Shabbat 141

Kapitel 141

א קצירה גוררת קצירה וטחינה גוררת טחינה אבל נודע לו על קצירה של זדון שבת ושגגת מלאכות קצירה גוררת קצירה וטחינה שעמה וטחינה שכנגדה במקומה עומדת
1 so zieht das eine Mähen das andere, und das eine Mahlen das andere mit sich. Wenn er sich aber später nur hinsichtlich des Mahlens bei Vorsatz hinsichtlich des Šabbaths und Versehen hinsichtlich der Arbeiten bewußt wird, so zieht das [zweite] Mähen das [erste] Mähen nebst dem [ersten] Mahlen mit sich, während das zweite Mahlen zurückbleibt.
ב אביי אמר טחינה נמי גוררת טחינה שם טחינה אחת היא ומי אית ליה לרבא גרירה והא איתמר אכל שני זיתי חלב בהעלם אחד ונודע לו על אחת מהן וחזר ואכל כזית בהעלמו של שני אמר רבא הביא קרבן על ראשון ראשון ושני מתכפרין ג' אינו מתכפר
2 Abajje sagt, auch das Mahlen ziehe das Mahlen mit sich, denn sie fallen unter eine Bezeichnung Mahlen. – Aber gibt es denn nach Raba ein Mitsichziehen, es wird ja gelehrt: Wenn jemand bei einmaligem Entfallen zwei olivengroße Stücke Talg gegessen hat und sich hinsichtlich des einen bewußt wird, und darauf bei Entfallen des zweiten Stückes abermals ein olivengroßes Stück gegessen hat, so werden ihm, wie Raba sagt, wenn er ein Opfer wegen des ersten Stückes darbringt, das erste und das zweite vergeben, das dritte aber nicht;
ג הביא קרבן על השלישי שלישי ושני מתכפרין ראשון אינו מתכפר הביא קרבן על האמצעי נתכפרו כולן אביי אמר אפילו הביא קרבן על אחד מהן נתכפרו כולן בתר דשמעה מאביי סברה אי הכי טחינה נמי תגרר לטחינה גרירה אית ליה גרירה דגרירה לית ליה
3 bringt er ein Opfer wegen des dritten Stückes dar, so werden ihm das dritte und das zweite vergeben, das erste aber nicht; bringt er ein Opfer wegen des mittleren Stückes dar, so werden ihm alle vergeben. Abajje aber sagt, auch wenn er nur wegen eines ein Opfer darbringt, werden ihm alle vergeben. – Nachdem er dies von Abajje gehört hat, erkannte er es an. – Demnach sollte auch das [erste] Mahlen das [zweite] mit sich ziehen!? – Das Mitsichziehen erkennt er an, das Mitsichziehen durch ein Mitgezogenes erkennt er nicht an.
ד מילתא דפשיטא להו לאביי ורבא מבעיא לר' זירא דבעי רבי זירא מרבי אסי ואמרי לה בעא מיניה רבי ירמיה מרבי זירא קצר וטחן חצי גרוגרת בשגגת שבת וזדון מלאכות וחזר וקצר וטחן חצי גרוגרת בזדון שבת ושגגת מלאכות מהו שיצטרפו אמר ליה חלוקין לחטאות ולא מצטרפין
4 Das, was Abajje und Raba klar war, war R. Zera fraglich. R. Zera fragte nämlich, und wie manche sagen, fragte es R. Jirmeja den R. Zera: Wie ist es, wenn jemand das Quantum einer halben Dörrfeige bei Versehen hinsichtlich des Šabbaths und Vorsatz hinsichtlich der Arbeiten, und darauf abermals das Quantum einer halben Dörrfeige bei Vorsatz hinsichtlich des Šabbaths und Versehen hinsichtlich der Arbeiten gemähet oder gemahlen hat; werden sie vereinigt? Dieser erwiderte: Da sie hinsichtlich der Sündopfer getrennt sind, werden sie nicht vereinigt. –
ה וכל היכא דחלוקין לחטאות לא מצטרפי והתנן אכל חלב וחלב בהעלם אחד אינו חייב אלא אחת אכל חלב ודם ונותר ופגול בהעלם אחד חייב על כל אחת ואחת זו חומר במינין הרבה ממין אחד וזו חומר במין אחד ממינין הרבה שאם אכל חצי זית וחזר ואכל חצי זית ממין אחד חייב משני מינין פטור
5 Aber werden sie denn, wenn sie hinsichtlich der Sündopfer getrennt sind, nicht vereinigt, wir haben ja gelernt: Aß jemand bei einmaligem Entfallen zweimal Talg, so ist er nur einmal schuldig; aß jemand bei einmaligem Entfallen Talg, Blut, Übriggebliebenes und Verwerfliches, so ist er wegen jedes besonders schuldig. Hierbei ist es bei mehreren Arten strenger, als bei einer Art; bei folgendem ist es aber bei einer Art strenger als bei mehreren Arten: aß jemand das Quantum einer halben Olive, und abermals das Quantum einer halben Olive, so ist er, wenn von einer Art, schuldig, und wenn von zwei Arten, frei.
ו והוינן בה ממין אחד חייב צריכא למימר ואמר ריש לקיש משום בר תוטני הכא במאי עסקינן כגון שאכלו בשני תמחויין ורבי יהושע היא דאמר תמחויין מחלקין מהו דתימא אמר רבי יהושע בין לקולא בין לחומרא קא משמע לן דלקולא לא אמר לחומרא קאמר
6 Und auf unseren Einwand, ob es denn zu lehren nötig sei, daß er bei einer Art schuldig sei, erwiderte Reš Laqiš im Namen Bar Toṭanis, hier handle es sich um den Fall, wenn er es in verschiedenen Zubereitungen gegessen hat, und zwar nach R. Jehošua͑, welcher sagt, die verschiedenen Zubereitungen [einer Speise] trennen sie. Man könnte glauben, R. Jehošua͑ sage es sowohl erleichternd als auch erschwerend, so lehrt er uns, daß er es nur erschwerend sagt, nicht aber erleichternd.
ז והא הכא דחלוקין לחטאות וקא מצטרפי אמר ליה מר ארישא מתני לה וקשיא ליה אנן אסיפא מתנינן לה ולא קשיא לן משני מינין פטור צריכה למימר ואמר ריש לקיש משום בר תוטני לעולם ממין אחד ואמאי קרי ליה שני מינין שאכלו בשני תמחויין ור' יהושע היא דאמר תמחויין מחלקין והא קא משמע לן דאמר רבי יהושע בין לקולא בין לחומרא
7 Hierbei sind sie ja hinsichtlich des Opfers getrennt, dennoch werden sie vereinigt!? Dieser erwiderte: Der Meister bezieht dies auf den Anfangssatz und findet hierin einen Einwand, wir beziehen dies auf den Schlußsatz, und finden hierin keinen Einwand. Ist es denn zu lehren nötig, daß er bei zwei Arten frei sei, und Reš Laqiš erwiderte im Namen Bar Toṭanis, es handle sich tatsächlich um eine Art, und er spricht deshalb von zwei Arten, weil es sich um den Fall handelt, wenn er sie in verschiedenen Zubereitungen gegessen hat, und zwar nach R. Jehošua͑, welcher sagt, die verschiedenen Zubereitungen [einer Speise] trennen sie. Er lehrt uns damit, daß R. Jehošua͑ es sowohl erleichternd als auch erschwerend sagte. –
ח מדסיפא מין אחד ושני תמחויין
8 Wenn der Schlußsatz von einer Art in zwei Zubereitungen spricht, so spricht ja demnach auch der Anfangssatz von einer Art in einer Zubereitung;