Shabbat 28

Kapitel 28

א כיון דהך גזור ברישא הא תו למה לי אלא הך גזור ברישא והדר גזור בכולהו ידים
1 nachdem es bei diesen angeordnet worden ist, es auch bei jenen anzuordnen!? – Vielmehr, zuerst hatte man es bei jenen angeordnet, später auch bei den Händen allgemein. –
ב וטבול יום טבול יום דאורייתא הוא דכתיב (ויקרא כב, ז) ובא השמש וטהר סמי מכאן טבול יום
2 «Wer am selben Tage ein Tauchbad genommen hat.» Dieser ist es ja nach der Tora, denn es heißt: <i>wenn die Sonne untergegangen, so ist er rein</i>!? – Streiche den, der am selben Tage ein Tauchbad genommen hat. –
ג והאוכלין שנטמאו במשקין במשקין דמאי אילימא במשקין הבאין מחמת שרץ דאוריי' נינהו דכתיב (ויקרא יא, לד) וכל משקה אשר ישתה אלא במשקין הבאין מחמת ידים וגזירה משום משקין הבאין מחמת שרץ
3 «Durch Flüssigkeit unrein gewordene Speisen.» – Durch welche Flüssigkeit: wollte man sagen, durch eine durch ein Kriechtier unrein gewordene Flüssigkeit, so sind sie es ja nach der Tora, denn es heißt: <i>und jedes Getränk, das getrunken wird</i>!? – Vielmehr, durch Flüssigkeiten, die durch die Hände unrein geworden sind, mit Rücksicht auf durch ein Kriechtier unrein gewordene Flüssigkeiten. –
ד והכלים שנטמאו במשקין כלים דאיטמאו במשקין דמאי אילימא במשקין דזב דאוריי' נינהו דכתיב (ויקרא טו, ח) וכי ירוק הזב בטהור מה שביד טהור טמאתי לך אלא במשקין הבאין מחמת שרץ וגזירה משום משקין דזב
4 «Durch Flüssigkeit unrein gewordene Gefäße.» Durch welche Flüssigkeit unrein geworden: wollte man sagen, durch eine von einem Flußbehafteten [ausgestoßene] Flüssigkeit, so sind sie es ja nach der Tora, denn es heißt: <i>wenn der Flußbehaftete auf einen Reinen ausspeit:</i> was sich in der Hand des Reinen befindet, habe ich dir als unrein erklärt!? – Vielmehr, durch eine durch ein Kriechtier unrein gewordene Flüssigkeit, mit Rücksicht auf eine von einem Flußbehafteten [ausgestoßene] Flüssigkeit.
ה וידים תלמידי שמאי והלל גזור שמאי והלל גזור דתניא יוסי בן יועזר איש צרידה ויוסי בן יוחנן איש ירושלים גזרו טומאה על ארץ העמים ועל כלי זכוכית שמעון בן שטח תיקן כתובה לאשה וגזר טומאה על כלי מתכות שמאי והלל גזרו טומאה על הידים
5 Haben denn die Schüler Šammajs und Hillels die [Unreinheit der] Hände angeordnet, dies haben ja Šammaj und Hillel selbst angeordnet!? Es wird nämlich gelehrt: Jose b. Joe͑zer aus Çereda und Jose b. Joḥanan aus Jerušalem haben über die Länder der Völker und über Glasgefäße Unreinheit angeordnet. Šimo͑n b. Šaṭaḥ hat die Morgengabe der Frau und die Verunreinigungsfähigkeit der Metallgefäße angeordnet. Šammaj und Hillel haben die Unreinheit der Hände angeordnet.
ו וכ"ת שמאי וסיעתו והלל וסיעתו והאמר רב יהודה אמר שמואל י"ח דבר גזרו ובי"ח נחלקו ואילו הלל ושמאי לא נחלקו אלא בג' מקומות דא"ר הונא בג' מקומות נחלקו ותו לא וכ"ת אתו אינהו גזור לתלות ואתו תלמידייהו וגזרו לשרוף והאמר אילפא ידים תחלת גזירתן לשריפה אלא אתו אינהו גזור ולא קבלו מינייהו ואתו תלמידייהו גזרו וקבלו מינייהו
6 Wolltest du sagen, Šammaj und sein Kollegium, Hillel und sein Kollegium, so sagte ja R. Jehuda im Namen Šemuéls, achtzehn Dinge ordneten sie an, und über achtzehn Dinge waren sie streitig, während Šammaj und Hillel nur an drei Stellen streitig sind!? R. Hona sagte nämlich: An drei Stellen sind sie streitig und nicht mehr. Wolltest du sagen, sie seihst ordneten nur die Schwebe an, worauf ihre Schüler kamen und auch das Verbrennen anordneten, so sagte ja Ilpha, bei [der Unreinheit] der Hände sei das Verbrennen von Anfang an angeordnet worden!? – Vielmehr, zuerst traten sie selber auf und ordneten dies an, jedoch wurde es nicht anerkannt, später traten ihre Schüler auf und ordneten es abermals an, und es wurde auch anerkannt. –
ז ואכתי שלמה גזר דא"ר יהודה אמר שמואל בשעה שתיקן שלמה עירובין ונטילת ידים יצתה בת קול ואמרה (משלי כג, טו) בני אם חכם לבך ישמח לבי גם אני (משלי כז, יא) חכם בני ושמח לבי ואשיבה חורפי דבר אתא
7 Aber dies hatte ja bereits Šelomo angeordnet!? R. Jehuda sagte nämlich im Namen Šemuéls: Als Šelomo den E͑rub und das Händewaschen angeordnet hatte, ertönte eine Hallstimme und sprach: <i>Mein Sohn, wenn dein Herz weise wird, bin auch ich in meinem Herzen froh.</i> <i>Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich dem,</i> <i>der mich schmäht, Rede stehen kann.</i> –