Niddah 79

Kapitel 79

א מתני׳ <big><strong>יוצא</strong></big> דופן אין יושבין עליו ימי טומאה וימי טהרה ואין חייבין עליו קרבן ר"ש אומר הרי זה כילוד
1 <b>W</b>EGEN <small>EINER</small> S<small>EITENGEBURT SIND KEINE</small> T<small>AGE DER</small> U<small>NREINHEIT</small> <small>UND KEINE</small> T<small>AGE DER</small> R<small>EINHEIT ZU VERWEILEN UND MAN IST IHRETWEGEN NICHT ZUM</small> O<small>PFER</small> <small>VERPFLICHTET</small>. R. Š<small>IMO͑N SAGT, SIE GLEICHE DEM</small> [<small>NORMAL</small>] G<small>EBORENEN</small>.
ב כל הנשים מטמאות בבית החיצון שנאמר (ויקרא טו, יט) דם יהיה זובה בבשרה אבל הזב ובעל קרי אינן מטמאין עד שתצא טומאתן לחוץ
2 A<small>LLE</small> F<small>RAUEN SIND UNREIN, WENN IM VORDEREN</small> R<small>AUME</small>, <small>DENN ES HEISST</small>: <i>Blut ist ihr Fluß in ihrem Fleische</i>, <small>DER</small> F<small>LUSSBEHAFTETE ABER UND DER</small> E<small>RGUSSBEHAFTETE SIND UNREIN, ERST WENN IHRE</small> U<small>NREINHEIT NACH AUSSEN GEKOMMEN IST</small>.
ג היה אוכל בתרומה והרגיש שנזדעזעו אבריו אוחז באמה ובולע את התרומה ומטמאין בכל שהוא אפילו כעין החרדל ובפחות מכן
3 W<small>ENN JEMAND</small> H<small>EBE ISST UND EIN</small> P<small>RICKELN IN SEINEN</small> G<small>LIEDERN</small> <small>MERKT, SO HALTE ER DAS</small> G<small>LIED FEST</small> <small>UND SCHLUCKE DIE</small> H<small>EBE HERUNTER</small>. S<small>IE VERUNREINIGEN BEIM KLFINSTEN</small> Q<small>UANTUM, AUCH WIE EIN</small> S<small>ENFKORN UND NOCH WENIGER</small>.
ד <big><strong>גמ׳</strong></big> א"ר מני בר פטיש מאי טעמייהו דרבנן אמר קרא (ויקרא יב, ב) אשה כי תזריע וילדה זכר עד שתלד במקום שהיא מזרעת
4 GEMARA. R. Mani b. Paṭiš sagte: Was ist der Grund der Rabbanan? Die Schrift sagt:<i>wenn ein Weib zu Samen kommt und einen Knaben gebiert</i>, nur wenn sie aus der Stelle gebiert, wo sie zu Samen kommt. –
ה ור"ש ההיא דאפילו לא ילדה אלא כעין שהזריעה אמו טמאה לידה
5 Und R. Šimo͑n!? – Dies deutet darauf: selbst wenn sie nur so gebiert, wie sie zu Samen gekommen ist. –
ו ור"ש מאי טעמיה אמר ר"ל אמר קרא תלד לרבות יוצא דופן
6 Was ist der Grund R. Šimo͑ns? Reš Laqiš erwiderte: Die Schrift sagt: <i>gebiert</i>, dies schließt die Seitengeburt ein. –
ז ורבנן האי מבעי ליה לרבות טומטום ואנדרוגינוס דסלקא דעתך אמינא זכר ונקבה כתיב זכר ודאי נקבה ודאית ולא טומטום ואנדרוגינוס קמ"ל
7 Und die Rabbanan!? – Dies ist nötig, um den Geschlechtslosen und den Zwitter einzuschließen. Da es <i>Knabe</i> und <i>Mädchen</i> heißt, so könnte man glauben, dies gelte nur von einem zweifellosen Knaben und einem zweifellosen Mädchen, nicht aber von einem Geschlechtslosen und einem Zwitter, so lehrt er uns. –
ח ורבי שמעון נפקא ליה מדתני בר ליואי דתני בר ליואי לבן לבן מכל מקום לבת לבת מ"מ
8 Und R. Šimo͑n!? – Dies entnimmt er aus einer Lehre des Bar Livaj, denn Bar Livaj lehrte: <i>Für einen Sohn</i>, jede Art von Sohn; <i>für eine Tochter</i>, jede Art von Tochter. –
ט ורבנן האי מבעי ליה לחייב על כל בן ובן ולחייב על כל בת ובת
9 Und die Rabbanan!? – Dies deutet darauf, daß man [zu einem Opfer] verpflichtet ist wegen jedes einzelnen Sohnes, und zu [einem Opfer] verpflichtet ist, wegen jeder einzelnen Tochter. –
י ורבי שמעון נפקא ליה מדתני תנא קמיה דרב ששת (ויקרא יב, ז) זאת תורת היולדת מלמד שמביאה קרבן אחד על ולדות הרבה יכול תביא על לידה ועל זיבה כאחת
10 Und R. Šimo͑n!? – Dies entnimmt er aus einer Lehre, die ein Jünger vor R. Šešeth rezitierte: <i>Dies ist das Gesetz über die Gebärende</i>, dies lehrt, daß sie ein Opfer wegen vieler Geburten bringe. Man könnte glauben, sie bringe eines wegen der Geburt und wegen des Flusses. –
יא אלא יולדת דאכלה דם ויולדת דאכלה חלב בחד קרבן תסגי לה
11 Demnach könnte eine Wöchnerin, die Blut gegessen hat, oder eine Wöchnerin, die Talg gegessen hat, mit einem Opfer genug haben!? –
יב אלא יכול תביא על לידה שלפני מלאת ועל לידה שלאחר מלאת כאחת ת"ל זאת ורבנן אע"ג דכתיב זאת איצטריך לבן או לבת
12 Vielmehr, man könnte glauben, sie bringe eines wegen der Geburt vor dem Vollwerden und wegen der Geburt nach dem Vollwerden, so heißt es <i>dies</i>. – Und die Rabbanan!? – Obgleich es <i>dies</i> heißt, sind auch [die Worte] <i>für einen Sohn und für eine Tochter</i> nötig.
יג סד"א בתרי עיבורי (דחד הוי נפל) אבל בחד עבורא כגון יהודה וחזקיה בני ר' חייא אימר בחד קרבן סגי לה קמ"ל
13 Man könnte glauben, dies gelte nur von zwei Schwangerschaften, von denen eine eine Fehlgeburt ist, bei einer Schwangerschaftaber, wie beispielsweise bei Jehuda und Ḥizqija, den Söhnen R. Ḥijas, genüge für sie ein Opfer, so lehrt er uns.
יד א"ר יוחנן ומודה רבי שמעון בקדשים שאינו קדוש מאי טעמא גמר לידה לידה מבכור מה התם פטר רחם אף כאן פטר רחם
14 R. Joḥanan sagte: R. Šimo͑n pflichtet bei, daß hei Opfertieren eine solche nicht heiligist. – Aus welchem Grunde? – Er folgert dies durch [das Wort] <i>geboren</i>vom Erstgeborenen, wie dieses aus dem Mutterschoße, ebenso jenes aus dem Mutterschoße. –
טו ולגמר לידה לידה מאדם מה התם יוצא דופן אף כאן יוצא דופן
15 Sollte er doch durch [das Wort] <i>geboren</i>vom Menschen folgern, wie es bei diesem auch von der Seitengeburt gilt, ebenso bei jenem auch von der Seitengeburt!? –
טז מסתברא מבכור הוה ליה למילף שכן אמו מאמו אדרבה מאדם הוה ליה למילף שכן פשוט מפשוט
16 Es ist einleuchtend, daß es vom Erstgeborenen zu folgern ist, denn bei beiden heißt es <i>Mutter</i>. – Im Gegenteil, man sollte es doch vom Menschen folgern, denn bei beiden sind es keine Erstgeborenen!? –
יז אלא מבכור הוה ליה למילף שכן אם בהמת קדשים פגול נותר וטמא
17 Vielmehr, es ist vom Erstgeborenen zu folgern, denn bei beiden heißt es <i>Mutter</i>, handelt es sich um Opfertiere und gilt [das Gesetz von] Verwerflichem, Übriggebliebenem und Unreinem. –
יח אדרבה מאדם הוה ליה למילף שכן פשוט זכר קדוש במתנה הנך נפישן
18 Im Gegenteil, es sollte doch vom Menschen gefolgert werden, denn beide sind keine Erstgeborenen, männlich, [nicht] heiligund [keine] Priestergabe!? – Jene [Übereinstimmungen] sind mehr.
יט אמר רב חייא בריה דרב הונא משמיה דרבא תניא דמסייע ליה לר' יוחנן ר' יהודה אומר (ויקרא ו, ב) זאת תורת העולה היא העולה הרי אלו ג' מיעוטין
19 R. Ḥija, Sohn des R. Hona, sagte im Namen Rabas: Es gibt eine Lehre als Stütze für R. Joḥanan, R. Jehuda sagte:<i>Dies ist das Gesetz über das Brandopfer, das ist das Brandopfer</i>, das sind dreiAusschließungen;