Shabbat 261

Kapitel 261

א בתים וחצרות פתוחין לתוכו והכא בתים איכא חצרות ליכא כי לא עירבו נמי ליחזינהו להני בתים כמאן דסתימי דמו וחצרות איכא ובתים ליכא
1 wenn die Häuser und die Gehöfte nach dieser offen sind, während hierbei nur Häuser und keine Gehöfte vorhanden sind, somit sollten, auch wenn sie nicht durch einen E͑rub verbunden sind, die Häuser als geschlossen angesehen werden, wonach nur Gehöfte und keine Häuser vorhanden sind!? –
ב אפשר דמבטלי ליה רשותא דכולהו לגבי חד סוף סוף בית איכא בתים ליכא
2 Die [Anwohner] können ihre Rechte am Gehöfte einem von ihnen überlassen. – Aber dann ist es ja nur ein Haus und keine Häuser!? –
ג אפשר דמצפרא ועד פלגא דיומא לגבי חד מפלגיה דיומא ולפניא לגבי חד סוף סוף בעידנא דאיתיה להאי ליתיה להאי אלא אמר רב אשי מי גרם לחצרות שיאסרו בתים וליכא
3 Man kann es vom Morgen bis Mittag einem und vom Mittag bis zum Abend einem anderen überlassen. – Aber dann hat es ja dieser zu einer Zeit, wo jener es nicht hat, und jener zu einer Zeit, wo dieser es nicht hat!? Vielmehr, erklärte R. Aši, die Häuser sind es ja, die die Gehöfte [zum Umhertragen] verboten machen, und diese gelten als nicht vorhanden.
ד אמר ר' חייא בר אבא א"ר יוחנן לא לכל אמר ר' אליעזר מכשירי מצוה דוחין את השבת שהרי שתי הלחם חובת היום הן ולא למדן ר"א אלא מגזירה שוה דתניא ר' אליעזר אומר מניין למכשירי שתי הלחם שדוחין את השבת נאמרה הבאה בעומר ונאמרה הבאה בשתי הלחם מה הבאה האמורה בעומר מכשירין דוחין את השבת אף הבאה האמורה בשתי הלחם מכשירין דוחין את השבת
4 R. Ḥija b. Abba sagte im Namen R. Joḥanans: Nicht bei allem sagte R. Elie͑zer, daß das zur Ausübung des Gebotes Erforderliche den Šabbath verdränge. Die zwei Brote sind ja ebenfalls eine Pflicht des Tages, dennoch muß es R. Elie͑zer diesbezüglich aus einer Wortanalogie folgern. Es wird nämlich gelehrt: R. Elie͑zer sagte: Woher, daß das zur Bereitung der zwei Brote Erforderliche den Šabbath verdrängt? Bei der Erstlingsgarbe heißt es <i>bringen,</i> und bei den zwei Broten heißt es <i>bringen</i>; wie bei der Erstlingsgarbe, bei der es <i>bringen</i> heißt, das hierzu Erforderliche den Šabbath verdrängt, ebenso verdrängt bei den zwei Broten, bei denen es <i>bringen</i> heißt, das hierzu Erforderliche den Šabbath.
ה מופני דאי לא מופני איכא למיפרך מה לעומר שכן אם מצא קצור קוצר תאמר בשתי הלחם שאם מצא קצור אינו קוצר לאי אפנויי מופני מכדי כתיב (ויקרא כג, י) והבאתם את עומר ראשית קצירכם אל הכהן ביום הביאכם למה לי ש"מ לאפנויי
5 Und es ist entbehrlich; wäre es nicht entbehrlich, so könnte man einwenden: wohl bei der Erstlingsgarbe, die man zu diesem Behufe mähen muß, auch wenn bereits Gemähtes vorhanden ist, während man bei den zwei Broten, wenn bereits Gemähtes vorhanden ist, nicht zu mähen braucht. Aber es ist entbehrlich; merke, es heißt ja bereits: <i>ihr sollt die Erstlingsgarbe von euerer Ernte zum Priester bringen,</i> wozu heißt es wiederum: <i>seit dem Tage eueres Bringens</i>? Schließe hieraus, daß es nur hierfür zu verwenden ist. –
ו ואכתי מופנה מצד אחד הוא ושמעינן ליה לר' אליעזר דאמר מופנה מצד אחד למידין ומשיבין (ויקרא כג, יז) תביאו רבויא הוא
6 Es ist ja aber nur an einer Stelle entbehrlich, und wir wissen ja von R. Elie͑zer, daß er der Ansicht ist, wenn nur an einer Stelle entbehrlich, sei zwar ein Schluß zu folgern, aber auch zu widerlegen!? – [Die Worte:] <i>ihr sollt darbringen,</i> sind einschließend.
ז למעוטי מאי אילימא למעוטי לולב והתניא לולב וכל מכשיריו דוחין את השבת דברי ר"א ואלא למעוטי סוכה והתניא סוכה וכל מכשיריה דוחין את השבת דברי ר"א ואלא למעוטי מצה והתניא מצה וכל מכשיריה דוחין את השבת דברי רבי אליעזר ואלא למעוטי שופר והתניא שופר וכל מכשיריו דוחין את השבת דברי ר"א
7 Was schließt dies aus: wollte man sagen, den Feststrauß, so wird ja gelehrt: Der Feststrauß und all seine Erfordernisse verdrängen den Šabbath – so R. Elie͑zer!? Wollte man sagen, die Festhütte, so wird ja gelehrt: Die Festhütte und all ihre Erfordernisse verdrängen den Šabbath – so R. Elie͑zer!? Wollte man sagen, das Ungesäuerte, so wird ja gelehrt: Das Ungesäuerte und all seine Erfordernisse verdrängen den Šabbath – so R. Elie͑zer!? Wollte man sagen, die Posaune, so wird ja gelehrt: Die Posaune und all ihre Erfordernisse verdrängen den Šabbath – so R. Elie͑zer!?
ח אמר רב אדא בר אהבה למעוטי ציצית לטליתו ומזוזה לפתחו תניא נמי הכי ושוין שאם צייץ טליתו ועשה מזוזה לפתחו שהוא חייב
8 R.Ada b. Ahaba erwiderte: Dies schließt [das Anknüpfen] der Çiçith an das Gewand und [das Anbringen] der Mezuza an die Tür aus. Desgleichen wird gelehrt: Sie stimmen überein, daß man schuldig sei, wenn man die Çiçith an das Gewand geknüpft oder die Mezuza an die Tür angebracht hat. –
ט מאי טעמא אמר רב יוסף לפי שאין קבוע להם זמן אמר ליה אביי אדרבה מדאין קבוע להם זמן
9 Aus welchem Grunde? R. Joseph erwiderte: Weil für diese keine Zeit festgesetzt ist. Abajje sprach zu ihm: Im Gegenteil, wenn für diese keine Zeit festgesetzt ist,