Sotah 30

Kapitel 30

א דשמעיה לר' מאיר דקאמר היא האכילתו מעדני עולם לפיכך קרבנה מאכל בהמה א"ל התינח עשירה עניה מאי איכא למימר אלא כשם שמעשיה מעשה בהמה כך קרבנה מאכל בהמה
1 Er hörte R. Meír folgendes sagen: Sie gab ihm alle Leckereien der Welt zu essen, daher soll ihr Opfer aus Viehfutter bestehen. Da sprach er zu ihm: Allerdings eine Reiche, wie ist es aber hinsichtlich einer Armen zu erklären!? Vielmehr, wie ihr Betragen dem eines Viehs gleicht, ebenso besteht auch ihr Opfer aus Viehfutter.
ב <big><strong>מתני׳</strong></big> היה מביא פילי של חרס ונותן לתוכה חצי לוג מים מן הכיור ר' יהודה אומר רביעית כשם שממעט בכתב כך ממעט במים
2 <b>E</b><small>R HOLT EINEN IRDENEN</small> B<small>ECHER UND SCHÜTTET DARIN EIN HALBES</small> L<small>OG</small> W<small>ASSER AUS DEM</small> W<small>ASCHBECKEN;</small> R. J<small>EHUDA SAGT, EIN</small> V<small>IERTEL</small>[<small>LOG</small>]. W<small>IE ER HINSICHTLICH DES</small> S<small>CHRIFTSTÜCKES VERMINDERND</small><small>IST, SO IST ER VERMINDERND AUCH HINSICHTLICH DES</small> W<small>ASSERS</small>.
ג נכנס להיכל ופנה לימינו ומקום היה שם אמה על אמה וטבלא של שיש וטבעת היתה קבועה בה כשהוא מגביה ונוטל עפר מתחתיה ונותן כדי שיראה על המים שנאמר (במדבר ה, יז) ומן העפר אשר יהיה בקרקע המשכן יקח הכהן ונתן אל המים
3 H<small>IERAUF TRITT ER IN DEN</small> T<small>EMPEL UND WENDET SICH NACH RECHTS; DA IST EINE EINE</small> E<small>LLE ZU EINER</small> E<small>LLE GROSSE</small> S<small>TELLE, AUF DER EINE</small> M<small>ARMORPLATTE SICH BEFINDET, IN DIE EIN</small> R<small>ING EINGELASSEN IST</small>. D<small>IESE HEBT ER HOCH, NIMMT ETWAS</small> E<small>RDE HERAUS UND TUT SOVIEL HINEIN, DASS SIE AUF DEM</small> W<small>ASSER ZU SEHEN IST, WIE ES HEISST</small>:<i>der Priester nehme von der Erde, die sich am Fußboden des Zeltes befindet, und tue es in das Wasser</i>.
ד <big><strong>גמ׳</strong></big> תנא פילי של חרס חדשה דברי רבי ישמעאל מאי טעמא דרבי ישמעאל גמר כלי כלי ממצורע מה להלן חרס חדשה אף כאן חרס חדשה
4 GEMARA. Es wird gelehrt: Einen neuen irdenen Becher—so R. Jišma͑él. Was ist der Grund R. Jišma͑éls? — Er folgert es aus [dem Worte] <i>Gefäß</i>, das auch beim Aussätzigen gebraucht wird; wie da ein neues irdenes Gefäß, ebenso auch hierbei ein neues irdenes Gefäß. —
ה והתם מנלן דכתיב (ויקרא יד, ה) ושחט את הצפור האחת אל כלי חרש על מים חיים מה מים חיים שלא נעשתה בהן מלאכה אף כלי שלא נעשתה בו מלאכה
5 Woher dies von jenem? — Es heißt:<i>und er schlachte den einen Vogel in ein irdenes Gefäß über lebendigem Wasser</i>; wie das lebendige Wasser nicht zur Arbeit verwandt worden ist, ebenso auch ein Gefäß, das nicht zur Arbeit verwandt worden ist —
ו אי מה להלן מים חיים אף כאן מים חיים
6 Demnach sollte doch, wie da lebendiges Wasser erforderlich ist, auch hierbei lebendiges Wasser erforderlich sein!? —
ז לרבי ישמעאל הכי נמי דאמר ר' יוחנן מי כיור רבי ישמעאל אומר מי מעיין הן וחכ"א משאר מימות הן
7 Nach R. Jišma͑él ist dem auch so, denn R. Johanan sagte: Das Wasser im Waschbecken war, wie R. Jišma͑él sagt, Quellwasser, und wie die Weisen sagen, gewöhnliches Wasser. —
ח איכא למיפרך מה למצורע שכן טעון עץ ארז ואזוב ושני תולעת
8 Es ist ja aber zu erwidern: wohl gilt dies von einem Aussätzigen, da bei diesem auch Zedernholz, Ysop und Karmesinwolleerforderlich sind!?
ט אמר רבה אמר קרא בכלי חרס כלי שאמרתי לך כבר
9 Raba erwiderte: Die Schrift sagt: <i>in ein irdenes Gefäß</i>, ein Gefäß, von dem ich dir bereits gesagt habe.
י אמר רבא לא שנו אלא שלא נתאכמו פניו אבל נתאכמו פניו פסולין מאי טעמא דומיא דמים מה מים שלא נשתנו אף כלי שלא נשתנה
10 Raba sagte: Diesgilt nur von dem Falle, wenn sein Aussehen nicht geschwärzt ist, wenn aber sein Aussehen geschwärzt ist, so ist es untauglich. — Aus welchem Grunde? — Gleich dem Wasser; wie [das Aussehen] des Wassers unverändert sein muß, ebenso muß auch das des Gefäßes unverändert sein.
יא בעי רבא נתאכמו והחזירן לתוך כבשן האש ונתלבנו מהו מי אמרינן כיון דאידחו אידחו או דילמא כיון דהדור הדור
11 Folgendes aber fragte Raba: Wie ist es, wenn es geschwärzt war und man es in einen Schmelzofen getan und es wieder weiß geworden ist: bleibt es, da es einmal untauglich war, untauglich, oder aber ist es wieder [tauglich]!? —
יב ת"ש רבי אלעזר אומר עץ ארז ואזוב ושני תולעת שהפשיל בהן קופתו לאחוריו פסולין והא התם הדרי ומפשטי
12 Komm und höre: R. Elea͑zar sagte: Wenn man mit dem Zedernholz, dem Ysop und der Karmesinwolle einen Korb über den Rücken gehängt hat, so sind sie untauglich.
יג התם דאיקלוף איקלופי
13 Diese werden ja wiederum glatt. — Wenn etwas abgeschlossen ist.
יד נכנס להיכל ופנה לימינו וכו' מ"ט דאמר מר כל פינות שאתה פונה לא יהו אלא דרך ימין
14 H<small>IERAUF TRITT ER IN DEN</small> T<small>EMPEL UND WENDET SICH NACH RECHTS &amp;C</small>. Aus welchem Grunde? — Der Meister sagte, alle Wendungen, die zu machen sind, haben nur nach rechts zu erfolgen.
טו מקום היה שם אמה כו' תנו רבנן ומן העפר אשר יהיה יכול יתקן מבחוץ ויכניס
15 D<small>A IST EINE EINE</small> E<small>LLE &amp;C</small>. S<small>TELLE</small>. Die Rabbanan lehrten: <i>Von der Erde, die sich befindet</i>; man könnte glauben, er besorge sie außerhalb und bringe sie hinein,
טז תלמוד לומר בקרקע המשכן אי בקרקע המשכן יכול יחפור בקרדומות תלמוד לומר אשר יהיה הא כיצד יש שם הבא אין שם תן שם
16 so heißt es: <i>am Fußboden des Zeltes</i>. Wenn am Fußboden des Zeltes, so könnte man glauben, er grabe mit einer Axt, so heißt es: <i>die sich befindet</i>. Wie ist dies zu erklären? Ist da eine solche vorhanden, so hole man sie, ist keine vorhanden, so tue man hin.
יז תניא אידך ומן העפר אשר יהיה וגו' מלמד שהיה מתקן מבחוץ ומכניס בקרקע המשכן איסי בן יהודה אומר להביא קרקע
17 Ein Anderes lehrt: <i>Von der Erde, die sich befindet &amp;c</i>. Dies lehrt, daß er sie außerhalb besorgte und hineinbrachte; <i>am Fußboden des Zeltes</i>.