Niddah 66

Kapitel 66

א או דילמא נוגעת היתה ולא סתרה
1 oder als Berührende, und es wird nicht umgestoßen?
ב אמר רבא לפום חורפא שבשתא נהי נמי דסתרה כמה תסתור תסתור שבעה דיה כבועלה
2 Raba erwiderte: Entsprechend dem Scharfsinne der Fehler. Angenommen, daß er umstößt: wieviel sollte er umstoßen: wenn sieben [Tage], so genügt es ja, daß sie dem ihr Beiwohnendengleiche,
ג תסתור יום אחד (ויקרא טו, כח) ואחר תטהר אמר רחמנא אחר אחר לכולן שלא תהא טומאה מפסקת ביניהם
3 und wenn nur einen Tag, so sagt ja der Allbarmherzige:<i>und nachher ist sie rein</i>, das ‘nachher’ bezieht sich auf alle, siedürfen nicht durch eine Unreinheit getrennt sein. —
ד וליטעמיך זב גופיה היכי סתר לטהרתו אמר רחמנא שלא תהא טומאה מפסקת ביניהן
4 Wie erfolgt das Umstoßen, auch nach deiner Auffassung, beim Flußbehafteten selbst, der Allbarmherzige sagt ja:<i>zu seiner Reinigung</i>, siedürfen nicht durch eine Unreinheit unterbrochen sein!?
ה אלא מאי אית לך למימר שלא תהא טומאת זיבה מפסקת ביניהן הכא נמי שלא תהא טומאת זיבה מפסקת ביניהן
5 Du mußt also sagen, sie dürfen nicht durch eine Flußunreinheit unterbrochen sein, ebenso dürfen sie auch hierbei nicht durch eine Flußunreinheit unterbrochen sein.
ו ואין חייבין עליהן על ביאת מקדש וכו' רב פפא איקלע לתואך אמר אי איכא צורבא מרבנן הכא איזיל אקבל אפיה אמרה ליה ההיא סבתא איכא הכא צורבא מרבנן ורב שמואל שמיה ותני מתניתא יהא רעוא דתהוי כוותיה
6 M<small>AN IST ABER IHRETWEGEN NICHT SCHULDIG WEGEN</small> B<small>ETRETENS DES</small> H<small>EILIGTUMS &amp;C</small>. Als R. Papa einst in Tavakh eintraf, fragte er: Ist hier ein Gelehrter anwesend, ich will gehen und ihm meine Aufwartung machen. Da sprach eine Greisin zu ihm: Hier ist ein Gelehrter anwesend, sein Name ist R. Šemuél, und er trägt Lehren vor; möge es [Gottes] Wille sein, daß du ihm gleichest.
ז אמר מדקמברכי לי בגוויה ש"מ ירא שמים הוא אזל לגביה רמא ליה תורא רמא ליה מתני' אהדדי תנן אין חייבין עליהן על ביאת מקדש ואין שורפין עליהן את התרומה מפני שטומאתה ספק אלמא מספיקא לא שרפינן תרומה
7 Da sagte er: Wenn sie mich mit ihm segnet, so ist er wohl ein gottesfürchtiger Mann. Hierauf ging er zu ihm hin, und dieser ließ für ihn ein Rind werfen. Alsdann wies er ihn auf einen Widerspruch zwischen zwei Lehren hin. Wir haben gelernt, man sei ihretwegen nicht schuldig wegen Betretens des Heiligtums und man verbrenne ihretwegen keine Hebe, weil ihre Unreinheit zweifelhaft ist, wonach man wegen eines Zweifels keine Hebe verbrenne,
ח ורמינהי על ששה ספקות שורפין את התרומה על ספק בגדי עם הארץ
8 und dem widersprechend [haben wir gelernt], daß man wegen sechs Zweifel Hebe verbrenne, wegen eines Zweifels über Kleider eines Menschen aus dem gemeinen Volke!?
ט אמר רב פפא יהא רעוא דלתאכיל האי תורא לשלמא הכא במאי עסקינן בכותי חבר
9 Da sprach R. Papa: Möge es [Gottes] Wille sein, daß dieses Rind als Friedens[mahl]verzehrt werde. Hier handelt es sich um einen Samaritaner, der Genosse ist. —
י כותי חבר בועל נדה משוית ליה
10 Hältst du denn einen Samaritaner, der Genosse ist, für einen, der Menstruierenden beiwohnt!?
יא שבקיה ואתא לקמיה דרב שימי בר אשי אמר ליה מאי טעמא לא משנית ליה בכותי שטבל ועלה ודרס על בגדי חבר ואזלו בגדי חבר ונגעו בתרומה
11 Als er ihn verlassen hatte und zu R, Šimi b. Aši kam, sprach dieser zu ihm: Weshalb erwidertest du ihm nicht, dies gelte von dem Falle, wenn ein Samaritaner ein Tauchbad genommen hat, heraufgestiegen ist, und auf die Kleider eines Genossen getreten ist, und die Kleider des Genossen Hebe berührt haben.
יב דאי משום טומאת עם הארץ הא טביל ליה ואי משום בועל נדה ספק בעל בקרוב ספק לא בעל בקרוב
12 Wenn etwawegen der Unreinheit des Menschen aus dem gemeinen Volke, so hat er ja ein Tauchbad genommen, wenn etwa wegen Beiwohnung einer Menstruierenden, so ist es zweifelhaft, ob die Beiwohnung kurz vorher oder nicht kurz vorher erfolgt ist,
יג ואם תמצי לומר בעל בקרוב ספק השלימתו ירוק ספק לא השלימתו והוי ספק ספיקא ואספק ספיקא לא שרפינן תרומה
13 und wenn du auch sagst, die Beiwohnung sei kurz vorher erfolgt, so ist es noch zweifelhaft, ob gelbes [Blut] sieergänzt hat oder nicht ergänzt hat, somit besteht hier ein doppelter Zweifel, und wegen eines doppelten Zweifels verbrennen wir keine Hebe. —
יד ותיפוק ליה משום בגדי עם הארץ דאמר מר בגדי עם הארץ מדרס לפרושין אמר ליה בכותי ערום
14 Sollte doch schon der Umstand genügen, daß es Kleider eines Menschen aus dem gemeinen Volke sind, und der Meister sagte, Kleider eines Menschen aus dem gemeinen Volke gelten für Gelehrteals [verunreinigend durch] Auftreten!? Dieser erwiderte: Dies gilt von einem nackten Samaritaner.
טו <big><strong>מתני׳</strong></big> בנות צדוקין בזמן שנהגו ללכת בדרכי אבותיהן הרי הן ככותיות פרשו ללכת בדרכי ישראל הרי הן כישראלית רבי יוסי אומר לעולם הן כישראלית עד שיפרשו ללכת בדרכי אבותיהן
15 <b>D</b><small>IE</small> S<small>ADÜZÄERINNEN GLEICHEN, WENN SIE DEN</small> W<small>EG IHRER</small> V<small>ÄTER GEHEN, DEN</small> S<small>AMARITANERINNEN; ZIEHEN SIE SICH ZURÜCK UND GEHEN DEN</small> W<small>EG</small> J<small>ISRAÉLS, SO GLEICHEN SIE DEN</small> J<small>ISRAÉLITINNEN</small>. R. J<small>OSE SAGT, SIE GLEICHEN IMMER DEN</small> J<small>ISRAÉLITINNEN, BIS SIE SICH ZURÜCKZIEHEN UND DEN</small> W<small>EG IHRER</small> V<small>ÄTER GEHEN</small>.
טז <big><strong>גמ׳</strong></big> איבעיא להו סתמא מאי ת"ש בנות צדוקין בזמן שנוהגות ללכת בדרכי אבותיהן הרי הן ככותיות הא סתמא כישראלית אימא סיפא פרשו ללכת בדרכי ישראל הרי הן כישראלית הא סתמא ככותיות אלא מהא ליכא למשמע מיניה
16 GEMARA. Sie fragten: Wie istes, wenn unbestimmt? — Komm und höre: Die Sadüzäerinnen gleichen, wenn sie den Weg ihrer Väter gehen, den Samaritanerinnen. Demnach gleichen sie, wenn unbestimmt, den Jisraélitinnen. — Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: Ziehen sie sich zurück und gehen den Weg Jisraéls, so gleichen sie den Jisraélitinnen. Demnach gleichen sie, wenn unbestimmt, den Samaritanerinnen. Vielmehr ist hieraus nichts zu entnehmen. —
יז ת"ש דתנן ר' יוסי אומר לעולם הן כישראלית עד שיפרשו ללכת בדרכי אבותיהן מכלל דת"ק סבר סתמא ככותיות ש"מ
17 Komm und höre: R. Jose sagt, sie gleichen immer den Jisraélitinnen, bis sie sich zurückziehen und den Weg ihrer Väter gehen. Demnach ist der erste Autor der Ansicht, sie gleichen den Samaritanerinnen. Schließe hieraus.
יח תנו רבנן מעשה בצדוקי אחד שספר עם כהן גדול בשוק ונתזה צנורא מפיו ונפלה לכהן גדול על בגדיו והוריקו פניו של כהן גדול וקדם אצל אשתו
18 Die Rabbanan lehrten: Einst unterhielt sich ein Saduzäer mit dem Hochpriester auf der Straße, und ein Spritzer kam aus seinem Munde und fiel dem Hochpriester auf die Kleider. Da verfärbte sich das Gesicht des Hochpriesters und er eilte vor jenem zu dessenFrau.
יט אמרה לו אף על פי שנשי צדוקים הן מתיראות מן הפרושים ומראות דם לחכמים
19 Da sprach diese zu ihm: Sind sie auch Frauen der Saduzäer, so fürchten sie dennoch die Pharisäer und zeigen ihr Blut den Weisen.
כ אמר רבי יוסי בקיאין אנו בהן יותר מן הכל והן מראות דם לחכמים חוץ מאשה אחת שהיתה בשכונתינו שלא הראת דם לחכמים ומתה
20 R. Jose sagte: Wir kennen siebesser als jeder andere; sie zeigen ihr Blut den Weisen. Ausnahmsweise war in unserer Nachbarschaft eine Frau, die nicht das Blut den Weisen zeigte, und sie starb. —
כא ותיפוק ליה משום צנורא דעם הארץ אמר אביי בצדוקי חבר אמר רבא צדוקי חבר בועל נדה משוית ליה אלא אמר רבא
21 Es sollte doch schon der Umstand ausreichen, daß es ein Spritzer eines Menschen aus dem gemeinen Volke war!? Abajje erwiderte: Es war ein Saduzäer, der Genosse war. Raba entgegnete: Hältst du denn einen Saduzäer, der Genosse ist, für einen der Menstruierenden beiwohnt!? Vielmehr, erwiderte Raba,