Shabbat 183

Kapitel 183

א דאי בעי מפקע ליה ושקיל בנסכא וכיון דאיכא שנצין מפיק ליה עד פומיה ושרי ושקיל ושנצין אגידי מגואי דליכא שנצין ואיבעית אימא דאית ליה ומכרכי עילויה
1 die er öffnen und [den Inhalt] herausnehmen kann!? – Wenn Barren sich darin befinden. – Wenn aber Riemen daran sind, kann er ja [den Inhalt] bis zur Öffnung heranziehen und sich an eignen, während doch die Riemen sich innen befinden!? – Wenn keine Riemen daran sind. Wenn du aber willst, sage ich: wenn solche daran sind, aber um diesen gewickelt.
ב וכן אמר רבא לא שנו אלא בקופה מלאה קישואין ודלועין אבל מלאה חרדל חייב אלמא קסבר אגד כלי לא שמיה אגד אביי אמר אפילו מלאה חרדל פטור אלמא קסבר אגד כלי שמיה אגד קם אביי בשיטתיה דרבא קם רבא בשיטתיה דאביי ורמי דאביי אדאביי ורמי דרבא אדרבא
2 Ebenso sagte auch Raba: Sie lehrten dies nur von dem Falle, wenn er voll Gurken oder Kürbisse ist, wenn aber voll Senf, so ist man schuldig. Er ist somit der Ansicht, die Zusammenfassung durch das Gefäß sei keine Zusammenfassung. Abajje aber sagt, auch wenn voll Senf, sei man frei. Er ist somit der Ansicht, die Zusammenfassung durch das Gefäß sei wohl eine Zusammenfassung. – Demnach vertritt Abajje die Ansicht Rabas und Raba die Ansicht Abajjes, somit befindet sich ja sowohl Abajje als auch Raba mit sich selbst im Widerspruche!?
ג דאיתמר המוציא פירות לרה"ר אביי אמר ביד חייב בכלי פטור ורבא אמר ביד פטור בכלי חייב
3 Es wird gelehrt: Wer Früchte auf öffentliches Gebiet hinausbringt, ist, wie Abajje sagt, wenn in der Hand, schuldig, wenn in einem Gefäße, frei, und wie Raba sagt, wenn in der Hand, frei, wenn in einem Gefäße, schuldig. –
ד איפוך ביד חייב והתנן פשט בעל הבית את ידו לחוץ ונטל העני מתוכה או שנתן לתוכה והכניס שניהן פטורין התם למעלה מג' הכא למטה מג':
4 Wende es um. – Wieso ist er, wenn in der Hand, schuldig, wir haben ja gelernt, daß, wenn der Hausherr seine Hand nach außen hinausstreckt und der Arme etwas aus dieser nimmt oder in diese legt, und jener es nach innen bringt, beide frei seien!? – Da oberhalb drei, hier unterhalb drei [Handbreiten].
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> המוציא בין בימינו בין בשמאלו בתוך חיקו או על כתיפיו חייב שכן משא בני קהת כלאחר ידו ברגלו בפיו ובמרפקו באזנו ובשערו ובפונדתו ופיה למטה בין פונדתו לחלוקו ובשפת חלוקו במנעלו בסנדלו פטור שלא הוציא כדרך המוציאין:
5 <b>W</b><small>ER ETWAS HINAUSBRINGT, EINERLEI OB IN DER</small> R<small>ECHTEN ODER IN DER</small> L<small>INKEN, OB IM</small> B<small>USEN ODER AUF DER</small> S<small>CHULTER, IST SCHULDIG, DENN</small> [<small>AUCH IN LETZTERER</small>] W<small>EISE TRUGEN DIE</small> S<small>ÖHNE</small> Q<small>EHATHS</small>. W<small>ENN AUF DER</small> R<small>ÜCKSEITE DER</small> H<small>AND, MIT DEM</small> F<small>USSE, IM</small> M<small>UNDE, MIT DEM</small> E<small>LLENBOGEN, IM</small> O<small>HRE, IM</small> H<small>AARE, IM</small> G<small>ÜRTELBEUTEL MIT DER</small> Ö<small>FFNUNG NACH UNTEN, ZWISCHEN</small> G<small>ÜRTEL UND</small> K<small>ITTEL, AM</small> Z<small>IPFEL DES</small> K<small>ITTELS, IM</small> S<small>CHUH ODER IN DER</small> S<small>ANDALE, SO IST ER FREI, WEIL ER NICHT AUF GEWÖHNLICHE</small> W<small>EISE HINAUSBRINGT</small>.
ו <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר ר"א המוציא משאוי למעלה מעשרה טפחים חייב שכן משא בני קהת ומשא בני קהת מנלן דכתיב (במדבר ג, כו) על המשכן ועל המזבח סביב מקיש מזבח למשכן מה משכן י' אמות אף מזבח י' אמות
6 GEMARA. R. Elea͑zar sagte: Wer etwas oberhalb zehn Handbreiten hinausbringt, ist schuldig, denn auf diese Weise trugen die Söhne Qehaths. – Woher wissen wir dies vom Tragen der Söhne Qehaths? – Es heißt: <i>rings um die Stiftshütte und den Altar;</i> man vergleiche den Altar mit der Stiftshütte: wie die Stiftshütte zehn Ellen [hoch] war, ebenso war der Altar zehn Ellen [hoch]. –
ז ומשכן גופיה מנלן דכתיב (שמות כו, טז) עשר אמות אורך הקרש וכתיב (שמות מ, יט) ויפרוש את האהל על המשכן ואמר רב משה רבינו פרשו מכאן אתה למד גובהן של לויים עשר אמות וגמירי דכל טונא דמידלי במוטות תילתא מלעיל ותרי תילתי מלתחת אישתכח דהוה מידלי טובא
7 Woher wissen wir dies von der Stiftshütte selbst? – Es heißt: <i>jedes Brett war zehn Ellen lang</i>, und ferner heißt es: <i>er spannte das Zeltdach über die Stiftshütte</i>, und hierzu sagte Rabh, unser Meister Moše selbst habe es ausgespannt. Und hieraus lernst du, daß die Höhe der Leviten zehn Ellen betrug. Und da wir wissen, daß von jeder Last, die an Stangen getragen wird, sich ein Drittel oberhalb und zwei Drittel unterhalb befinden, so ergibt es sich, daß er höher gehoben wurde.
ח ואיבעית אימא מארון דאמר מר ארון תשעה וכפורת טפח הרי כאן י' וגמירי דכל טונא דמידלי במוטות תילתא מלעיל ותרי תילתי מלרע אישתכח דלמעלה מי' הוה קאי וליגמר ממשה דילמא משה שאני דאמר מר אין השכינה שורה אלא על חכם גבור ועשיר ובעל קומה
8 Wenn du aber willst, sage ich: dies ist von der Bundeslade zu entnehmen; der Meister sagte, daß die Bundeslade neun [Handbreiten] und der Deckel eine Handbreite, zusammen zehn, hoch war, und da wir wissen, daß von jeder Last, die an Stangen getragen wird, sich ein Drittel oberhalb und zwei Drittel unterhalb befinden, so ergibt es sich, daß sie mehr als zehn [Handbreiten] gehoben wurde. – Es sollte ja von Moše selbst gefolgert werden!? – Vielleicht ist Moše eine Ausnahme, denn der Meister sagte, die Göttlichkeit ruhe nur auf einem, der weise, kräftig, reich und hochgewachsen ist.
ט אמר רב משום רבי חייא המוציא משאוי בשבת על ראשו חייב חטאת שכן אנשי הוצל עושין כן ואנשי הוצל רובא דעלמא אלא אי איתמר הכי איתמר אמר רב משום רבי חייא אחד מבני הוצל שהוציא משוי על ראשו בשבת חייב שכן בני עירו עושין כן ותיבטל דעתו אצל כל אדם אלא אי איתמר הכי איתמר המוציא משוי על ראשו פטור
9 Rabh sagte im Namen R. Ḥijas: Wer etwas am Šabbath auf dem Kopfe hinausbringt, ist ein Sündopfer schuldig, denn auf diese Weise tragen die Leute von Huçal. – Aber sind denn die Leute von Huçal die Mehrheit der Welt!? – Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: Rabh sagte im Namen R. Ḥijas: Wenn ein Einwohner von Huçal etwas am Šabbath auf dem Kopfe hinausbringt, so ist er schuldig, denn auf diese Weise tragen die Einwohner seiner Stadt. – Aber ihre Gepflogenheit sollte ja gegenüber der aller anderen Menschen unberücksichtigt bleiben!? – Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: Wer etwas [am Šabbath] auf dem Kopfe hinausbringt, ist frei;