Shabbat 286

Kapitel 286

א מתני׳ <big><strong>חבית</strong></big> שנשברה מצילין הימנה מזון שלש סעודות ואומר לאחרים באו והצילו לכם ובלבד שלא יספוג אין סוחטין את הפירות להוציא מהן משקין ואם יצאו מעצמן אסורין ר' יהודה אומר אם לאוכלין היוצא מהן מותר ואם למשקין היוצא מהן אסור חלות דבש שריסקן מע"ש ויצאו מעצמן אסורין ורבי אליעזר מתיר:
1 <b>W</b>ENN <small>EIN</small> F<small>ASS ZERBRICHT, SO DARF MAN DARAUS FÜR DREI</small> M<small>AHLZEITEN RETTEN, AUCH DARF MAN ZU ANDEREN SAGEN</small>: ‘K<small>OMMT, RETTET</small> <small>FÜR EUCH’, NUR DARF MAN NICHTS MIT EINEM</small> S<small>CHWAMME AUFFANGEN</small>. M<small>AN DARF KEINE</small> F<small>RÜCHTE AUSDRÜCKEN, UM</small> S<small>AFT ZU GEWINNEN; IST [</small>S<small>AFT</small>] <small>VON SELBST AUSGEFLOSSEN, SO IST ER VERBOTEN</small>. R. J<small>EHUDA SAGTE</small>: S<small>IND SIE ZUM</small> E<small>SSEN BESTIMMT, SO IST, WAS AUSFLIESST, ERLAUBT</small>, <small>SIND SIE ZUR</small> G<small>EWINNUNG VON</small> S<small>AFT BESTIMMT, SO IST, WAS AUSFLIESST, VERBOTEN</small>. W<small>ENN MAN</small> H<small>ONIGWABEN AM</small> V<small>ORABEND DES</small> Š<small>ABBATHS ZERBRÖCKELT HAT UND DER</small> H<small>ONIG AM [</small>Š<small>ABBATH</small>] <small>VON SELBST AUSGEFLOSSEN IST, SO IST ER VERBOTEN, NACH</small> R. E<small>LIE͑ZER ABER ERLAUBT</small>.
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> תנא לא יספוג ביין ולא יטפח בשמן שלא יעשה כדרך שהוא עושה בחול ת"ר נתפזרו לו פירות בחצר מלקט על יד על יד ואוכל אבל לא לתוך הסל ולא לתוך הקופה שלא יעשה כדרך שהוא עושה בחול:
2 GEMARA. Es wird gelehrt: Man darf nicht Wein mit einem Schwamme oder Öl mit der Hand aufnehmen, weil man nicht so verfahren darf, wie am Wochentage. Die Rabbanan lehrten: Sind einem Früchte auf dem Hofe zerstreut worden, so darf er sie einzeln auflesen und essen, nicht aber in einen Korb oder eine Kiepe, weil man nicht so verfahren darf, wie am Wochentage.
ג אין סוחטין את הפירות: אמר רב יהודה אמר שמואל מודה היה רבי יהודה לחכמים בזיתים וענבים מ"ט כיון דלסחיטה נינהו יהיב דעתיה ועולא אמר רב חלוק היה ר' יהודה אף בזיתים וענבים ורבי יוחנן אמר הלכה כרבי יהודה בשאר פירות ואין הלכה כרבי יהודה בזיתים וענבים
3 M<small>AN DARF KEINE</small> F<small>RÜCHTE AUSDRÜCKEN</small>. R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: R. Jehuda pflichtet den Weisen bei bezüglich Oliven und Weintrauben, denn diese sind zum Auspressen bestimmt, und man wünscht dies. U͑la aber sagte im Namen Rabhs: R. Jehuda streitet auch bezüglich Oliven und Weintrauben. R. Joḥanan sagte: Die Halakha ist wie R. Jehuda bei anderen Früchten, nicht aber bei Oliven und Weintrauben.
ד אמר רבה אמר רב יהודה אמר שמואל מודה היה רבי יהודה לחכמים בזיתים וענבים ומודים חכמים לרבי יהודה בשאר פירות
4 Rabba sagte im Namen R. Jehudas im Namen Šemuéls: R. Jehuda pflichtet den Weisen bei bezüglich Oliven und Weintrauben, und die Weisen pflichten R. Jehuda bei bezüglich anderer Früchte.
ה א"ל רבי ירמיה לרבי אבא אלא במאי פליגי א"ל לכי תשכח אמר רב נחמן בר יצחק מסתברא בתותים ורמונים פליגי
5 R. Jirmeja sprach zu R. Abba: Worüber streiten sie demnach!? Dieser erwiderte: Vielleicht findest du es. R. Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Es leuchtet ein, daß sie über Maulbeeren und Granatäpfel streiten.
ו דתניא זיתים שמשך מהן שמן וענבים שמשך מהן יין והכניסן בין לאוכל בין למשקין היוצא מהן אסור תותים שמשך מהן מים ורמונים שמשך מהן יין והכניסן לאוכלין היוצא מהן מותר למשקין ולסתם היוצא מהן אסור דברי רבי יהודה וחכמים אומרים בין לאוכלין בין למשקין היוצא מהן אסור
6 Es wird nämlich gelehrt: Wenn man Oliven, aus denen Öl fließt, oder Trauben, aus denen Wein fließt, hereingebracht hat, einerlei ob zum Essen oder wegen der Flüssigkeit, so ist das, was aus ihnen fließt, verboten. Wenn man Maulbeeren, aus denen Saft fließt, oder Granatäpfel, aus denen Wein fließt, hereingebracht hat, so ist, wenn zum Essen, das, was aus ihnen fließt, erlaubt, und wenn wegen der Flüssigkeit oder ohne Bestimmung, das, was aus ihnen fließt, verboten — so R. Jehuda. Die Weisen sagen, was aus ihnen fließt, sei verboten, einerlei ob man sie zum Essen oder wegen der Flüssigkeit hereingebracht hat. —
ז וסבר רבי יהודה סתם אסור והתנן חלב האשה מטמא לרצון ושלא לרצון חלב בהמה אינו מטמא אלא לרצון
7 Ist R. Jehuda denn der Ansicht, ohne Bestimmung sei es verboten, wir haben ja gelernt: Die Milch der Frau macht für die Unreinheit empfänglich, einerlei ob [die Befeuchtung] erwünscht ist oder nicht; die Milch von einem Vieh macht nur dann für die Unreinheit empfänglich, wenn [die Befeuchtung] erwünscht ist.
ח אמר ר' עקיבא קל וחומר הוא ומה חלב האשה שאינו מיוחד אלא לקטנים מטמא לרצון ושלא לרצון חלב הבהמה שמיוחד בין לקטנים בין לגדולים אינו דין שיטמא בין לרצון ובין שלא לרצון אמרו לו אם טמא חלב האשה שלא לרצון שדם מגפתה טמא יטמא חלב הבהמה
8 R. A͑qiba sprach: [Durch einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere ist [entgegengesetzt] zu folgern: wenn die Milch der Frau, die nur für Säuglinge bestimmt ist, erwünscht und unerwünscht für die Unreinheit empfänglich macht, um wieviel mehr sollte Milch von einem Vieh, die ja für Säuglinge und für Erwachsene bestimmt ist, erwünscht und unerwünscht für die Unreinheit empfänglich machen! Jene entgegneten: Wenn die Milch der Frau auch unerwünscht für die Unreinheit empfänglich macht, von der auch das Blut einer Wunde für die Unreinheit empfänglich macht,