Sanhedrin 152

Kapitel 152

א הכי קאמר איזהו עני רשע ערום זה המשהא בתו בוגרת ואמר רב כהנא משום ר"ע הוי זהיר מן היועצך לפי דרכו
1 er meint es wie folgt: wer ist ein schlauer Bösewicht? Der seine mannbare Tochter sitzen läßt. Ferner sagte R. Kahana im Namen R. A͑qibas: Hüte dich vor einem, der dir auf seine Weise rät.
ב אמר רב יהודה אמר רב המשיא את בתו לזקן והמשיא אשה לבנו קטן והמחזיר אבידה לכותי עליו הכתוב אומר (דברים כט, יח) למען ספות הרוה את הצמאה לא יאבה ה' סלוח לו
2 R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Über einen, der seine Tochter an einen Greis verheiratet, oder seinem unerwachsenen Sohne eine Frau gibt, oder einem Nichtjuden einen Fund zurückgibt, spricht die Schrift: <i>um zusammenzutun die Trunkene mit der Durstigen; einem solchen wird der Herr nie verzeihen</i> <i>mögen</i>.
ג מיתיבי האוהב את אשתו כגופו והמכבדה יותר מגופו והמדריך בניו ובנותיו בדרך ישרה והמשיאן סמוך לפירקן עליו הכתוב אומר (איוב ה, כד) וידעת כי שלום אהלך ופקדת נוך ולא תחטא סמוך לפירקן שאני
3 Man wandte ein: Über den, der seine Frau wie sich selbst liebt und sie mehr als sich selbst ehrt, und der seine Söhne und seine Töchter auf den rechten Weg leitet und sie nahe ihrer Reife verheiratet, spricht die Schrift: <i>so wirst du erfahren, daß wohlbehalten dein Zelt; du musterst deine Behausung, vermissest nichts</i>!? – Nahe ihrer Reife ist es anders.
ד תנו רבנן האוהב את שכיניו והמקרב את קרוביו והנושא את בת אחותו והמלוה סלע לעני בשעת דוחקו עליו הכתוב אומר (ישעיהו נח, ט) אז תקרא וה' יענה
4 Die Rabbanan lehrten: Über den, der seine Nachbarn liebt, der sich seiner Verwandten annimmt, der die Tochter seiner Schwester heiratet, und der einem Armen in seiner Not einen Sela͑ borgt, spricht die Schrift: <i>dann wirst du rufen, und der Herr wird antworten</i>.
ה תנו רבנן (ויקרא כ, יד) אותו ואתהן אותו ואת אחת מהן דברי רבי ישמעאל רבי עקיבא אומר אותו ואת שתיהן
5 Die Rabbanan lehrten: <i>Ihn und sie</i>, ihn und eine von ihnen – so R. Jišma͑él; R. A͑qiba sagt: ihn und beide. –
ו מאי בינייהו אמר אביי משמעות דורשים איכא בינייהו
6 Worin streiten sie? Abajje erwiderte: Sie streiten über die Auslegung dieser Schriftstelle.
ז רבי ישמעאל סבר אותו ואתהן אותו ואת אחת מהן שכן בלשון יוני קורין לאחת הינא ואם חמותו מדרשה אתיא רבי עקיבא סבר אותו ואתהן אותו ואת שתיהן ואם חמותו הכא כתיבא
7 R. Jišma͑él erklärt: <i>ihn und sie</i>, ihn und eine von ihnen, denn griechisch heißt eines <i>ἕν</i>, während es hinsichtlich der Mutter der Schwiegermutter aus einer Schriftauslegung gefolgert wird; R. A͑qiba aber erklärt: <i>ihn und sie</i>, ihn und sie beide, somit spricht diese Schriftstelle auch von der Mutter der Schwiegermutter.
ח רבא אמר חמותו לאחר מיתה איכא בינייהו ר' ישמעאל סבר חמותו לאחר מיתה בשרפה ורבי עקיבא סבר איסורא בעלמא:
8 Raba erwiderte: Sie streiten über die Schwiegermutter nach dem Tode [seiner Frau]. R. Jišma͑él ist der Ansicht, auf die Schwiegermutter nach dem Tode [seiner Frau] sei der Tod durch Verbrennung gesetzt, und R. A͑qiba ist der Ansicht, dies sei nur verboten.
ט <big><strong>מתני'</strong></big> ואלו הנהרגין הרוצח ואנשי עיר הנדחת
9 <b>F</b><small>OLGENDE WERDEN DURCH</small> E<small>NTHAUPTUNG HINGERICHTET</small>: <small>DER</small> M<small>ÖRDER UND DIE</small> E<small>INWOHNER EINER ABTRÜNNIGEN</small> S<small>TADT</small>.
י רוצח שהכה את רעהו באבן או בברזל וכבש עליו לתוך המים או לתוך האור ואינו יכול לעלות משם ומת חייב
10 W<small>ENN EIN</small> M<small>ÖRDER SEINEN</small> N<small>ÄCHSTEN MIT EINEM</small> S<small>TEINE ODER MIT EINEM</small> E<small>ISEN ERSCHLAGEN</small>, <small>ODER INS</small> W<small>ASSER ODER INS</small> F<small>EUER ZURÜCKGEDRÜCKT</small><small>HAT</small>, <small>SODASS ER NICHT MEHR HERAUSKOMMEN KONNTE</small>, <small>UND ER GESTORBEN IST</small>, <small>SO IST ER SCHULDIG</small>.
יא דחפו לתוך המים או לתוך האור ויכול לעלות משם ומת פטור שיסה בו את הכלב שיסה בו את הנחש פטור השיך בו את הנחש רבי יהודה מחייב וחכמים פוטרין:
11 W<small>ENN ER IHN ABER INS</small> W<small>ASSER ODER INS</small> F<small>EUER HINEINGESTOSSEN HAT UND ER NOCH HERAUSKOMMEN KONNTE</small>, <small>ER ABER GESTORBEN IST</small>, <small>SO IST ER FREI</small>. H<small>AT JEMAND AUF EINEN EINEN</small> H<small>UND GEHETZT</small>, <small>HAT JEMAND AUF EINEN EINE</small> S<small>CHLANGE GEHETZT</small>, <small>SO IST ER FREI</small>; <small>HAT ER IHN VON EINER</small> S<small>CHLANGE BEISSEN LASSEN</small>, <small>SO IST ER NACH</small> R. J<small>EHUDA SCHULDIG UND NACH DEN</small> W<small>EISEN FREI</small>.
יב <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר שמואל מפני מה לא נאמרה יד בברזל שהברזל ממית בכל שהוא
12 GEMARA. Šemuél sagte: Weshalb wird beim Eisen nicht vom Griffe gesprochen? Weil das Eisen in jeder Größe tödlich ist.
יג תניא נמי הכי רבי אומר גלוי וידוע לפני מי שאמר והיה העולם שהברזל ממית בכל שהוא לפיכך לא נתנה תורה בו שיעור והני מילי דברזיה מיברז:
13 Ebenso wird auch gelehrt: Rabbi sagte: Offenbar und bekannt war es dem, der gesprochen und die Welt erschaffen hat, daß das Eisen in jeder Größe tödlich ist, daher hat die Tora dabei kein Maß angegeben. Dies jedoch nur, wenn er ihn durchbohrt hat.
יד וכבש עליו לתוך המים: רישא רבותא קמ"ל וסיפא רבותא קמ"ל רישא רבותא קמ"ל אף על גב דלאו איהו דחפו כיון דאין יכול לעלות משם ומת חייב סיפא רבותא קמ"ל אע"ג דדחפו כיון דיכול לעלות משם ומת פטור
14 O<small>DER INS</small> W<small>ASSER ZURÜCKGEDRÜCKT</small>. Der Anfangsatz lehrt eine Steigerung und der Schlußsatz lehrt eine Steigerung. Der Anfangsatz lehrt eine Steigerung: obgleich er selber ihn nicht hineingestoßen hat, so ist er dennoch schuldig, da [er veranlaßt hat, daß] er nicht mehr herauskommen konnte und gestorben ist. Der Schlußsatz lehrt eine Steigerung: obgleich er selber ihn hineingestoßen hat, so ist er, wenn er gestorben ist, dennoch frei, da er herauskommen konnte. –
טו כבש מנלן אמר שמואל דאמר קרא (במדבר לה, כא) או באיבה לרבות את המצמצם
15 Woher dies vom Zurückdrücken? Šemuél erwiderte: Die Schrift sagt: <i>oder aus Gehässigkeit</i>, dies schließt das Zurückhalten ein.
טז ההוא גברא דמצמצמא לחיותה דחבריה בשימשא ומתה רבינא מחייב רב אחא בר רב פטר
16 Einst hielt jemand das Tier eines anderen in der Sonne zurück und es verendete; da erklärte ihn Rabina für schuldig, und R. Aḥa b. Rabh für frei.
יז רבינא מחייב קל וחומר ומה רוצח שלא עשה בו שוגג כמזיד ואונס כרצון חייב בו את המצמצם
17 Rabina erklärte ihn für schuldig, denn dies ist [durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn beim Morde, bei dem die versehentliche Handlung der vorsätzlichen und die unverschuldete der willigen nicht gleicht, der Zurückhaltende schuldig ist,