Niddah 62

Kapitel 62

א שמשהין עצמן בבטן כדי שיזריעו נשותיהן תחלה שיהו בניהם זכרים מעלה עליהן הכתוב כאילו הם מרבים בנים ובני בנים והיינו דאמר רב קטינא יכולני לעשות כל בני זכרים אמר רבא הרוצה לעשות כל בניו זכרים יבעול וישנה
1 Allein, weil sie sich [mit dem Gliede] im Leibe enthielten, damit ihre Frauen zuerst Erguß haben sollten, rechnet es ihnen die Schrift an, als hätten sie viele Söhne und Söhnessöhne [gezeugt]. Das ist es, was R. Qaṭṭina sagte: Ich bringe es fertig, daß all meine Kinder männlich seien. Raba sagte: Wer all seine Kinder männlich haben will, vollziehe den Geschlechtsakt und wiederhole ihn.
ב ואמר רבי יצחק אמר רבי אמי אין אשה מתעברת אלא סמוך לוסתה שנאמר (תהלים נא, ז) הן בעון חוללתי
2 R. Jiçḥaq sagte im Namen R. Amis: Ein Weib wird nur nahe ihrer Periode schwanger, denn es heißt:<i>siche, in Schuld ward ich gezeugt</i>.
ג ורבי יוחנן אמר סמוך לטבילה שנאמר (תהלים נא, ז) ובחטא יחמתני אמי
3 R. Joḥanan sagt, nahe dem Reinigungsbade, denn es heißt:<i>und in Sünde empfing mich meine Mutter</i>. —
ד מאי משמע דהאי חטא לישנא דדכויי הוא דכתיב (ויקרא יד, מט) וחטא את הבית ומתרגמינן וידכי ית ביתא ואי בעית אימא מהכא (תהלים נא, ט) תחטאני באזוב ואטהר
4 Wieso ist es erwiesen, daß ‘Sünde’ den Begriff ‘reinigen’ hat? — Es heißt:<i>er entsündige das Haus</i>, und wir übersetzen dies: er reinige das Haus. Wenn du aber willst, sage ich: hieraus:<i>entsündige mich mit Ysop, daß ich rein werde</i>.
ה ואמר רבי יצחק אמר רבי אמי כיון שבא זכר בעולם בא שלום בעולם שנאמר (ישעיהו טז, א) שלחו כר מושל ארץ זכר זה כר
5 Ferner sagte R. Jiçḥaq im Namen R. Amis: Kommt ein Männliches auf die Welt, so kommt Friede in die Welt, denn es heißt:<i>sendet ein Geschenk</i><i>[Kar] für den Beherrscher des Landes</i>. Zakhar [Männliches] heißt zekar [dies ist ein Geschenk].
ו ואמר ר' יצחק דבי רבי אמי בא זכר בעולם בא ככרו בידו זכר זה כר דכתיב (מלכים ב ו, כג) ויכרה להם כירה גדולה
6 Ferner sagte R. Jiçḥaq im Namen R. Amis: Kommt ein Männliches in die Welt, so kommt sein Brotlaib mit ihm, denn zakhar heißt ze kar, und es heißt:<i>und er richtete ihnen ein großes Gastmahl [kera] her</i>.
ז נקבה אין עמה כלום נקבה נקייה באה עד דאמרה מזוני לא יהבי לה דכתיב (בראשית ל, כח) נקבה שכרך עלי ואתנה
7 Ein Weibliches bringt nichts mit, denn neqebah [Weibliches] bedeutet neqijah baá [leer kommt sie]. Solange sie nicht um Unterhalt bittet, gibt man ihr nichts, wie es heißt:<i>bestimme deinen Lohn, und ich will ihn geben</i>.
ח שאלו תלמידיו את רבי שמעון בן יוחי מפני מה אמרה תורה יולדת מביאה קרבן אמר להן בשעה שכורעת לילד קופצת ונשבעת שלא תזקק לבעלה לפיכך אמרה תורה תביא קרבן
8 Seine Schüler fragten R. Šimo͑n b. Joḥaj: Weshalb sagt die Tora, daß eine Wöchnerin ein Opfer darbringe? Er erwiderte ihnen: Wenn sie zum Gebären niederkniet, schwört sie spontan, sich nie mehr ihrem Manne hinzugeben, daher sagt die Tora, daß sie ein Opfer bringe.
ט מתקיף לה רב יוסף והא מזידה היא ובחרטה תליא מילתא ועוד קרבן שבועה בעי איתויי
9 R. Joseph wandte ein: Sie tut es ja vorsätzlich, und es hängt ja von der Reueab!? Ferner sollte sie ein Opfer wegen Schwörensdarbringen!?
י ומפני מה אמרה תורה זכר לשבעה ונקבה לארבעה עשר זכר שהכל שמחים בו מתחרטת לשבעה נקבה שהכל עצבים בה מתחרטת לארבעה עשר
10 Und weshalb sagt die Tora, für ein Männliches nach sieben und für ein Weibliches nach vierzehn [Tagen]!? — Bei einem Männlichen, mit dem alle sich freuen, bereut sie es nach sieben [Tagen], bei einem Weiblichen, mit dem alle traurig sind, bereut sie es nach vierzehn [Tagen]. —
יא ומפני מה אמרה תורה מילה לשמונה שלא יהו כולם שמחים ואביו ואמו עצבים
11 Und weshalb sagt die Tora, die Beschneidung mit acht[Tagen]? — Damit nicht alle anderen fröhlich und sein Vater und seine Mutter traurig seien.
יב תניא היה ר"מ אומר מפני מה אמרה תורה נדה לשבעה מפני שרגיל בה וקץ בה אמרה תורה תהא טמאה שבעה ימים כדי שתהא חביבה על בעלה כשעת כניסתה לחופה
12 Es wird gelehrt: R. Meír sagte: Weshalb bestimmte die Tora für die Menstruierende sieben Tage? Weil sie ihm, da er sie immer hat, trivial werden könnte. Daher sagt die Tora, daß sie sieben Tage unrein sei, damit sie [nachher] ihrem Manne so lieb sei, wie [sie es war], als sie unter den Baldachin trat.
יג שאלו תלמידיו את רבי דוסתאי ברבי ינאי מפני מה איש מחזר על אשה ואין אשה מחזרת על איש משל לאדם שאבד לו אבידה מי מחזר על מי בעל אבידה מחזיר על אבידתו
13 Seine Schüler fragten R. Dostaj b. R. Jannaj: Weshalb bewirbt sich der Mann um die Frau und nicht die Frau um den Mann? Ein Gleichnis mit einem Menschen, der etwas verlorenhat. Wer sucht wen? Der Verlierende sucht das Verlorene. —
יד ומפני מה איש פניו למטה ואשה פניה למעלה כלפי האיש זה ממקום שנברא וזו ממקום שנבראת
14 Und weshalb der Mann mit dem Gesichte nach unten und das Weib mit dem Gesichte nach oben, dem Manne zugewendet? — Er nach der Stelle, woher er erschaffen wurde, und sie nach der Stelle, woher sie erschaffen wurde. —
טו ומפני מה האיש מקבל פיוס ואין אשה מקבלת פיוס זה ממקום שנברא וזו ממקום שנבראת
15 Und weshalb ist der Mann leicht zu besänftigen und das Weib nicht leicht zu besänftigen? — Er wie das, worauser erschaffen wurde, und sie wie das, woraus sie erschaffen wurde. —
טז מפני מה אשה קולה ערב ואין איש קולו ערב זה ממקום שנברא וזו ממקום שנבראת שנאמר {שיר השירים ב } כי קולך ערב ומראך נאוה
16 Und weshalb hat das Weib eine zarte Stimme und der Mann keine zarte Stimme? — Er wie das, worauser erschaffen wurde, und sie wie das, woraus sie erschaffenwurde. So heißt es auch:<i>Laß mich deine Stimme hören, denn zart ist deine Stimme und deine Gestalt anmutig</i>.
יז <br><br><big><strong>הדרן עלך המפלת חתיכה</strong></big><br><br>
17 
יח מתני׳ <big><strong>בנות</strong></big> כותים נדות מעריסתן והכותים מטמאים משכב תחתון כעליון מפני שהן בועלי נדות
18 <b>D</b>IE S<small>AMARITANERINNEN GELTEN VON DER</small> W<small>IEGE AUS ALS</small> M<small>ENSTRUIERENDE, UND DIE</small> S<small>AMARITANER MACHEN DAS</small> U<small>NTERPOLSTER WIE DIE</small> O<small>BER</small>[<small>DECKE</small>] <small>UNREIN, WEIL SIE</small> M<small>ENSTRUIERENDEN BEIWOHNEN, </small>
יט והן יושבות על כל דם ודם
19 DENN SIE VERWEILEN WEGEN JEDER B<small>LUTART</small> [<small>IN</small> U<small>NREINHEIT</small>].
כ ואין חייבין עליהן על ביאת מקדש ואין שורפין עליהם את התרומה מפני שטומאתן ספק
20 M<small>AN IST ABER IHRETWEGEN</small> <small>NICHT SCHULDIG WEGEN</small> B<small>ETRETENS DES</small> H<small>EILIGTUMS, UND MAN VERBRENNE IHRETWEGEN KEINE</small> H<small>EBE, WEIL IHRE</small> U<small>NREINHEIT ZWEIFELHAFT IST</small>.
כא <big><strong>גמ׳</strong></big> ה"ד אי דקא חזיין אפילו דידן נמי ואי דלא קחזיין דידהו נמי לא
21 GEMARA. In welchem Falle: haben sie wahrgenommen, so sind es ja auch unsere [Kinder], und haben sie nicht wahrgenommen, so sind es ja auch ihre nicht!?
כב אמר רבא בריה דרב אחא בר רב הונא אמר רב ששת הכא במאי עסקינן בסתמא דכיון דאיכא מיעוטא דחזיין חיישינן ומאן תנא דחייש למיעוטא
22 Rabba, Sohn des R. Aḥa b. R. Hona, erwiderte im Namen des R. Šešeth: Dies gilt von dem Falle, wenn man es nicht weiß; da es wenige gibt, die wahrnehmen, so berücksichtige man dies. — Wer ist der Autor, der die Minderheit berücksichtigt? —