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere zu folgern: wenn ihr ohne Beabsichtigung eine schwere Unreinheitanhaftet, wie sollte ihr ohne Beabsichtigung nicht eine leichte Unreinheitanhaften!?
י אמרו לו לא אם אמרת בטומאה חמורה שכן אינה יורדת לכך תאמר בטומאה קלה שכן יורדת לכך
10 Sie erwiderten ihm: Nein, wenn du dies von der schweren Unreinheit sagst, bei der es nicht dazu kommt, sollte dies auch von der leichten Unreinheit gelten, bei der es dazu kommt!?
יא אמר להן תרנגולת שביבנה תוכיח שיורדת לכך וטמאוה שלא במחשבה אמרו לו משם ראיה כותים היו שם וחשבו עליה לאכילה
11 Er erwiderte ihnen: Vom Falle mit dem Huhn in Jabneist [das Entgegengesetzte] zu beweisen: bei diesem kam es dazu, und sie erklärten es als unrein ohne Beabsichtigung. Sie erwiderten ihm: Soll dies ein Beweis sein? Da waren Nichtjuden, die es zu essen beabsichtigt hatten. –
יב במאי עסקינן אילימא בכרכים למה לה מחשבה והתנן נבלת בהמה טהורה בכל מקום ונבלת עוף טהור והחלב בכרכים אין צריכין לא מחשבה ולא הכשר
12 In welchem Falle: wenn in Großstädten, so ist ja keine Beabsichtigung nötig, denn wir haben ja gelernt, das Aas eines reinen Viehs überall und das Aas eines reinen Vogels und Talg in Großstädtenbenötigen nicht der Beabsichtigung und nicht der Befähigung;
יג אלא בכפרים ומי איכא למ"ד דלא בעיא מחשבה והתנן נבלת בהמה טמאה בכל מקום ונבלת עוף טהור בכפרים צריכה מחשבה ואינה צריכה הכשר
13 und wenn in Dörfern, so gibt es ja niemand, nach dem die Beabsichtigung nicht erforderlich wäre, denn wir haben gelernt, das Aas eines unreinen Viehs überall und das Aas eines reinen Vogels in Dörfern benötigen der Beabsichtigung, und sie benötigen nicht der Befähigung!?
יד א"ר זעירא בר חנינא לעולם בכרך וגתו מאסתו ועשאתו ככפר
14 R. Zee͑ri b. Ḥenana erwiderte: Tatsächlich in einer Großstadt, nur wird sie in der Kelter widerwärtig, sodaß es ebenso ist, wie in einem Dorfe.
טו א"ר יוחנן בן נורי קל וחומר אם מטמאה טומאה חמורה שלא במחשבה לא תטמא טומאה קלה שלא במחשבה
15 «R. Joḥanan b. Nuri sprach: Es ist [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere zu folgern: wenn ihr ohne Beabsichtigung eine schwere Unreinheit anhaftet, wie sollte ihr ohne Beabsichtigung nicht eine leichte Unreinheit anhaften!?
טז אמרו לו לא אם אמרת בטומאה חמורה שכן אינה יורדת לכך
16 Sie erwiderten ihm: Nein, wenn du dies von der schweren Unreinheit sagst, bei der es nicht dazu kommt.»
יז מאי אינה יורדת לכך אמר רבא הכי קאמרי ליה לא אם אמרת
17 Was heißt, bei der es nicht dazu kommt? Raba erwiderte: Sie sprachen zu ihm wie folgt: Nein, wenn du dies von der schweren Unreinheit sagst,