Shabbat 148

Kapitel 148

א דשלקי ליה שבעא זימני ואי לא שקלי ליה מסרח וכפסולת מתוך אוכל דמי:
1 die man siebenmal brühen muß; wenn man sie nicht herausnimmt, verderben sie, somit ist dies ebenso, als klaube man den Abfall aus dem Eßbaren.
ב והטוחן: א"ר פפא האי מאן דפרים סילקא חייב משום טוחן אמר רב מנשה האי מאן דסלית סילתי חייב משום טוחן אמר רב אשי אי קפיד אמשחתא חייב משום מחתך:
2 M<small>AHLEN</small>. R. Papa sagte: Wer Mangold zerreibt, ist wegen Mahlens schuldig. R. Menaše sagte: Wer Holzspäne splittert, ist wegen Mahlens schuldig. R. Aši sagte: Wenn er aber auf eine bestimmte Größe achtet, so ist er wegen Schneidens schuldig.
ג והלש והאופה: אמר רב פפא שבק תנא דידן בישול סממנין דהוה במשכן ונקט אופה תנא דידן סידורא דפת נקט
3 K<small>NETEN, BACKEN</small>. R. Papa sprach: Unser Tanna ließ das Einkochen von Spezereien aus, was bei [der Errichtung] der Stiftshütte zur Anwendung kam, und nennt statt dessen das Backen!? – Unser Tanna nennt die Reihenfolge der Brotbereitung.
ד אמר רב אחא בר רב עוירא האי מאן דשדא סיכתא לאתונא חייב משום מבשל פשיטא מהו דתימא לשרורי מנא קא מיכוין קמ"ל דמירפא רפי והדר קמיט אמר רבה בר רב הונא האי מאן דארתח כופרא חייב משום מבשל פשיטא מהו דתימא כיון דהדר ואיקושא אימא לא קמ"ל
4 R. Aḥa b. R. A͑vija sagte: Wer einen Pflock in den Of en [zum Trocknen] legt, ist wegen Kochens schuldig. – Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, weil man ihn nur zu härten beabsichtigt, so lehrt er uns, daß er zuerst aufgeht und erst nachher zusammentrocknet. Rabba b. R. Hona sagte: Wer Pech schmilzt, ist wegen Kochens schuldig. – Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, man sei nicht schuldig, da es nachher wieder hart wird, so lehrt er uns.
ה אמר רבא האי מאן דעבד חביתא חייב משום שבע חטאות תנורא חייב משום שמונה חטאות אמר אביי האי מאן דעבד חלתא חייב אחת עשרה חטאות ואי חייטיה לפומיה חייב שלש עשרה חטאות:
5 Raba sagte: Wer eine Krücke anfertigt, ist sieben Sündopfer schuldig, wenn einen Ofen, so ist er acht Sündopfer schuldig. Abajje sagte: Wer einen Bienenkorb anfertigt, ist elf Sündopfer schuldig, wenn er aber den Rand besäumt, so ist er dreizehn Sündopfer schuldig.
ו הגוזז את הצמר והמלבנו: אמר רבה בר בר חנה א"ר יוחנן הטווה צמר שעל גבי בהמה בשבת חייב שלש חטאות אחת משום גוזז ואחת משום מנפץ ואחת משום טווה רב כהנא אמר אין דרך גזיזה בכך ואין דרך מנפץ בכך ואין דרך טווי בכך ולא והתניא משמיה דרבי נחמיה שטוף בעזים וטוו בעזים אלמא טוויה על גבי בהמה שמה טוויה חכמה יתירה שאני
6 W<small>OLLE SCHEREN, BLEICHEN</small>. Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R. Joḥanans: Wer die Wolle auf dem Vieh spinnt, ist drei Sündopfer schuldig: eines wegen Scherens, eines wegen Zupfens und eines wegen Spinnens. R. Kahana sagte: Weder ist dies die Art des Scherens, noch ist dies die Art des Zupfens, noch ist dies die Art des Spinnens. – Etwa nicht, es wird ja im Namen R. Neḥemjas gelehrt: An den Ziegen gespült und an den Ziegen gesponnen. Demnach gilt das Spinnen am Vieh selbst als Spinnen!? – Anders ist es bei einer besonderen Kunstfertigkeit.
ז תנו רבנן התולש את הכנף והקוטמו והמורטו חייב שלש חטאות (וא"ר) שמעון בן לקיש תולש חייב משום גוזז קוטם חייב משום מחתך ממרט חייב משום ממחק:
7 Die Rabbanan lehrten: Wer eine Feder ausrupft, die Spitze abschneidet und sie schleißt, ist drei Sündopfer schuldig. R. Šimo͑n b. Laqiš erklärte: Das Rupfen ist wegen Scherens strafbar, das Abschneiden wegen Schneidens und das Schleißen wegen Schabens.
ח הקושר והמתיר: קשירה במשכן היכא הואי אמר רבא שכן קושרין ביתדות אהלים (קושרים) ההוא קושר על מנת להתיר הוא אלא אמר אביי שכן אורגי יריעות שנפסקה להן נימא קושרים אותה א"ל רבא תרצת קושר מתיר מאי איכא למימר וכי תימא דאי מתרמי ליה תרי. חוטי קיטרי בהדי הדדי שרי חד וקטר חד השתא לפני מלך בשר ודם אין עושין כן לפני ממ"ה הקב"ה עושין אלא אמר רבא ואיתימא רבי עילאי שכן צדי חלזון קושרין ומתירין:
8 E<small>INEN</small> K<small>NOTEN KNÜPFEN, EINEN</small> K<small>NOTEN LÖSEN</small>. Wieso kam das Knüpfen bei [der Errichtung] der Stiftshütte zur Anwendung? Rabba erwiderte: Man knüpfte [die Vorhänge] an die Zeltpflöcke. – Dieses Anknüpfen geschah ja aber, um wieder aufzulösend!? Vielmehr, erwiderte Abajje, wenn den Webern der Vorhänge ein Faden zerriß, knüpften sie ihn zusammen. Raba sprach zu ihm: Du hast es allerdings hinsichtlich des Knüpfens erklärt, wie ist es aber hinsichtlich des Lösens zu erklären!? Wolltest du sagen, daß, wenn sich zwei Fäden verknoteten, man den einen löste und den anderen zurückließ – wie sollte man, wenn man für einen König aus Fleisch und Blut nicht so verfährt, für den König der Könige, den Heiligen, gepriesen sei er, so verfahren haben!? Vielmehr, erklärte Raba, nach anderen, R. Ilea͑, die Fänger der Purpurschnecke hatten [die Netze] zu knüpfen und zu lösen.
ט והתופר שתי תפירות: והא לא קיימא אמר רבה בר בר חנה א"ר יוחנן והוא שקשרן:
9 Z<small>WEI</small> S<small>TICHE NÄHEN</small>. Dies hält ja nicht!? Rabba b. Bar Ḥana erwiderte im Namen R. Joḥanans: Wenn man sie knotet.
י הקורע על מנת לתפור: קריעה במשכן מי הוה רבה ורבי זירא דאמרי תרווייהו
10 R<small>EISSEN, UM ZU NÄHEN</small>. Wieso kam das Reißen bei [der Errichtung] der Stiftshütte zur Anwendung? Raba und R. Zera erklärten beide: