Shabbat 128

Kapitel 128

א שזנו עיניהם מן הערווה
1 Weil sie ihre Augen an der Schande geweidet haben.
ב אמר רב ששת מפני מה מנה הכתוב תכשיטין שבחוץ עם תכשיטין שבפנים לומר לך כל המסתכל באצבע קטנה של אשה כאילו מסתכל במקום התורפה:
2 R. Šešeth sagte: Weshalb zählt die Schrift die äußerlichen Schmucksachen zusammen mit den intimen Schmucksachen auf? Um dir zu sagen, daß, wenn man auch nur den kleinen Finger eines Weibes betrachtet, dies ebenso sei, als betrachte man ihre Scham.
ג <big><strong>מתני׳</strong></big> יוצאה אשה בחוטי שער בין משלה בין משל חבירתה בין משל בהמה
3 <b>E</b><small>INE</small> F<small>RAU DARF MIT HÄRENEN</small> [H<small>AAR</small>]<small>SCHNÜREN AUSGEHEN, OB AUS EIGENEM, AUS FREMDEM ODER AUS</small> T<small>IERHAAR</small> [<small>GEFERTIGT</small>];
ד ובטוטפת ובסרביטין בזמן שהן תפורין
4 <small>FERNER AUCH MIT EINEM</small> S<small>TIRNSCHMUCKE UND EINEM</small> K<small>OPFSCHMUCKE, WENN SIE FESTGENÄHT SIND, UND IM</small> H<small>OFE </small>
ה בכבול ובפאה נכרית לחצר במוך שבאזנה ובמוך שבסנדלה ובמוך שהתקינה לנדתה
5 AUCH MIT EINER K<small>OPFBINDE UND EINER</small> P<small>ERÜCKE</small>. F<small>ERNER MIT</small> W<small>ATTE IM</small> O<small>HRE UND IN DER</small> S<small>ANDALE, ODER DIE SIE WEGEN DER</small> M<small>ONATSBLUTUNG TRÄGT; </small>
ו בפילפל ובגלגל מלח וכל דבר שניתן לתוך פיה ובלבד שלא תתן לכתחלה בשבת ואם נפל לא תחזיר
6 FERNER MIT EINEM P<small>FEFFER- ODER</small> S<small>ALZKORN UND ALLEM ANDEREN, WAS SIE IN DEN</small> M<small>UND GETAN; JEDOCH DARF SIE ES AM</small> Š<small>ABBATH NICHT VON VORNHEREIN HINEINTUN; FÄLLT ES HERAUS, SO DARF SIE ES NICHT WIEDER HINEINTUN</small>.
ז שן תותבת שן של זהב רבי מתיר וחכמים אוסרים:
7 M<small>IT EINEM EINGESETZTEN</small> Z<small>AHNE ODER EINEM GOLDENEN</small> Z<small>AHNE</small><small>IST ES NACH</small> R<small>ABBI ERLAUBT UND NACH DEN</small> W<small>EISEN VERBOTEN</small>.
ח <big><strong>גמ׳</strong></big> וצריכא דאי אשמעינן דידה משום דלא מאיס אבל חבירתה דמאיס אימא לא
8 GEMARA. Und alles ist nötig. Hätte er nur vom eigenen [Haar] gelehrt, [so könnte man glauben,] weil es nicht widerlich ist, nicht aber mit fremdem, das widerlich ist.
ט ואי אשמעינן דחבירתה דבת מינה הוא אבל דבהמה לאו בר מינה הוא אימא לא צריכא
9 Hätte er uns nur vom fremden gelehrt, [so könnte man glauben,] weil es derselben Art ist, nicht aber mit dem eines Tieres, das nicht derselben Art ist. Daher ist alles nötig.
י תנא ובלבד שלא תצא ילדה בשל זקנה וזקנה בשל ילדה
10 Es wird gelehrt: Nur darf eine Junge nicht mit dem [Haar] einer Alten und eine Alte nicht mit dem einer Jungen ausgehen. –
יא בשלמא זקנה בשל ילדה שבח הוא לה אלא ילדה בשל זקנה אמאי גנאי הוא לה איידי דתנא זקנה בשל ילדה תנא נמי ילדה בשל זקנה:
11 Erklärlich ist es bezüglich einer Alten mit dem [Haar] einer Jungen, denn es ist zu ihrem Vorteile und sie könnte zum Zeigen veranlaßt werden, weshalb aber nicht eine Junge mit dem einer Alten, es ist ja zu ihrem Nachteile!? – Da er von einer Alten mit dem einer Jungen lehrt, lehrt er auch von einer Jungen mit dem einer Alten.
יב בכבול ובפאה נכרית לחצר: אמר רב כל שאסרו חכמים לצאת בו לרה"ר אסור לצאת בו לחצר חוץ מכבול ופאה נכרית
12 I<small>M</small> H<small>OFE AUCH MIT EINER</small> K<small>OPFBINDE UND EINER</small> P<small>ERÜCKE</small>. Rabh sagte: Mit allem, womit die Weisen auf öffentliches Gebiet auszugehen verboten haben, darf man auch in den Hof nicht gehen, ausgenommen ist die Kopfbinde und die Perücke.
יג רבי ענני בר ששון משמיה דר' ישמעאל אמר הכל ככבול
13 R. A͑nani b. Sason sagte im Namen R. Jišma͑éls: Bei allem ist es ebenso, wie bei der Kopfbinde. –
יד תנן בכבול ובפאה נכרית לחצר בשלמא לרב ניחא אלא לרבי ענני בר ששון קשיא רבי ענני בר ששון משמיה דמאן קאמר ליה משמיה דר' ישמעאל בר יוסי רבי ישמעאל בר יוסי תנא הוא ופליג
14 Wir haben gelernt: Im Hofe auch mit einer Kopfbinde und einer Perücke. Richtig ist dies nun nach Rabh, gegen R. A͑nani b. Sason aber ist dies ja ein Einwand!? – R. A͑nani b. Sason sagte dies im Namen des R. Jišma͑él b. Jose, und R. Jišma͑él b. Jose, der ein Tanna ist, streitet dagegen. –
טו ורב מאי שנא הני אמר עולא כדי שלא תתגנה על בעלה כדתניא (ויקרא טו, לג) והדוה בנדתה זקנים הראשונים אמרו שלא תכחול ולא תפקוס ולא תתקשט בבגדי צבעונין עד שבא ר"ע ולימד אם כן אתה מגנה על בעלה ונמצא בעלה מגרשה אלא מה ת"ל והדוה בנדתה בנדתה תהא עד שתבא במים
15 Womit sind diese nach Rabh anders? U͑la erwiderte: Damit [die Frau] ihrem Manne nicht verächtlich werde. Es wird nämlich gelehrt: <i>Und die an ihrer Monatsblutung leidet</i>. Hierzu sagten die früheren Gelehrten, sie dürfe sich weder schminken noch pudern, noch mit bunten Kleidern putzen. Später trat R. A͑qiba auf und lehrte: Dadurch machst du sie ja ihrem Manne verächtlich, und es kann dazu kommen, daß sich ihr Mann von ihr scheiden läßt. Worauf aber deutet der Schriftvers: <i>und die an ihrer Monatsblutung leidet</i>? Sie werde solange als Monatsblutende betrachtet, bis sie im Wasser gebadet hat.
טז אמר רב יהודה אמר רב כל מקום שאסרו חכמים מפני מראית העין אפילו בחדרי חדרים אסור
16 R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Alles, was die Rabbanan des Anscheines wegen verboten haben, ist auch in den geheimsten Gemächern verboten. –
יז תנן ולא בזוג אע"פ שפקוק ותניא אידך פוקק לה זוג בצוארה ומטייל עמה בחצר
17 Wir haben gelernt, nicht mit einer Glocke, auch wenn sie verstopft ist, und ein Anderes lehrt, man verstopfe ihm die Glocke am Halse und führe es auf dem Hofe umher!? –
יח תנאי היא דתניא
18 Hierüber streiten Tannaím, denn es wird gelehrt: