Shabbat 218

Kapitel 218

א אימור דפליגי לענין טומאה וטהרה לענין שבת מי שמעת להו אלא אמר רב נחמן בר יצחק לא קשיא הא דאישתהי הא דלא אישתהי
1 Vielleicht streiten die Rabbanan nur hinsichtlich der Unreinheit und der Reinheit, woher, daß sie auch hinsichtlich des Šabbaths streiten!? Vielmehr, sagte R. Naḥman b. Jiçḥaq, das ist kein Widerspruch; das eine, wenn man [im Wasser] verweilt, und das andere, wenn man darin nicht verweilt. –
ב במאי אוקימתא לבתרייתא דלא אישתהי אי דלא אישתהי אפילו במי משרה נמי דהתניא רוחצין במי טבריא ובמי משרה ובימה של סדום ואף על פי שיש לו חטטים בראשו במה דברים אמורים שלא נשתהא אבל נשתהא אסור
2 Du hast also die letztere Lehre auf den Fall bezogen, wenn man darin nicht verweilt, und wenn man darin nicht verweilt, ist es ja auch in Einweichwasser erlaubt!? Es wird nämlich gelehrt: Man darf in den Seen von Ṭiberjas, in Einweichwasser und in dem See von Sedom baden, selbst wenn man Grinde am Kopfe hat. Dies gilt nur von dem Falle, wenn man [im Wasser] nicht verweilt, wenn man aber darin verweilt, so ist es verboten. –
ג אלא ים הגדול אים הגדול לא קשיא הא ביפין שבו הא ברעים שבו מי משרה אמי משרה נמי לא קשיא הא דאישתהי הא דלא אישתהי:
3 Vielmehr, hinsichtlich des großen Meeres besteht kein Widerspruch, denn das eine gilt von gutem Wasser, und das andere gilt von schlechtem Wasser, und hinsichtlich des Einweichwassers besteht ebenfalls kein Widerspruch, denn das eine gilt von dem Falle, wenn man [im Wasser] verweilt, das andere, wenn man darin nicht verweilt.
ד <big><strong>מתני׳</strong></big> אין אוכלין איזביון בשבת לפי שאינו מאכל בריאים אבל אוכל הוא את יועזר ושותה אבוברואה כל האוכלין אוכל אדם לרפואה וכל המשקין שותה חוץ ממי דקלים וכוס עיקרין מפני שהן לירוקה אבל שותה הוא מי דקלים לצמאו וסך שמן עיקרין שלא לרפואה:
4 <b>M</b><small>AN DARF AM</small> Š<small>ABBATH KEINEN GRIECHISCHEN</small> Y<small>SOP ESSEN</small>, <small>WEIL ER KEINE</small> S<small>PEISE FÜR</small> G<small>ESUNDE IST</small>, <small>WOHL ABER DARF MAN</small> J<small>OE͑ZER ESSEN UND</small> H<small>IRTENBLÜTE</small><small>TRINKEN</small>. A<small>LLE</small> S<small>PEISEN DARF MAN AUCH ALS</small> H<small>EILMITTEL ESSEN</small>, <small>EBENSO ALLE</small> G<small>ETRÄNKE TRINKEN</small>, <small>AUSGENOMMEN</small> P<small>ALMENWASSER UND DEN</small> S<small>TERILITÄTSTRANK</small>, <small>WEIL SIE GEGEN</small> G<small>ELBSUCHT WIRKEN</small>, <small>JEDOCH DARF MAN</small> P<small>ALMENWASSER AUS</small> D<small>URST TRINKEN UND SICH MIT</small> S<small>TERILITÄTSÖL SCHMIEREN</small>, <small>WENN NICHT ZU</small> H<small>EILZWECKEN</small>.
ה <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב יוסף אזוב אברתה בר המג איזביון אברתה בר הינג עולא אמר מרוא חיורא עולא איקלע לבי רב שמואל בר יהודה אייתו לקמיה מרוא חיורא אמר היינו אזוב דכתיב באורייתא רב פפי אמר שומשוק א"ר ירמיה מדיפתי כוותיה דרב פפי מסתברא דתנן מצות אזוב שלשה קלחין ובהן שלשה גבעולין ושומשוק הוא דמשתכחא הכי למאי אכלי ליה לקוקאיני במאי אכלי ליה בשבע תמרי אוכמתא ממאי הויא מקימחא דשערי (במנא) דחליף עליה ארבעין יומין:
5 GEMARA. R. Joseph sagte: Unter Ysop ist Abrota der Stauden, unter griechischem Ysop ist Ahrota der Sträucher gemeint. U͑la erklärte: Weißes Marva. Einst kam U͑la zu R. Šemuél b. Jehuda, und man setzte ihm weißes Marva vor; da sprach er: Das ist der Ysop, von dem in der Tora gesprochen wird. R. Papi erklärte: Šamšaq. R. Jirmeja aus Diphte sprach: Die Erklärung R. Papis ist einleuchtend, denn wir haben gelernt: Beim Gebote vom Ysop ist es erforderlich, daß er drei Strünke mit je drei Stengeln haben muß, und dies trifft beim Šamšaq zu. – Wozu ißt man ihn? – Gegen Askariden. – Womit ißt man ihn? – Mit sieben schwarzen Datteln. – Wovon kommen sie? – Vom Gerstenmehl, das älter als vierzig Tage ist.
ו אבל אוכל הוא את יועזר: מאי יועזר פותנק למאי אכלי לה לארקתא במאי אכלי לה בשבע תמרי חיוורתא ממאי הויא מאומצא ומיא אליבא ריקנא ומבישרא שמנא אליבא ריקנא ומבישרא דתורא אליבא ריקנא מאמגוזא אליבא ריקנא ומגירי דרוביא אליבא ריקנא ומשתי מיא אבתריה
6 W<small>OHL ABER DARF MAN</small> Joe͑zer essen. Was ist Joe͑zer? – Polei. – Wozu ißt man ihn? – Gegen Leberwürmer. – Womit ißt man ihn? – Mit sieben weißen Datteln. – Wovon kommen sie? – Wenn man nüchtern gebratenes Fleisch und Wasser genießt, wenn man nüchtern fettes Fleisch genießt, wenn man nüchtern Ochsenfleisch genießt, wenn man nüchtern Nüsse genießt, und wenn man nüchtern die Stiele des Bockshornklees genießt und darauf Wasser trinkt.
ז ואי לא ליבלע תחלי חיוורתא ואי לא ליתיב בתעניתא וליתי בישרא שמנא ולישדי אגומרי ולימיץ גרמא וליגמע חלא ואיכא דאמרי חלא לא משום דקשי לכבדא ואי לא לייתי גורדא דאסינתא דגרידא מעילאי לתתאי ולא מתתאי לעילאי דילמא נפקא איידי פומיה ולישלקה בשיכרא בי שיבבי ולמחר נסכרינון לנקבין דידיה ולישתי וכי מפני מפני אפשיחה דדקלא:
7 Wenn nicht dies, so schlucke man weiße Kresse. Wenn nicht dies, so faste man, dann hole man fettes Fleisch, brate es auf Kohlen, sauge ein Stück aus und trinke darauf Essig. Manche sagen: Keinen Essig, weil dieser der Leber schädlich ist. Wenn nicht dies, so hole man Dornborke, die man von oben nach unten geschält hat, nicht aber von unten nach oben, denn [die Würmer] könnten dann durch seinen Mund abgehen, und koche sie gegen Abend in Met; am folgenden Tage verstopfe man sich die Öffnungen und trinke dies. Verrichtet man darauf seine Notdurft, so tue man dies auf die ästige Stelle einer Palme.
ח ושותין אבוברואה: מאי אבוברואה חומטריא מאי חומטריא חוטרא יחידאה למאי עבדי לה לגילויא ואי לא ליתי חמשא כלילי וחמשא כוסתא דשיכרא ונישלוקינהו בהדי הדדי עד דקיימא אאנפקא ונישתי
8 U<small>ND</small> H<small>IRTENBLÜTE TRINKEN</small>. Was ist Hirtenblüte? – Ḥomaṭria. – Was ist Ḥomaṭria? – Ein einzelner Stamm. – Wogegen gebraucht man ihn? – Wenn man offenstehendes Wasser getrunken hat. Wenn nicht dies, so hole man fünf Lilien und fünf Becher Met, die man zusammen bis auf das Maß eines Anpaq einkoche, und trinke dies.
ט אימיה דרב אחדבוי בר אמי עבדה ליה לההוא גברא חד כלילא וחד כוסתא דשיכרא שלקה ואישקיתיה ושגרא תנורא וגרפתיה ואותביתיה לבינתא בגוויה ונפק כהוצא ירקא
9 Die Mutter des R. Aḥadboj b. Ami kochte für einen Mann eine Lilie mit einem Becher Met und gab es ihm zu trinken; hierauf heizte sie den Ofen, entfernte die Kohlen, legte einen Backstein unter und setzte ihn darauf, und [das Gift] ging ihm wie ein Gemüseblatt ab.
י רב אויא אמר רביעתא דחלבא מעיזא חיורתא רב הונא בר יהודה אמר לייתי אתרוגא חליתא ולחייקיה ולימלייה דובשא ולותבה בי מיללי דנורא וליכליה רבי חנינא אמר מי רגלים בני ארבעים יום ברזינא לזיבורא רביעאה לעקרבא פלגא ריבעא לגילויא ריבעא אפילו לכשפים מעלו אמר רבי יוחנן אניגרון ואבנגר ותירייקה מעלו בין לגילויא בין לכשפים
10 R. Ivja sagte: [Man trinke] ein Viertellog Milch von einer weißen Ziege. R. Hona b. Jehuda sagte: Man hole einen süßen Etrog, den man aushöhle und mit Honig fülle, alsdann lege man ihn auf glühende Kohlen und esse ihn. R. Ḥanina sagte: [Man trinke] vierzigtägigen Urin; eine Barzina gegen [den Stich] einer Hornisse, ein Viertellog gegen [den Stich] eines Skorpions, die Hälfte eines Viertellog, wenn man offenstehendes Wasser getrunken hat, ein Riba͑hilft sogar gegen Zauberei. R. Joḥanan sagte: Inogaron, Koloquintenbrühe und Therjak helfen sowohl gegen offenstehendes Wasser, als auch gegen Zauberei.
יא האי מאן דבלע חיויא לוכליה כשותא במילחא ולירהטיה תלתא מילי רב שימי בר אשי חזייה לההוא גברא דבלע חיויא אידמי ליה כפרשא אוכליה כשותא במילחא וארהטיה קמיה תלתא מילי ונפק מיניה גובי גובי איכא דאמרי רב שימי בר אשי בלע חיויא אתא אליהו אידמי ליה כפרשא אוכליה כשותא במילחא וארהטיה קמיה תלתא מילי ונפק מיניה גובי גובי האי מאן דטרקיה חיויא ליתי עוברא דחמרא חיורתא וליקרעיה ולותביה עילויה והני מילי דלא אישתכח טרפה ההוא
11 Wer eine Schlange verschluckt hat, esse Hopfen mit Salz und laufe drei Mil. R. Šimi b. Aši sah, wie ein Mann eine Schlange verschluckte, da verstellte er sich als Reiter, gab ihm Hopfen und Salz zu essen und ließ ihn in seiner Gegenwart drei Mil laufen; hierauf ging sie ihm stückweise ab. Manche erzählen: R. Šimi b. Aši verschluckte einst eine Schlange, da kam Elijahu, der sich als Reiter verstellt hatte, und gab ihm Hopfen mit Salz zu essen und ließ ihn in seiner Gegenwart drei Mil laufen; hierauf ging sie ihm stückweise ab. Wenn einen eine Schlange gebissen hat, so hole er das Embryo einer weißen Eselin, zerteile es und lege es auf die Wunde; dies aber nur dann, wenn sie nicht als totverletzt befunden wird. Einst