Shabbat 76

Kapitel 76

א מחזירין אפילו בשבת ואף ר' אושעיא סבר אף מחזירין אפי' בשבת דא"ר אושעיא פעם אחת היינו עומדים לעילא מר' חייא רבה והעלנו לו קומקמוס של חמין מדיוטא התחתונה לדיוטא העליונה ומזגנו לו את הכוס והחזרנוהו למקומו ולא אמר לנו דבר
1 man dürfe wieder aufsetzen, ist dies sogar am Šabbath erlaubt. Und auch R. Oša͑ja ist der Ansicht, man dürfe auch am Šabbath wieder aufsetzen, denn R. Oša͑ja erzählte: Als wir einst bei R. Ḥija dem Großen anwesend waren, brachten wir ihm vom unteren Geschosse nach dem oberen Geschosse einen Kessel mit warmem Wasser hinauf, schenkten ihm den Becher ein und stellten [den Kessel] wieder auf seinen Platz zurück, und er sagte uns kein Wort.
ב א"ר זריקא א"ר אבא א"ר תדאי לא שנו אלא שעודן בידו אבל הניחן ע"ג קרקע אסור א"ר אמי ר' תדאי דעבד לגרמיה הוא דעבד אלא הכי א"ר חייא א"ר יוחנן אפילו הניחה על גבי קרקע מותר
2 R. Zeriqa sagte im Namen R. Abbas im Namen R. Tadajs: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn man [das Gefäß] noch in der Hand hat, hat man es aber auf den Boden abgesetzt, so ist [das Wiederaufsetzen] verboten. R. Ami sagte: R. Tadaj hat dies nur für sich selber entschieden. Vielmehr sagte R. Ḥija im Namen R. Joḥanans wie folgt: Selbst wenn man [das Gefäß] auf den Boden abgesetzt hat, ist [das Wiederaufsetzen] erlaubt.
ג פליגי בה רב דימי ורב שמואל בר יהודה ותרוייהו משמיה דרבי אלעזר אמרי חד אמר עודן בידו מותר ע"ג קרקע אסור וחד אמר הניחן על גבי קרקע נמי מותר אמר חזקיה משמיה דאביי הא דאמרת עודן בידו מותר לא אמרן אלא שדעתו להחזיר אבל אין דעתו להחזיר אסור מכלל דעל גבי קרקע אע"פ שדעתו להחזיר אסור
3 Hierüber streiten R. Dimi und R. Šemuél b. Jehuda, und zwar beide im Namen R. Elea͑zars; einer sagt, nur wenn man es noch in der Hand hält, sei [das Wiederaufsetzen] erlaubt, hat man es aber auf den Boden abgesetzt, sei es verboten, und einer sagt, auch wenn man es auf den Boden abgesetzt hat, sei es erlaubt. Ḥizqija sagte im Namen Abajjes: Das, was wir gesagt haben, [das Wiederaufsetzen] sei erlaubt, wenn man es noch in der Hand hält, bezieht sich nur auf den Fall, wenn man beabsichtigt hat, es wieder aufzusetzen, hat man dies aber nicht beabsichtigt, so ist es verboten. Demnach ist es, wenn man es auf den Boden abgesetzt hat, verboten, auch wenn man beabsichtigt hat, es wieder aufzusetzen.
ד איכא דאמרי אמר חזקיה משמיה דאביי הא דאמרת על גבי קרקע אסור לא אמרן אלא שאין דעתו להחזיר אבל דעתו להחזיר מותר מכלל שבעודן בידו אע"פ שאין דעתו להחזיר מותר בעי ר' ירמיה תלאן במקל מהו הניחן על גבי מטה מהו בעי רב אשי פינן ממיחם למיחם מהו תיקו:
4 Manche lesen: Ḥizqija sagte im Namen Abajjes: Das, was wir gesagt haben, [das Wiederaufsetzen] sei verboten, wenn man es auf den Boden abgesetzt hat, bezieht sich nur auf den Fall, wenn man nicht beabsichtigt hat, es wieder aufzusetzen, hat man dies aber beabsichtigt, so ist es erlaubt. Demnach ist es, wenn man es in der Hand hält, erlaubt, auch wenn man nicht beabsichtigt hat, es wieder aufzusetzen. R. Jirmeja fragte: Wie ist es, wenn man [das Gefäß] auf einem Stabe hängen läßt? Wie ist es, wenn man es auf das Bett absetzt? R. Aši fragte: Wie ist es, wenn man [das Wasser] aus einem Kessel in den anderen umgegossen hat? – Dies bleibt unentschieden.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> תנור שהסיקוהו בקש ובגבבא לא יתן בין מתוכו בין מעל גביו כופח שהסיקוהו בקש ובגבבא ה"ז ככיריים בגפת ובעצים הרי הוא כתנור:
5 <b>W</b><small>ENN MAN EINEN</small> O<small>FEN MIT</small> S<small>TROH ODER</small> S<small>TRAUCH GEHEIZT HAT</small>, <small>SO DARF MAN NICHTS IN DIESEN NOCH AUF DIESEN</small> [<small>ZUM</small> W<small>ÄRMEN</small>] <small>TUN</small>. E<small>IN</small> T<small>OPFHERD</small>, <small>DEN MAN MIT</small> S<small>TROH ODER</small> S<small>TRAUCH GEHEIZT HAT</small>, <small>GLEICHT DEM</small> H<small>ERDE</small>, <small>UND DEN MAN MIT</small> T<small>RESTERN ODER</small> H<small>OLZ GEHEIZT HAT</small>, <small>GLEICHT DEM</small> O<small>FEN</small>.
ו <big><strong>גמ׳</strong></big> תנור שהסיקוהו סבר רב יוסף למימר תוכו תוכו ממש על גביו על גביו ממש אבל לסמוך שפיר דמי איתיביה אביי כופח שהסיקוהו בקש ובגבבא הרי הוא ככיריים בגפת ובעצים הרי הוא כתנור ואסור הא ככירה שרי במאי עסקינן אילימא על גביו ובמאי אילימא כשאינו גרוף וקטום אלא כירה כי אינה גרופה וקטומה על גביו מי שרי אלא לאו לסמוך וקתני הרי הוא כתנור ואסיר
6 GEMARA. W<small>ENN MAN EINEN</small> O<small>FEN GEHEIZT HAT</small>. R. Joseph wollte erklären, ‘in diesen’ heiße, innerhalb desselben, ‘auf diesen’ heiße, oberhalb desselben, daneben zu stellen aber sei erlaubt; dagegen wandte Abajje ein: Ein Topfherd, den man mit Stroh oder Strauch geheizt hat, gleicht dem Herde, und den man mit Trestern oder Holz geheizt hat, gleicht dem Ofen. Nur darum ist es verboten, bei einem Herde aber ist es erlaubt. In welchem Falle: wollte man sagen, auf diesem, wenn [die Kohlen] nicht weggescharrt oder mit Asche bedeckt sind – ist es denn bei einem Herde erlaubt, wenn [die Kohlen] nicht weggescharrt oder mit Asche bedeckt sind!? Doch wohl daneben, und er lehrt, er gleiche einem Ofen und es sei verboten!?
ז אמר רב אדא בר אהבה הכא בכופח גרוף וקטום ותנור גרופה וקטומה עסקינן הרי הוא כתנור דאע"ג דגרוף וקטום על גביו אסור דאי ככירה כי גרופה וקטומה שפיר דמי: תניא כוותיה דאביי תנור שהסיקוהו בקש ובגבבא אין סומכין לו ואין צריך לומר על גביו ואין צריך לומר לתוכו ואין צריך לומר בגפת ובעצים כופח שהסיקוהו בקש ובגבבא סומכין לו ואין נותנין על גביו בגפת ובעצים אין סומכין לו
7 R. Ada b. Ahaba erwiderte: Hier handelt es sich um einen Topfherd, in dem [die Kohlen] weggescharrt oder mit Asche bedeckt sind, und um einen Ofen, in dem [die Kohlen] weggescharrt oder mit Asche bedeckt sind. Er gleicht einem Ofen, indem auf diesen zu setzen verboten ist, auch wenn [die Kohlen] weggescharrt oder mit Asche bedeckt sind, denn bei einem Herde ist es ja erlaubt, wenn [die Kohlen] weggescharrt oder mit Asche bedeckt sind. Übereinstimmend mit Abajje wird gelehrt: Wenn man einen Ofen mit Stroh oder Strauch geheizt hat, so darf man nichts daneben [zum Wärmen] stellen, um so weniger auf diesen, und um so weniger in diesen, und selbstverständlich nicht, wenn man ihn mit Trestern oder Holz [geheizt hat]. Wenn man einen Topfherd mit Stroh oder Strauch geheizt hat, so darf man daneben stellen, nicht aber auf diesen; wenn mit Trestern oder Holz, so darf man auch nichts daneben stellen.
ח אמר ליה רב אחא בריה דרבא לרב אשי האי כופח היכי דמי אי ככירה דמי אפילו בגפת ובעצים נמי אי כתנור דמי אפילו בקש ובגבבא נמי לא אמר ליה נפיש הבליה מדכירה וזוטר הבליה מדתנור
8 R. Aḥa, der Sohn Rabas, sprach zu R. Aši: Wie verhält es sich mit diesem Topfherde: gleicht er einem Herde, so sollte es erlaubt sein, auch wenn mit Trestern oder Holz, und gleicht er einem Ofen, so sollte es verboten sein, auch wenn mit Stroh oder Strauch [geheizt]!? Dieser erwiderte: Er hat mehr Hitze als ein Herd und weniger als ein Ofen. –
ט היכי דמי כופח היכי דמי כירה א"ר יוסי בר חנינא כופח מקום שפיתת קדרה אחת כירה מקום שפיתת שתי קדרות אמר אביי ואיתימא רבי ירמיה אף אנן נמי תנינא כירה שנחלקה לאורכה טהורה לרחבה טמאה כופח בין לאורכו בין לרוחבו טהור:
9 Was ist ein Topfherd und was ist ein Herd? R. Jose b. Ḥanina sagte: Der Topfherd ist zum Aufsetzen eines Topfes eingerichtet, der Herd zum Aufsetzen zweier Töpfe. Abajje, nach anderen, R. Jirmeja, sagte: Auch wir haben gelernt: Wenn ein Herd in der Länge geteilt ist, so ist er rein, wenn in der Breite, so ist er verunreinigungsfähig; der Topfherd ist rein, ob in der Länge oder in der Breite.
י <big><strong>מתני׳</strong></big> אין נותנין ביצה בצד המיחם בשביל שתתגלגל ולא יפקיענה בסודרין ור' יוסי מתיר ולא יטמיננה בחול ובאבק דרכים בשביל שתצלה
10 <b>M</b><small>AN DARF EIN</small> E<small>I NICHT AN DIE</small> S<small>EITE EINES</small> K<small>ESSELS LEGEN</small>, D<small>AMIT ES GERINNE</small>, <small>AUCH NICHT AUF</small> [<small>WARME</small>] T<small>ÜCHER ZERSCHLAGEN</small>; R. J<small>OSE ERLAUBT DIES</small>. F<small>ERNER DARF MAN ES NICHT IN</small> [<small>HEISSEN</small>] S<small>AND ODER</small> S<small>TRASSENSTAUB EINSCHARREN</small>, <small>DAMIT ES BACKE</small>.
יא מעשה שעשו אנשי טבריא והביאו סילון של צונן לתוך אמה של חמין אמרו להם חכמים אם בשבת כחמין שהוחמו בשבת ואסורין ברחיצה ובשתיה אם ביום טוב כחמין שהוחמו ביום טוב ואסורין ברחיצה ומותרין בשתיה:
11 E<small>INST ZOGEN DIE</small> L<small>EUTE VON</small> Ṭ<small>IBERJAS EIN</small> R<small>OHR FÜR KALTES</small> W<small>ASSER DURCH EINEN HEISSEN</small> K<small>ANAL</small>. D<small>A SPRACHEN DIE</small> W<small>EISEN ZU IHNEN</small>: A<small>M</small> Š<small>ABBATH IST DIESES</small> W<small>ASSER ALS AM</small> Š<small>ABBATH GEWÄRMT ZU BETRACHTEN UND SOWOHL ZUM</small> W<small>ASCHEN ALS AUCH ZUM</small> T<small>RINKEN VERBOTEN</small>; <small>AM</small> F<small>ESTE IST ES ALS AM</small> F<small>ESTE GEWÄRMT ZU BETRACHTEN UND IST ZUM</small> W<small>ASCHEN VERBOTEN UND ZUM</small> T<small>RINKEN ERLAUBT</small>.
יב <big><strong>גמ׳</strong></big> איבעיא להו גלגל מאי אמר רב יוסף גלגל חייב חטאת אמר מר בריה דרבינא אף אנן נמי תנינא
12 GEMARA. Sie fragten: Was geschieht, wenn man es gerinnen läßt? R. Joseph erwiderte: Hat man es gerinnen lassen, so ist man ein Sündopfer schuldig. Mar, der Sohn Rabinas, sagte: Auch wir haben es gelernt: